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Tilla Weiblich

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Mittwoch, 14. April 2010, 11:43

Einrenken der Wirlbelsäule bei Schlafproblemen?

Da ich selbst nicht genug eigene Probleme habe, kümmere ich mich dann mal auch noch um die meiner Schwester :rolleyes:

Ne, mal ernsthaft, ich würde gerne wissen , ob jemand von Euch Erfahrungen hat, mit dem, was ich berichte, denn in mir regt sich der Verdacht, das
meine Schwester womöglich einem Scharlatan aufsitzt.
Vielleicht liegt es aber auch daran, das ich so meine Probleme mit Esoterik habe, wobei es nicht mal Esoterik ist. Ich habe halt Angst, das meine Schwester
viel Geld verliert ohne das sich die Probleme bessern....

Wo fange ich an?

Meine Schwester hat zwei Kinder (12/m und 10/m)

Bezüglich ihres Erziehungsstiles haben wir die eine oder andere Diskussion durch, ich persönlich bin der Meinung, sie versündigt sich an den Kindern und nimmt ihnen
jede Chance auf Selbständigkeit.
Was, meines Erachtens auch Grund für das bestehende Problem ist.

Mein ältester Neffe macht seit dem Kleinkindalter Probleme, wenn er schlafen soll und schafft es bis heute dadurch jede Nacht im Bett der Eltern zu landen.
Das muss ein Nerventerror ohne Gleichen sein, meine Eltern, die im gleichen Haus leben, berichten von Szenen, die sich da abspielen, das mag man kaum glauben.
Meine Schwester gibt immer wieder nach und der Junge schläft im Elternbett, was zeitweise sogar die Ehe gefährdet hat.

Die Kinder spielen PC Spiele, die erst ab 18 freigegeben sind, ich habe keine Ahnung, wie die heißen, wenn ich mal dabei bin, sehe ich eigentlich nur Soldaten, die sich
gegenseitig töten, oder halt andere Figuren, die mit Waffen durchs Spiel laufen.
Töten ist jedesmal Hauptgegenstand des Spieles.
Sie dürfen auch Filme sehen, die sie besser nicht sehen sollten "Saw" und "Final Destination" sind da wohl eher harmlos.
Ich führe die Probleme beim Zubettgehen darauf zurück, meine Schwester weist das von sich.

Sie war beim Kinderarzt, bei der Erziehungsberatung, zuletzt in einem sozialpsychiatrischem Zentrum für Kinder.
Dort schloss man ADS/ADHS aus und legte den Eltern nahe, den Kosum von Medien drastisch zu reduzieren, am besten ganz einzustellen.
Das sahen beide Eltern nicht ein, denn dann hätten sie ja im Beisein der Kinder auf PC und Fernseher verzichten müssen.
Also blieb alles wie es war.

Die Probleme allerdings auch.

Vor einigen Wochen nun wurde meine Schwester an einen Physiotherapeuten verwiesen.
Dieser ist eine Stunde Autofahrt entfernt und die Kosten übernimmt keine Krankenkasse.
Sie suchten die Praxis auf und mein Neffe wurde dort "eingerenkt".

Der Physiotherapeut meinte, das dies auch der Grund für die Schlafprobleme des Kindes gewesen seien und nun werde alles gut.
Meine Schwester erkaufte sich dort für viel Geld die Absolution und ließ jeden wissen, das sie immer schon gewusst habe, es sei nicht ihre Verantwortung, sondern
endlich habe ein Arzt ihr geholfen.

Es wurde nicht besser.
Statt desssen stellten sich Schwindel und Übelkeit ein beim Kind. Zwei Wochen lang besuchte er nicht die Schule, machte allerdings nicht den Eindruck, als sei er krank.
Er war guter Dinge und lustig und in keiner Weise eingeschränkt.

In den Ferien keine Rede von Schwindel.
Gestern dann blieb er wieder zu Hause.

Schwindel!

Meine Schwester meinte, der Junge sei halt in der Pubertät und das mache ja auch Schwierigkeiten.
Sie suchte den Kinderarzt auf. Was der sagte, bleibt ein Geheimnis, sie rief jedenfalls sofort die Physiotherapiepraxis an.
Die rieten ihr, den Kinderarzt "aus der Sache rauszuhalten" und gaben ihr einen Termin für nächste Woche, der wieder mit einem hohen Kostenaufwand verbunden sein wird.

Ich sehe die Probleme eher in der Psyche oder der Erziehung und kann mir nicht vorstellen, was das mit der Wirbelsäule zu tun hat.

