Allein-Erziehend.net / Allein mit Kind / Alleinerziehend


Kalender Mitgliederliste Teammitglieder Suche Häufig gestellte Fragen Zur Startseite Zum Chat... Zum Portal... Linkliste Linkliste

Mu-Ki-Kur in der Kurklinik Nordseedeich in Friedrichskoog
07.05.-28.05.2008


Am 07.05.2008 war es soweit. Mit der Bahn sind meine Tochter (11 Jahre) und ich von Aschaffenburg nach Friedrichskoog gefahren. Ganze dreimal mussten wir umsteigen, aber das war nicht weiter wild, da wir die Koffer per Hermes vorausgeschickt hatten. 6 h 50 min waren wir unterwegs. Schon auf der Bahnfahrt begann für uns ( dank herrlicher Aussichten ) Erholung pur.

Unsere letzte Bahnstation hieß Michaelisdonn. Dort warteten schon andere Kurrende mit ihren Kindern darauf, mit dem Bus in die Klinik Nordseedeich nach Friedrichskoog-Spitze gebracht zu werden. Es wurden schon gleich Bekanntschaften geschlossen, die auch während der gesamten Kur (und darüber hinaus) anhielten.

Mit dem Bus fuhren wir vom Bahnhof ca. 30 min bis zur Kurklinik. Strahlend blauer Himmel, tolle Aussichten auf die Deiche und Deichschafe ließen die Fahrt wie im Flug vergehen. Die Kurklinik selbst lag an einer kleinen sehr ruhigen Strandpromenade, ca. 5 Gehminuten vom Strand entfernt.

Alle Neuankömmlinge (wir waren insgesamt 40 Personen inkl. Kinder) wurden gleich in der Aula von der Kurleitung sehr nett begrüßt. Als kleines Willkommensgeschenk gab es für die Erwachsenen eine langstielige Rose, und für die Kids einen witzigen Schlüsselanhänger. Da dies keine „Blockkur“ war (in einer Blockkur reisen alle Kurenden am gleichen Tag an, und wieder ab!), waren schon 2 Kurgruppen im Hause anwesend (die 1. Gruppe war 1 Woche da, die andere bereits 2. Wochen – und wir halt eben die „Frischlinge“).

Nach der offiziellen Begrüßung bekamen wir einen „Kurpaten“ zur Seite gestellt (nette Hausangestellte), die uns unser Zimmer zeigten (Bilder sind beigefügt). Im Zimmer „trafen“ wir auch wieder auf unsere Koffer, die uns schon freundlich erwarteten.

Das Zimmer war sehr geräumig ausgestattet. Es verfügte über eine Dusche mit WC, einem kleinen Kinderzimmer mit Etagenbett und einem Balkon mit Wäscheständer. Einen Fernseher gab es auch, für den musste allerdings € 10,00 Pfand an der Rezeption hinterlegt werden. Nachdem die Koffer ausgepackt waren gab es Abendbrot in einem großen Speisesaal.

Der Speisesaal war abgeteilt in 3 weitere Räume. Raum 1 war der Speisesaal der Kurrenden die schon 1 Woche hinter sich hatten, Raum 2 war der Speisesaal der Kurrenden die schon 2 Wochen hinter sich hatten, und Raum 3 war „unser“ Speisesaal.

Das Abendessen gab es in Büffetform, und musste selbst geholt werden. Als Getränke wurden verschiedenen Tee`s (kalt oder warm) gereicht und Mineralwasser.

Der Geräuschpegel war extrem laut, weil die anderen Kurgruppen sehr viele Kleinkinder dabei hatten. Unsere Gruppe bestand hauptsächlich aus älteren Kindern, und somit war unser Raum ein „leiser“ Raum.

Am nächsten Morgen gab es Frühstück zwischen 7.15 Uhr und 8.45 Uhr. Danach wurde alle „Neuankömmlinge“ gemessen, gewogen und von einem netten Arzt untersucht. Er fragte auch warum man zur Kur gefahren ist, und was man sich von dieser Kur verspricht. Mein Hauptziel war es ja, sehr viel Zeit mit meiner Tochter zu verbringen. D.h. ich wollte auch nicht so viele Termine auf der Kur wahrnehmen müssen, und darauf ist der Arzt auch eingegangen. MÜSSEN musste man nicht`s, und wer nur ausspannen wollte, der DURFTE DAS OHNE SCHLECHTES GEWISSEN.

Ich bekam also lediglich Rückenschule, Massagen mit Heißluft, Hydro-Jet und Nordic-Walking „verschrieben“. Freiwillig belegte ich noch Ernährungsberatung, Lehrküche und Entspannungskurse.

