Erziehungsfreibetrag

 

Zusätzlich zum Kinderfreibetrag gewährt der Staat den sogenannten Erziehungsfreibetrag genannt. Der Betreuungsfreibetrag stellt als Teil des Existenzminimums den allgemeinen Betreuungs-, Erziehungs- und Ausbildungsbedarf eines Kindes steuerfrei.

 

Was ist der Erziehungsfreibetrag?

Der Erziehungsfreibetrag wurde zum 01.01.2002 mit dem zweiten Gesetz zur Familienförderung als Sammelfreibetrag für die Betreuung, Erziehung und Ausbildung eingeführt.
Dieser Freibetrag stellt zusätzlich zum Kinderfreibetrag den allgemeinen Betreuungs- , Erziehungs- und Ausbildungsbedarf eines jeden Kindes steuerfrei. Dieser Bedarf wird ohne Nachweis gewährt.
Berücksichtigung finden hier alle Kinder bis zum 27. Lebensjahr die den Kinderfreibetrag in Anspruch nehmen können.

Bis Ende 2001 gab es den Betreuungsfreibetrag zur steuerlichen Entlastung von Eltern.
Jetzt gilt der Erziehungsfreibetrag, auch bezeichnet als Freibetrag für den Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf (BEA-Freibetrag), der einen teil des Familienleistungsausgleichs darstellt.

Der Erziehungsfreibetrag ist in § 32 Abs. 6 Satz 1 EStG geregelt.

 

 

Wie hoch ist der Erziehungsfreibetrag?

Die Höhe des Erziehungsfreibetrags beträgt insgesamt 2640,- € bzw. 1320,- € pro Elternteil und Jahr.
Diesen Freibetrag erhält jedes Kind einmal.
Bei Eltern die zusammen veranlagt werden, wird der gesamte Freibetrag in Höhe von 2640,- € zur Berechnung herangezogen, bei getrennt lebenden und getrennt veranlagten Eltern erhält jeder Elternteil einen Freibetrag von 1320,- €.
Diese Summen sind der Freibetrag für den Betreuungs- und Erziehungs- und Ausbildungsbedarf eines Kindes.

 

Kann der Erziehungsfreibetrag auf einen Elternteil übertragen werden?


Der Erziehungsfreibetrag kann auf den Elternteil, bei dem das Kind gemeldet ist, übertragen werden. Dazu ist ein Antrag des betreuenden Elternteils notwendig, dieser Antrag kann nur von dem Elternteil ausgehen, in dessen Wohnung das Kind laut Einwohnermeldeamt gemeldet ist. Die Übertragung ist nur möglich, wenn das Kind minderjährig ist und nicht beim anderen Elternteil zusätzlich gemeldet ist. Sie ist unabhängig davon möglich ob der unterhaltspflichtige Elternteil seiner Unterhaltspflicht nachkommt.
Der Elternteil, bei dem das Kind nicht gemeldet ist, kann der Übertragung widersprechen. Diesem Widerpsruch wird stattgegeben, wenn sich dieser Elternteil regelmäßig in einem nicht unwesentlichen Umfang um die Betreuung des Kindes kümmert oder Betreuungskosten bezahlt.

 

 

 

Rechtsgrundlage zum Erziehungsfreibetrag:

§ 32 Abs. 6 Satz 1 EStG

 

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