Ausser jemand von Euch hat ähnliches durch und kann mir berichten, das sich die Psyche seines Kindes besserte, sobald es in physiotherapeutischer Behandlung war.
„Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der nach der Hoffnung fragt, die euch erfüllt“ (1 Petr 3, 15)

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Segelpapa Männlich

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Mittwoch, 14. April 2010, 11:46

- Wer mit Motorsägen umgehen kann, wird vielleicht auch Schlafprobleme erst einmal mit einer Motorsäge beheben wollen.

- Das klingt nach Scharlatanerie, auch wenn ich es für wahrscheinlich halte, dass der Physiotherapeut sogar an die heilenden Kräfte seiner eigenen Hände selbst glaubt.

Es ist einfach zu schön, wenn man meint festzustellen, dass man an der Wirbelsäule anderer Menschen mit seinen eigenen einzigartigen Fingern Verspannungen tasten und so Zugang zum Gemüt, zur Seele eines Menschen bekommen und ihn heilen kann. Christus konnte mit seinen Händen heilen und ich, der Physiotherapeut kann es auch, da lasse ich mir von Ärzten nicht hereinreden.

- Ich fürchte, dass dein Einfluss auf deine Schwester aber gering sein wird. Solange der Physiotherapeut die Wirbelsäule des Kindes nicht beschädigt (ich will das aber nicht ausschließen), wird das Kind die Prozedur wohl noch einige mal über sich ergehen lassen müssen bis der Kostenfaktor die Wunderheilungen beenden wird.
LG
Segelpapa

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3

Mittwoch, 14. April 2010, 11:50

ich selbst bin auch nicht so der esofan und war trotzdem mit tochters neurodermitis bei einem heilpraktiker, der auf neuro spezialisiert ist. er verschrieb tropfen (globulis) und seitdem ist die neuro wirklich komplett weg. es gibt also wirklich dinge, die man sich rational nicht erklären kann.

trotzdem sehe ich im fall deiner schwester die probleme wo anders. die im sozialpsychatrischen zentrum haben, meiner meinung nach recht. die übelkeit könnte schon psychosomatisch sein, wenn es probleme in der schule gibt. aber da hat einrenken keinerlei wirkung, sondern nur das klären der probleme.
<-- das bin ich... also lieber nicht

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Mittwoch, 14. April 2010, 11:50

Meine Güte??!!Das hört sich gar nicht gut an..

Was der KA gesagt hat,will sie also nicht erzählen?
Möglicherweise weil sie dort wieder etwas zu hören bekam,was ihr nicht in den Kram passte?

Ich halte es für völlig unverantwortlich von der Therapeuten-Praxis Deiner Schwester zu empfehlen den KA da rauszuhalten :radab
Sieht nach Geldschneiderei aus.

Vor allem: Einrenken ist nicht so ganz ohne.Es kann auch Komplikationen geben.

Wir Erwachsenen hier gehen auch manchmal zum "Knochenbrecher" - das sind hier auf dem Land sehr oft Privatpersonen.
Es gibt auch einige,die mit den Kindern dort hingehen.


Wie Du selbst auch schon ganz richtig erkannt hast,liegen die Probleme wohl eher woanders!



Aber,da sie es nicht zugeben will(oder etwas ändern möchte)ist es natürlich viel einfacher dort hinzugehen...
Grüße

Annemie

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grünschnabel (14.04.2010)

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Mittwoch, 14. April 2010, 12:01

Ich stimme Segelpapa zu, denn das klingt nicht gesund und mehr nach Abzocke und Folgeschäden sind nicht ausgeschlossen. Da würde ich mal bei einem Neurochirurgen nachfragen, oder mit einem Orthopäden reden und erzählen was da abläuft und mir Informationen holen.
Das Glück kommt zu den Menschen die lächeln.

Nur der Zufall hilft dir zu deinem wahren Glück im Leben.

Glücklichsein heisst nicht das Beste von allem zu haben, sondern das Beste aus allem zu machen.

