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Lucasmuddi

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1

Montag, 10. Oktober 2011, 09:40

Hilfe - Ich bin total verzweifelt!

Hallo
ihr lieben,


ich hoffe ihr könnt mir irgendwie helfen, denn ich weiß nicht mehr weiter.

Mein Sohn, 7 Jahre alt, hat enorme Probleme in der Schule und wir gehen dabei beide
zugrunde.

Angefangen hat alles schon im Kindergarten, wo er schon als Verhaltensauffällig
galt.


Er war sehr aggressiv gegenüber anderen Kindern und hatte extreme Wutanfälle.


Den ersten Kindergarten haben wir wegen Persönlichen Gründen gewechselt. Im zweiten
Kindergarten wurde alles noch viel schlimmer. Er bekam extreme Strafen für sein
Verhalten (z.B.: 4 h lang Sitzen und kein Vesper, nur weil er keinen
Mittagsschlaf gemacht hatte und dabei sang, während andere Kinder schlafen
wollten).

Den einzigen Ausweg, den wir damals sahen, aus dem Kindergarten rauszukommen war
der Schuleintritt. Denn auf dem Jugendamt meinte man, es gäbe keine freien
Plätze in anderen Kindergärten.
3 Monate vor Schulbeginn eskalierte dann die Situation ganz im Kindergarten und
er bekam doch noch einen Platz in einem anderen Kindergarten. Sein Verhalten
wurde dadurch trotzdem nicht besser.

Wir haben zu der Zeit damals Ergotherapie begonnen, die bis heute noch läuft.

In die Schule kam er dann trotzdem mit knapp 6 Jahren.
In seiner Intelligenz war er seinen Altersgenossen weit voraus nur sein
Sozialverhalten ist unterentwickelt.
Ich habe die Schule mit viel Bedacht ausgewählt und eine Schule gewählt, die sich auf
die Fahnen geschrieben hat alle Kinder so zu nehmen wie sie sind. Ich habe auch
immer mit offenen Karten gespielt und den Kontakt zu Lehrern und Erziehern
immer gehalten.
In der Schule machte er noch mehr Mist als zuvor.

Die Schule machte uns einen enormen Druck, machte für uns einen Termin bei einem
Kinderpsychologen der eng mit der Schule zusammen arbeitete (obwohl ich sagte
das ich schon eine andere habe wo ich gern hingehen würde).

Ich ging trotzdem zu dem Therapeuten um die gute zusammenarbeit mit der Schule
nicht zu belasten. Doch nach den ersten Stunden brach ich es ab. Der Therapeut
besprach all seine Diagnosen zuerst mit dem Schulleiter und dann mit mir, ohne
mein wissen. Ich fand das dann durch Zufall heraus.

Nach mehreren Suspendierungen meines Sohnes von der Schule suchte dann die Schule
einen geeigneten Kindergartenplatz für meinen Sohn, damit er zurück in den
Kindergarten gehe. Man zog auch die Förderschule für Erziehungshilfe mit ein.

Ich wollte aber beides nicht und kämpfte dafür, dass er an eine andere „normale“
Schule gehen kann.

Die Kinderpsychologin machte damals mit meinem Sohn einen IQ Test, bei dem heraus
kam, dass er an der Grenze von „normal Begabt“ bis „Hochbegabt“ steht.

Schon zu der Zeit sprachen einige Leute uns an, ob mein Sohn ADHS hat.

Jedoch gab es dafür immer geteilte meinungen, denn mein Sohn ist nur aggressiv, wenn
er in größeren Kindergruppen (Kindergarten oder Schule) ist. Zuhause ist er
ganz anders.
Er ist sehr ruhig zu hause und kann auch stunden lang allein leise spielen.
Das ging auch schon im Kindergarten oder im Hort, solang ihn kein Kind beim Spielen
„stört“.

Anfang Januar wechselte er dann in seine neue Schule. Dort hatte er das Glück einen
Klassenlehrer zu bekommen. Vieles veränderte sich sofort. Er war nicht mehr so
aggressiv. Aber er bekam „Schreianfälle“. Schrie also einfach so, ohne großen
Grund (meist sagte er selbst das es ihm zu laut sei…wobei er selbst nicht der
leiseste ist).

Wir haben auch schon seine Ohren prüfen lassen…selbst ob er Hyperakustik hat…er hat
aber nichts.

Seit dem neuen Schuljahr gab es einen Klassenlehrer wechsel und er hat nun eine
Klassenlehrerin.