Während der Anwendungen war meine Tochter in der KITA betreut. Nach den Anwendungen hab ich sie immer abgeholt und mit ihr gemeinsam Unternehmungen gemacht (Fahrrad gefahren – Ausleihgebühr € 6,00/täglich für 2 Räder, Ausflug nach Büsum (23 km) gemacht, um dort mit einem Schiff zu den Seehundsandbänken zu fahren,).
Ich bin ohne irgendwelche Erwartungen zur Kur gefahren..........wollte einfach nur die Seele baumeln lassen, und das ist mir in Friedrichskoog wunderbar gelungen. Unsere ganze „KUR-GÄNG“ war unglaublich. Wir haben uns ALLESAMT wunderbar verstanden und es war einfach nur schön.

Da wir 3 Wochen wunderbares Wetter hatten, gingen wir täglich nach dem Abendbrot mit den Kindern auf den Deich Drachen steigen lassen. Danach ging es noch für eine Stunde in das Hauseigene Schwimmbad (das immer kostenlos benutzt werden durfte, insofern 3 Erwachsene als Aufsicht dabei waren). Auch die Hauseigene Sauna durfte täglich KOSTENLOS benutzt werden. Schöner hätte es im Urlaub nicht sein können.
Die Klinik bot jede Woche ein Abendliches Kreativprogramm für Mütter- oder Väter an. Hier konnte man sich in aller Ruhe und ohne Kinder der Stoff- und Seidenmalerei widmen, Schmuck gestalten oder filzen. Mütter- oder Väter mit kleineren Kindern konnten an diesen Abenden selbstverständlich auch teilnehmen, weil jedes Zimmer mit einem hauseigenen Babyphone ausgestattet war.
Dreimal in der Woche Abends ( Do.,Fr. und Sa.) gab es im „Pesel“ Alkohol zum Ausschank. Der „Pesel“ war ein gemütlich eingerichteter Raum zum gemeinsamen Beisammensein. Außerhalb dieser Tage war der Pesel zwar auch offen aber es gab keinen Alkohol!
Alles in allem war diese Kur (und ich habe schon einige mitgemacht) eine der schönsten Kuren für mich und meine Tochter. Es hat einfach alles gepasst! Die Mitkurrenden, die Landschaft, die Ruhe – man konnte wunderbar abschalten und sich vom Alltag erholen.

Kurz noch etwas zur Umgebung:

Friedrichskoog ist aufgeteilt, in Friedrichskoog-Spitze (dort liegt auch die Kurklinik) und Friedrichskoog-Mitte (ca. 4 km von der Kurklinik entfernt). Der nächste Supermarkt, oder die nächste Bank ist in Friedrichskoog-Mitte. D.h. also, wer keinen fahrbaren Untersatz dabei hat, ist auf den Bus angewiesen (der sehr teuer ist), oder muss sich im Fahrradgeschäft (schräg gegenüber von der Kurklinik) Räder ausleihen. Da es in Friedrichskoog-Spitze immer windig ist, ist das Fahrradfahren manchmal gar nicht so einfach gewesen J. Aber wenn man „Mitwind“ hatte, machte es richtig Spaß.
Außer der Kurklinik gibt es in Friedrichskoog-Spitze nur ein paar Souvenierläden, 1 Fahrradverleih, 2 Eisdielen und 1 Restaurant und sonst ....................... nichts J. Aber..........so sollte eine Kur (zumindest  in meinen Augen) auch sein.
Wie schon erwähnt, ist es in Friedrichskoog-Spitze immer windig. D.h. auch wenn es 25 Grad warm war, waren es immer nur gefühlte 18 Grad. Demzufolge mussten wir meistens einen Strandkorb ausleihen (€ 5,00/Tag), sonst hätte man es am Strand vor lauter Wind nicht aushalten können. Es haben immer zwei Mütter einen Strandkorb benutzt, so ging es auch mit den Preisen.

Da Büsum nur 23 km von Friedrichskoog entfernt liegt, kann ich dorthin einen Ausflug nur empfehlen. Büsum bietet wunderbare Einkaufsmöglichkeiten. Auch kann man dort tolle Schiffsfahrten zu Seehundsandbänken machen, oder mit einem Fischerboot auf Krabbenfang gehen.

 

 

by Silke**

 

 

 

 

 

 

Hinweis:
Dieser Artikel wertvolles, geistiges Eigentum dar und unterliegen dem Urheberrecht. Er darf ohne schriftliche Genehmigung nicht ganz oder in Auszügen vervielfältigt, kopiert und weiterverbreitet werden.

Impressum