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annagreen Weiblich

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Mittwoch, 14. April 2010, 13:00

also vorweg...

physiotherapie (ostheopathie) kann sehr wohl schlafprobleme und derartiges lösen, wenn es sich bei der ursache um verspannungen und verrenkte wirbel oder derartiges handelt.

meine tochter leidet seit der trennung an zähneknirschen, weil sie den ganzen stress und druck in ihr nicht recht verarbeiten kann. der wird dann nachts übers knirschen des kiefers ausgetragen. wir waren bisher 2 mal deswegen bei einem renommierten ostheopaten. (natürlich gibt es auch schwarze schafe die irgendwelche komischen aussage wie oben geschrieben machen, aber da sollte man bitte klar trennen) beim letzten mal war zudem der erste halswirbel verrenkt. dies kann sich heftigst auf das nervensystem auswirken. nach den sitzungen war sie jedes mal wie ausgewechselt. und das zähneknirschen wird immer besser..


die probleme die dein neffe bzw. deine schwester und ihr mann mit ihrem sohnemann haben würde ich aber mal direkt als schlafprobleme ausschließen. da scheinen andere themen hinter zu stecken...die müssten evtl. therapeutisch aufgearbeitet werden wenn sich das schon so viele jahre festgesetzt hat.
...Leben ist Zeichnen ohne Radiergummi...

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MarleneE (14.04.2010)

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7

Mittwoch, 14. April 2010, 18:15

Ist der Physiotherapeut Osteopath?
Das ist (meiner Meinung nach) keine Scharlatanerie.

Allerdings gehört bei Deiner Schwester da wohl auch gleich was mit-eingerenkt.
Der Osteopath kann Blockaden lösen, aber er kann das Gesamtpaket (Glotze, Krieg und Medien) nicht entkräften.
:wink

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STKA Männlich

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8

Mittwoch, 14. April 2010, 18:22

Ich denke der Sohnemann ist nicht blöd und verar....t sein Mutter kräftig, die das natürlich glaubt.. Er gibt ja nur das wieder, was er gehört hat und für sich ausnutzt-- Funktioniert ja auch :dribbel

Physiotherapeuten sind keine Scharlatane, wenn es ECHTE sind... Ich selber bin Berufsbedingt dort Phasenweise Stammkunde und bin seelig darüber, ABER nie und nimmer nicht würde ein guter Physiotherpeut gegen einen Arzt sprechen... Wer weiß was da genau abgelaufen ist.. Es kann ja auch sein, das der Kinderarzt gemerkt hat, das Sohnemann spinnt und wollte dem ein "Ende" setzen

Was ich nicht verstehe!! Physiotherpeuten gibt es wie Sand am Meer - also WARUM muss man einen haben, der 1 Stunde entfernt wohnt??
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belladonna66 Weiblich

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Mittwoch, 14. April 2010, 19:00

Hallo Tilla, der Junge ist schlicht und ergreifend ein verzogenes Bürschchen. Es ist nun natürlich sehr schwer für die Eltern den Jungen wieder in die Spur zu bekommen, lieber wird verzweifelt nach möglichen Ursachen gesucht statt sich einzugestehen, dass Erziehungsfehler die Ursache sind. Du glaubst nicht was mir in der Praxis alles erzählt wird. Ich empfehle den Eltern eine Psychologische Beratungsstelle oder die Psychiatrische Institutsambulanz zu besuchen. Die Systemische Betrachtung der Familie kann evtl. eher von nutzen sein.

Grüßle Uschi
Ich kann, weil ich will, was ich muss.
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Rosenherz Weiblich

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10

Mittwoch, 14. April 2010, 19:09

Tilla, deine Schwester war wahrscheinlich beim Osteopathen, was keineswegs Scharlatane sind, sondern gerade was die Säuglings-und Kinderbehandlung betrifft, grosse Erfolge erzielen.
Zu allem anderen, kann und möchte ich nichts sagen, aber dass der Sohn jetzt tatächlich keine oder weniger Schlafprobleme hat, das finde ich nichts ungewöhnliches, nach einem solchen Besuch beim Osteopathen. Es gibt gottseidank, auch noch viele andere gute Behandlungsmethoden, fernab der "normalen" Schulmedizin!

annemarie26 Weiblich

zurück in Lohn und Brot

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11

Mittwoch, 14. April 2010, 20:12

In der Hoffnung das der Therapeut in der Praxis entweder eine Ausbildung für "manuelle Therapie hat" oder ein Osteopath ist. Aber auch da gibt es riesen Unterschiede.

Mein Ex ist Osteopath und Physiotherapeut auch für manuelle Therapie. Er hat seine Ausbildung in den Staaten gemacht. Denn der Begriff ist mehr oder weniger nicht geschützt. Er würde aber nie sagen, das man den Arzt daraus halten soll. Das halte ich für vollkommen falsch und gefährlich.

Noch dazu, zahlen manche Kassen ja auch bestimmte Leistungen beim Ostepathen.

Ich hoffe du hast ein bißchen Einfluss auf deine Schwester und kanns sie überzeugen, sich erstmal noch eine zweite Meinung einzuholen.