Seit dem wird alles immer schlimmer. Er wird nun ständig geärgert von seinen Mitschülern
und bekommt dann Wutanfälle, bei denen er immer total ausrastet und auch Gegenstände
rumschmeißt.

Die Förderschule ist auch nun wieder Gesprächsthema. Da die Kinderärztin und die
Kinderpsychologin von ihm sagen, dass ein erneuter Schulwechsel sehr schlimm
wäre, hat man ihm Ritalin verschrieben.

Das nimmt er nun seit 4 Wochen. Die Lehrer sagen, dass es seit dem besser läuft,
aber immer noch nicht „normal“ gut.

Jedoch meinte die Kinderpsychologin letztens, dass es ein Anzeichen für ADHS ist, das
das Ritalin nun überhaupt anschlägt.
Für die Schule ist es nun schon 5 nach 12.

Heut steht noch ein Gespräch an, mit Schulleiterin, Klassenlehrerin,
Kinderpsychologin und mir, um zu besprechen wie es weiter gehen soll.
Für die Schule wird das das Gespräch, wo entschieden wird ob er nun doch auf die
Förderschule gehen soll.

Ich habe vor einiger Zeit einen Termin in der Kinder und Jugendpsychatrie gemacht,
leider ist das Vorgespräch erst mitte November.

Die Kinderpsychologin meinte auch das ich eine Lernbegleitung beantragen soll,
sowie eine Kur für mich und meinen Sohn.
Da mein Sohn sowohl bei der Ergotherapie als auch bei der Kinderpsychologin nur
Einzelstunden hat, suche ich auch nach einer Gruppentherapie (da sein Verhalten
ja nur so schlimm ist, wenn mehrere Kinder da sind).

Weiß jemand von euch wo man so etwas findet? Was man noch machen kann damit er
endlich ein ruhiges Leben führen kann, ohne ständige Wechsel?
Ich habe hier im Forum auch von Neurofeedback gelesen. Kann mir jemand dazu etwas
sagen und wo man so was machen kann?

Ich würde gern mit ihm eine Verhaltenstherapie machen, damit er seine Defizite, die
er im Sozialverhalten hat, ausbessern kann. Hat jemand Erfahrungen damit und
kann mir Tipps geben?

Ich hoffe, dass es nicht zu viel Text war. Ich habe schon sehr viel versucht zu
kürzen.

Danke das ihr euch die Zeit genommen habt das alles zu lesen!

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Lucasmuddi« (10. Oktober 2011, 09:40)


Bonnie

Sieht endlich klarer - der Schleier fällt

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Montag, 10. Oktober 2011, 10:51

Hallo,


Mensch, da habt Ihr ja wirklich eine schlimme Zeit hinter Euch... :troest

So sollte ein Medikament nun nicht eingesetzt werden - "erst mal gucken, und wenn´s hilft, ist´s ADHS". Im Gegenteil, es ist wichtig, erst einmal eine vernünftige Diagnostik zu starten - INCLUSIVE EEG, das ist ganz wichtig, denn wenn bestimmte Anfallsbereitschaften da sind (das heißt NICHT, dass das Kind jemals einen haben wird) dann muss sorgfältig abgewogen werden oder es geht u.U. gar nicht.

Ich bin nicht gegen MPH - im Gegenteil, sinnvoll eingesetzt, ist es eine sehr gute Hilfe.

Dass der Therapeut seine Schweigepflicht verletzt hat, finde ich ja nun wirklich unter aller S..., das geht gar nicht!

Vielleicht steckt auch nicht mal ADHS dahinter, oder es ist vielleicht eine Zusatzdiagnose - mir fällt da auf, dass Du schreibst, dass er gut kann, wenn ihn keiner stört, dass er sehr lärmempfindlich ist - vielleicht geht es auch in Richtung Asperger bei ihm? Da überschneiden sich auch viele Symptome.

Ich würde mich wohl an ein SPZ oder einen spezialisieten Kinderarzt/Kinderpsychiater wenden.

Das arme Kerlchen, was für ein Hickhack, so ein Hin und her, und irgendwo bekommt er ja ständig vermittelt, ihn will keiner (Schule und Kindergarten), das belastet so ´ne kleine Seele natürlich auch...

Hat Dir eigentlich die Erzieherin erzählt, dass er 4 Stunden sitzen musste? Das grenzt ja fast schon an seelische Grausamkeit. Nachvollziehbar wäre das jedenfalls nicht, schon gar nicht für ein Kind.
Ciao, Bonnie

3

Montag, 10. Oktober 2011, 12:26


Vielleicht steckt auch nicht mal ADHS dahinter, oder es ist vielleicht eine Zusatzdiagnose - mir fällt da auf, dass Du schreibst, dass er gut kann, wenn ihn keiner stört, dass er sehr lärmempfindlich ist - vielleicht geht es auch in Richtung Asperger bei ihm? Da überschneiden sich auch viele Symptome.