PS: es gibt auch Ärzte die Manuelle Therapie anbieten. Das einrenken hat dann allerdings nichts mit Chiropraktik zu tun.

maschenka Weiblich

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12

Mittwoch, 14. April 2010, 20:36

Hallo Tilla,

Zitat

Die Kinder spielen PC Spiele, die erst ab 18 freigegeben sind, ich habe keine Ahnung, wie die heißen, wenn ich mal dabei bin, sehe ich eigentlich nur Soldaten, die sich
gegenseitig töten, oder halt andere Figuren, die mit Waffen durchs Spiel laufen.
Töten ist jedesmal Hauptgegenstand des Spieles.
Sie dürfen auch Filme sehen, die sie besser nicht sehen sollten "Saw" und "Final Destination" sind da wohl eher harmlos.
Ich führe die Probleme beim Zubettgehen darauf zurück, meine Schwester weist das von sich.


ich trau mir wetten, dass deine Schwester dem Physiotherapeuten nichts vom Medienkonsum erzählt hat...

Persönlich hätte ich hier keine Skrupel, das JA einzuschalten.
Mich wundert es nämlich absolut nicht, dass das Kind nachts zu den Eltern möchte...

Viele Grüße
maschenka
Wer grob ist, ist noch lange nicht stark.

Segelpapa Männlich

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13

Mittwoch, 14. April 2010, 22:16

Hier wird Physiotherapie mit Ostheopathie gleichgesetzt. Das kann man so nicht ohne weiteres. Für Schlafstörungen sind beide aber nicht zuständig.

Einigermaßen verlässliche Hinweise auf eine Wirksamkeit ostheopahtischer Verfahren, die auch in die manuelle Therapie eingegangen sind, gibt es in der Literatur bei chronischen Schmerzsyndromen der Wirbelsäule. Einzelne Studien, die eine Wirksamkeit möglich erscheinen lassen, gibt es nach einer Zusammenfassung im Deutschen Ärzteblatt Hier zudem für Störungen, bei denen davon ausgegangen werden kann, dass keine bleibenden Strukturveränderungen vorliegen z.B. bei funktionellen Einschränkungen älterer Menschen und als zusätzliche Maßnahme bei Fibromyalgie, bei rezidivierende Otitis media, jugendlichem Asthma oder Dreimonatskoliken. Der Artikel verweist dabei u.a. darauf, dass es für die sog. kraniosakrale Ostheopathie keine Daten gibt, die eine Wirksamkeit belegen und dass diese Therapieform auch aus dem Lager der ostheopathen in Frage gestellt wird.

Der Artikel informiert auch recht gut über die Risiken, die sich bei solchen Manipulationen an der Wirbelsäule ergeben können. Bei manchen Techniken im Bereich der Halswirbelsäle kann es z.B. zu einer Beschädigung von Arterien kommen, die das Gehirn mit Blut versorgen. Bei vorgeschädigten Knochen gibt es die Gefahr von Brüchen (Frakturen) oder einer Ausrenkung (Dislokation) im Bereich des obersten Halswirbels. u.a.

Bei Schlafstörungen im Kindes- und Jugendalter sollte man die tunlichst Finger von der Wirbelsäule lassen.
LG
Segelpapa

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Tilla Weiblich

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Freitag, 16. April 2010, 09:07

Danke für Eure Antworten.

Es wird anscheinend immer schlimmer.

Am Mittwoch weigerte sich mein Neffe aufzustehen und zur Schule zu gehen. Meine Schwester war total am Ende.
Sie hat sich dann mit ihm in den Zug gesetzt und ist nach Dortmund zu dieser Praxis gefahren.

Die haben ihr dann erzählt, das sei alles normal und das seien Nachwirkungen des Einrenkens.

Sie hat mir sooo leid getan, wie sie da so stand und diese Aussage vertrat und verteidigte.

Gestern sollte mein Neffe dann wieder zur Schule. Er hat an der Bushaltestelle (morgens auf dem Hinweg) aber wieder kehrt gemacht und ist zu ihrer Arbeitsstelle.
Er gehe nicht zur Schule und wenn sie ihn zwinge, dann werde er abhauen und nie mehr wieder kommen.

Heute hat meine Schwester wieder einen Termin bei ihrem Kinderarzt. Sie hat endlich begriffen, das der Junge psychologische Hilfe braucht.
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MarleneE Weiblich

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15

Freitag, 16. April 2010, 10:03

Dann war die Aktion doch zu was gut!

Die haben ihr dann erzählt, das sei alles normal und das seien Nachwirkungen des Einrenkens.


Das ist seltsam zu lesen, aber richtig.

Die Freisetzung der Blockaden ist der erste Schritt. Dann ist keine Ordnung mehr in den Gedankenabläufen. Das ist erst mal ätzend, birgt aber in sich die gewollte Chance, eine neue Ordnung erbauen zu können.
So ein bisschen ähnlich der Erstverschlimmerung in der Homöopathie.

Heute hat meine Schwester wieder einen Termin bei ihrem Kinderarzt. Sie hat endlich begriffen, das der Junge psychologische Hilfe braucht.


Der Junge braucht Halt und klare Strukturen. Für sein Leben und die neue Ordnung. Sie hat (noch nicht) eingesehen, dass sie diese dem Kind nicht geben kann.


(und jetzt wo ich's schreibe, merke ich wie abgedreht das klingt - ich kann's nun mal nicht besser erklären)
:wink

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Tilla Weiblich

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16

Freitag, 16. April 2010, 10:05

Klingt in der Tat abgedreht, aber es ist ja beruhigend zu lesen, das es nicht so ist.
Und das dies hier von Personen geschrieben wird, denen ich vertraue und von denen ich den Eindruck habe, das sie clever sind und gebildet, das hilft mir, meine
Meinung darüber zumindest ein wenig zu ändern.

Aber ich bin trotzdem froh, das der Junge jetzt zu einem Psychologen gehen wird.....
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Elin Weiblich

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17

Freitag, 16. April 2010, 10:15

Duhuuuu Tilla, tu mir einen Gefallen - im Moment lass das aber büdde nicht so nah an Dich!

Du brauchst Dich nämlich selber am meisten. :-)
Sei artig und Du wirst einsam sein.



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be there (16.04.2010)

MarleneE Weiblich

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18

Freitag, 16. April 2010, 10:16

Das ist eindeutig der richtige Weg!

Keine Ahnung, ob sie da bei einem guten Osteopathen war.
Aber "unsere" hat sich nach dem ersten Paar-Minuten-Kontakt zuerst mal besprochen. Sie hat ihre Eindrücke mitgeteilt und sehr treffende Fragen gestellt und hat sich dann vom familiären Drumrum erzählen lassen. Ich bin mir sicher, sie hätte uns heimgeschickt, wenn ich was von übermässigem Medienkonsum erzählt hätte.
:wink

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Tilla Weiblich

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19

Montag, 17. Mai 2010, 11:12

Ich muss das jetzt mal schieben..... :rolleyes2:

Die Situation hat sich so dermaßen zugespitzt, das ich den einen oder anderen Rat brauche. Hier gibt es doch auch Lehrer/innen, vielleicht können die auch was dazu sagen?

Mein Neffe geht nun seit den Osterferien nicht mehr zur Schule. Heute beginnt die dritte unentschuldigte Woche, will heißen kein Arzt stellt mehr ein Attest aus.
Demnach fehlt er unentschuldigt.
Die Lehrerin ist eingeschaltet, die Schulleitung auch, aber es passiert nix.

Meine Schwester war beim Psychologen, aber das geht ja nicht so fix und die zwei Termine, die waren, haben ja keinen großen Erfolg gehabt, verständlicherweise.
Es wurde allerdings empfohlen, auch alle Medien zu verzichten. Wie bereits oben geschildert, hat dies bei meiner Schwester und meinem Schwager nur
ein Kopfschütteln und Häme erzeugt.

Meine Tochter besucht die gleiche Klasse, deshalb bin ich noch näher dran.
In der Klasse ensteht so langsam die Bestätigung, wenn ich jetzt einfach nicht mehr zur Schule gehe, passiert garnix.
Es wurden mehrere Klassenarbeiten geschrieben, mein Neffe bekommt nicht etwa eine 6, nein die Arbeit wird einfach nicht gewertet. Sowas erzeugt natürlich
Groll, vor allem weil meine Tochter immer für alles richtig büffeln muss und sich bei der letzten Arbeit mit Hals- und Kopfweh in die Schule geschleppt hat, nur
um mitschreiben zu können.
Und ich bin die ewigen Diskussionen und Gespräche über dieses Thema mit meiner Tochter so leid :rolleyes2:

Meine Schwester meinte bei unserem letzten Gespräch, sie hätten sich entschieden, keinen Druck auszuüben und nicht zu schimpfen.
Das sieht dann so aus, das ständig Freunde meines Neffen bei ihnen abhängen (denn wenn Freunde da sind, darf er an den PC), sie fahren nach MC D...,
besuchen die Oma, grillen und die Freunde schlafen dann da.
Ein tolles Leben für den Jungen und dann sogar noch ohne Schulstress. Während sich seine Klassenkameraden in der Schule befinden, liegt er auf der Couch und
sieht fern :rolleyes2:

Gestern bekam ich folgende Szene mit:
Meine Schwester: " P.... hast Du Dir jetzt überlegt, ob Du morgen zur Schule gehst?"
Sohn :" Ja, ich habs mir überlegt und Nein, ich gehe nicht?"
Damit war das Thema durch und der Junge ist auch heute zu Hause :ohnmacht:

Versuche, mit meiner Schwester zu reden, schlagen fehl. Entweder blockt sie sofort ab, oder nimmt nichts an.
Ich weiß mir keinen Rat mehr...... :kopf
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paulaken

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20

Montag, 17. Mai 2010, 11:25

der junge ist schulpflichtig und es ist die pflicht der eltern es zur schule zu schicken, egal ob das kind will oder nicht.
tun sie es nicht, gibt es die möglichkeit von ordnungsstrafen und kontrolle durch das jugendamt. auch wurden schon kinder in betreuten wohngruppen oder internaten untergebracht, wenn die eltern die schulpflicht nicht durchgesetzt haben.
warum schule und schulleitung da nichts tut, verstehe ich nicht...

edith: hast du dich mal mit dem jungendamt in verbindung gesetzt?
<-- das bin ich... also lieber nicht

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Montag, 17. Mai 2010, 11:29


edith: hast du dich mal mit dem jungendamt in verbindung gesetzt?


Momentan habe ich da echt Skrupel, eigenmächtig zu handeln. Ich würde lieber versuchen, meiner Schwester ins Gewissen zu reden, aber da kommt ja nix an.
Sie selbst hat einen Termin mit dem JA Mitarbeiter vereinbart. Er wollte zu ihnen nach Hause kommen, aber da mein Neffe versprochen hatte, am nächsten Tag zur Schule zu gehen,
hat sie dem Mitarbeiter abgesagt mit der Aussage, alles sei wieder ok. :frag
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MarleneE Weiblich

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Montag, 17. Mai 2010, 11:30

Jugendamt.
Hier muss die Erziehungsfähigkeit der Eltern in Frage gestellt werden.
:wink

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Annemie Weiblich

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23

Montag, 17. Mai 2010, 11:33


Gestern bekam ich folgende Szene mit:
Meine Schwester: " P.... hast Du Dir jetzt überlegt, ob Du morgen zur Schule gehst?"
Sohn :" Ja, ich habs mir überlegt und Nein, ich gehe nicht?"
Damit war das Thema durch und der Junge ist auch heute zu Hause :ohnmacht:




Ist doch prima!Der liebe Herr Sohn darf selbst entscheiden-und wenn er nicht will,dann hat er doch nichts zu befürchten:

PC,Fernsehen,ausgehen etc...

Warum sollte er dann noch etwas machen zu dem er keinen Nerv hat??

Das wären die Dinge,die ich erst einmal sofort unterbinden würde.

Er ist alt genug um zu erkennen,dass bestimmte Dinge im Leben nun einmal gemacht werden müßen-das geht uns Erwachsenen auch nicht anders!

Deine Schwester wird Ärger bekommen - wenn er nicht zur Schule geht kommt eine Geldstrafe auf sie zu.
Grüße

Annemie

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Montag, 17. Mai 2010, 11:35

@tilla
du hast alles lange friedlich versucht, merkst aber selbst, dass du da nicht weiter kommst, oder? dann handelst du sicher nicht eigenmächtig, sondern hilfst deinem neffen, der dringend hilfe braucht. wer sagt denn, dass das jugendamt das kind aus der familie nimmt, eine familienhilfe wäre zb auch eine möglichkeit. und das ist ja kein angriff, sondern eine hilfe für deine schwester.
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25

Montag, 17. Mai 2010, 12:03

Der Aufhänger war das Einrenken der Wirbelsäule als obskure Methode ohne Wirksamkeitsnachweis oder Plausibilität bei der Behandlung von Schlafproblemen. Die Diskussion ist, das ist dir ja auch klar, ein absoluter Nebenschauplatz ohne Relevanz.

Die Kernprobleme liegen ganz woanders. Das Kind ist im freien Fall aus dem Schulsystem, aus einer späteren Berufsausbildung und aus der Gesellschaft heraus. Wenn nichts passiert.

Wie die Probleme gelöst werden können, ist noch nicht absehbar. Man denkt schrotschussartig an Familienhelfer, Erziehungsberater, Internat, Psychologen etc. Die Frage für dich ist, was dein Beitrag sein kann die Probleme des Kindes zu lösen. Vermutlich ist das sehr begrenzt und du kannst vielleicht nur eindringlich und immer wieder darauf hinweisen, dass du das Kind für hochgradig gefährdet hältst und dass du es für dringend hältst, andere Leute (wie z.B. Jugendamt) ins Boot zu holen um von dort aus Konzepte zu entwickeln und Hilfestellung zu bekommen.


(Edit: Fehlerteufel)
LG
Segelpapa

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Segelpapa« (17. Mai 2010, 12:03)


JensB2001

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26

Montag, 17. Mai 2010, 12:31

Versuche, mit meiner Schwester zu reden, schlagen fehl. Entweder blockt sie sofort ab, oder nimmt nichts an.
Ich weiß mir keinen Rat mehr......


Momentan habe ich da echt Skrupel, eigenmächtig zu handeln. Ich würde lieber versuchen, meiner Schwester ins Gewissen zu reden, aber da kommt ja nix an.


Was willst du da noch reden, oder gar eigenmächtig handeln??

Was soll das bringen u was erwartest du davon?
Davon abgesehen sind deine Möglichkeiten eh eher gering etwas zu tun.
Du kannst das dem JA melden, aber ob die Handlungsbedarf sehen u das aufgrund deiner Infos?!
Passieren wird erst richtig etwas wenn offizielle Stellen agieren, sprich Schule, Schulamt, Jugendamt wird dann hellhörig..oder gar wenn der Junge mal von der Polizei aufgegriffen wird, weil er Morgens auf Achse ist, obwohl offensichtlich ist, das Schule ist..etc.. wenn er denn nich eh auch so bald auffällig werden wird...

Klar ist doch aber, das das ursächliche Übel schon vor langer zeit in Gang kam..und das das Übel nicht nur bei dem Kind liegt, sondern deutlich eher bei den Eltern...

Du kannst dir nur die Finger verbrennen denk ich, u manche müssen halterst in den Brunnen fallen um zu merken was sie da treiben...

Ich denk der Lauf dürfte klar sein, was auf kurz oder lang passieren wird..die mühlen malen allerdings langsam..aber das Kind selber dürfte eh schon längst in den Brunnen gefallen sein...
Ich persönlich würde zwar versuchen, was du ja aber schon getahn hast, u ansonsten mich dezent eher aus der Sache heraushalten, weil schon du e wenig ausrichten kannst..

Einzigste sinnvolle wäre höchstens wirklich mal persönlich beim JA zu ercheinen u dort deine Sorgen eben diesbezüglich zu schildern...vielleicht bewegt das ja was, aber ansonsten wäre ich persönlich eher zurückhaltend jetzt...
Bei sowas besteht ja auch immer die Gefahr, das die "Gegenseite" dann mitmal auftrumpft u dich auch gewissermaßen mit erfundenen Sachen "anschwärzt"......
Und das würd ich mir ab einem gewissen Moment auch ersparen wollen....



Was vielleicht noch ein Versuch wäre, wenn du vielleicht auch mal Zugang zu deinem Neffen suchst u mit ihm auf EINER Ebene sprichst..u versuchst herauszufunden was mit ihm los ist u für ihn da bist!!!!!

Tilla Weiblich

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27

Montag, 17. Mai 2010, 12:39

Ich habe gerade nochmal mit meiner Schwester gesprochen.

In der letzten Woche hat wohl der Psychologe den Eltern geraten, sie sollen das Kind selber entscheiden lassen. Sollten sie Druck ausüben oder gar Gewalt anwenden, würde man
ihnen das Kind wegnehmen.
Laut Psychologen hat der Junge die Verantwortung für sein Handeln selbst zu tragen, laut Mutter aber gibt es keine Konsequenzen.
Da er ein guter Schüler ist, wird er weder das Jahr wiederholen müssen, noch schlechte Noten in Kauf nehmen müssen.

Klassenlehrerin und Schulleitung tragen das so mit. Am Mittwoch steht ein Termin bei der Schulleitung an und der Rektor meinte wohl, er werde den Jungen noch am Mittwoch
dazu bewegen, wieder die Schule zu besuchen , das habe er schon bei ganz anderen geschafft.
Meine Schwester findet das lustig und meint, das schafft der nie.
Dann gibt es auch noch einen Termin bei einer Psychiaterin.


Meine Schwester ist der Meinung, der Junge wird genug gestraft und war sauer, als mein Vater anregte, den Antennenanschluss zu "kappen" damit der Fernseher funktionsuntüchtig
sei.
Man solle doch bitte ihr überlassen, wie sie das regele. Sie befolge ja schliesslich nur Anweisungen des Psychologen.

Ach ich weiß nicht, vielleicht bin ich auch einfach nur verärgert, weil es in hier bei mir klare Grenzen gibt und meine Tochter trotz Büffeln und Verantwortungsbewusstsein
auf keinen grünen Zweig kommt......
momentan fühle ich jedenfalls Unverständnis und Wut, statt Verständnis
„Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der nach der Hoffnung fragt, die euch erfüllt“ (1 Petr 3, 15)

Tilla Weiblich

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28

Dienstag, 8. Juni 2010, 15:13

Ich muss nochmal.....

Mein Neffe geht immer noch nicht zur Schule :kopf
Mittlerweile sind es acht Wochen.

Gestern war jemand vom Jugendamt da und wollte ihn zur Schule bringen, aber ohne Erfolg. Der Mensch ist gegangen und mein Neffe hat sich wieder ins Bett gelegt.
Jetzt wird das Ordnungsamt eingeschaltet und dann wird wohl die Polizei kommen und ihn holen.
Meine Schwester meint, die werden sich wohl anmelden, wann die kommen :Hm ich kann mir das nicht vorstellen.

Sie sind weiterhin in psychologischer Behandlung, aber da passiert irgendwie auch nichts. Jetzt soll mein Neffe in einen psychologische Tagesklinik. Vermutlich Ende Juli
gibt es dort einen Platz.
Ich frage mich nur, wer den Jungen dann in die Tagesklinik bringt, wenn er keinen Bock hat.

Derzeitige Gründe für die Verweigerung (wenn man ihn fragt)-

- in der Schule ist schlechte Luft
- ich habe Angst, das mir schlecht wird
- mir ist schlecht
- verpiss Dich

Ich bin echt fassungslos und bei meiner Schwester hin- und hergerissen zwischen Mitleid und Wut.

Dies nur mal als kurzen Hinweis was geschieht, wenn Eure Kinder sich dann mal weigern sollten, zur Schule zu gehen.
Bei uns hier passiert zumindest acht Wochen lang nichts.
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Haselmaus Weiblich

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29

Mittwoch, 9. Juni 2010, 09:04

Ach Tilla, acht Wochen sind noch gar nichts - bei uns laufen die Hilfen endlich an, um die ich schon so lange bitte - vielleicht klappt es ja "schon" zum nächsten Schuljahr. Mein Kind fehlt nunmehr seit 7 Monaten in der Schule, seit ca. 3 Monaten weiß ich erst davon. Mir ist es leider zeitlich und physisch nicht möglich, das Kind zur Schule zu bringen, geredet hab ich schon sehr viel.
Manchmal muss man mit der eigenen Vergangenheit brechen, um die Zukunft annehmen zu können. Das ist nie leicht. Die Fähigkeit, das zu tun, ist eines der Dinge, in denen sich die Überlebenden von den Opfern unterscheiden. Das, was war, loszulassen, um in dem, was ist, zu bestehen.
K. M. Moning, Im Bann des Vampirs

Tilla Weiblich

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30

Sonntag, 11. Juli 2010, 09:34

Weil es mich grad so aufregt :motz: ......


Mein Neffe bekommt kein Zeugnis, wird aber versetzt :ohnmacht:

Er war inzwischen seit 14 Wochen nicht mehr in der Schule.
Das Jugendamt war da, konnte aber nichts ausrichten, ging und hat das Ordnungsamt benachrichtigt. Das war vor etwa 4 Wochen.

Es ist nichts geschehen.

Es gab eine Vorstellung bei einer kinderpsychiatrischen Tagesklinik, die verweigerten die Aufnahme, weil der Junge sich weigerte und die meinten, wenn es schon nicht möglich sei,
das Kind zur Schule zu bewegen, dann sei es wohl kaum möglich ihn in die Tagesklinik zu verbringen.

Meine Schwester muss ihren Sohn nun selbst zwangseinweisen lassen, wenn sie das möchte.....

Das ist tragisch, ich weiß, aber das ist ein Schlag ins Gesicht für alle Mitschüler, die sich in den 14 Wochen echt angestrengt haben und trotzdem nicht versetzt werden.
„Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der nach der Hoffnung fragt, die euch erfüllt“ (1 Petr 3, 15)