Ich würde mich wohl an ein SPZ oder einen spezialisieten Kinderarzt/Kinderpsychiater wenden.

Das war auch meine erste Idee. Gerade Asperger(kinder) reagieren oft agressiv oder fangen an zu schreien, wenn ihnen etwas zu viel wird. Sei es zuviele ("fremde") Menschen, neue Umgebung, zu laut, etc.
Sprich das Thema doch mal vorsichtig bei deiner Therapeutin an oder such dir besser noch besser, jemanden, der sich damit sehr gut auskennt!

LG
Frl. Martha
Man muss auch mal bereit sein, auf ein Opfer zu verzichten!

Normalität ist lediglich ein Mangel an Mut!

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Montag, 10. Oktober 2011, 17:48

Mir ist beim Lesen eingefallen, ob du deinen Sohn nicht auf eine Montessorischule geben solltest. Da sind in der Regel weniger Kinder und diese können sich frei bewegen. Wenn der Lehrer gut ist, lernen sie mindestens dasselbe, wie Kinder auf der Regelschule. Und seinem hohen IQ kann man dabei auch Rechnung tragen.
LG, Billi

Northern Soul

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Montag, 10. Oktober 2011, 19:39

Meine Tochter ist Deinem Sohn in einigem ähnlich. Auch bei uns ist es so, dass sie nicht auf den Kopf gefallen ist, aber vom Sozialverhalten eben nicht einer 5-jährigen entspricht. Sie erhält derzeit auch Ergo und Logo im KiGa (Integrativ-Kind). Bei uns sind "Tendenzen" in Richtung ADHS, genaueres wird im Januar abgeklärt.

Ich denke auch, dass Dein Sohn evtl. reizüberflutet ist in grossen Gruppen, das würde das unterschiedliche Verhalten zuhause erklären. Vllt. "tickt" er auch deshalb so aus, wenn zuviel um ihn herum passiert.
Ward ihr schon mal in der Pädaudiologie? Ist er auf Wahrnehmungsstörungen getestet worden? Wie hier vorher schon geschrieben wurde, liegen ADHS, Asperger und Wahrnehmungsstörungen oft dicht beieinander...

Kürzlich habe ich mich an das JA gewandt, um dort um Hilfe zu bitten, wir bekommen nun eine Familienhilfe für ein Jahr gewährt und dieser Helfer ist speziell auch auf ADHS ausgebildet.

Schade ist, dass Dir das Gefühl vermittelt wird, das alle Deinen Sohn nur "loswerden" wollen, in unserem Kindergarten habe ich GsD den Eindruck, dass wir eng zusammen arbeiten und gemeinsam das Beste für mein Kind suchen und nicht den für den KiGa einfachsten Weg.
Ich hoffe, Ihr findet die für Euch richtige Einrichtung! :daumen
Eine Scheidung ist viel teurer als eine Hochzeit,
dafür hat man auch länger Freude dran.


Lucasmuddi

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Dienstag, 11. Oktober 2011, 10:58

Danke ihr lieben für eure Antworten und Gedanken dazu.
Vom Aspergersyndrom hab ich vorher noch nichts gehört. Ich hab mich ein wenig dazu belesen und auch einige Gemeinsamkeiten feststellen können.
Jedoch heißt es, dass die Kinder eher schüchtern sind und nicht mit anderen Kindern spielen wollen.
Mein Kind ist absolut nicht schüchtern :D er geht auch auf Fremde Menschen zu und wenn jemand zu besuch kommt, den er eigentlich erst einmal gesehen hat, rennt er sofort hin und umarmt ihn/sie.
Er hat sehr zeitig sprechen gelernt und konnte sich schon immer besser als alle anderen Kindern ausdrücken. Er sagt Wörter, die für mich als Erwachsenen selbstverständlich sind, aber bei anderen manchmal erstaunen ausdrücken.

Was vielleicht auch noch sehr wichtig ist, er weiß für all sein Verhalten einen Grund. Er hat wirklich IMMER einen Grund.
Z.b. hat er letztens ein Mädchen gestoßen, und meinte danach sie stand ihm im Weg und wollte ihm nicht aus dem Weg gehen ( eig. war es eine witzige Situation die jeder kennt...man steht wem ausversehen im weg und geht zur seite nach links...und die person will es gleich tun und geht auch nach links...normalerweise lacht man in so einer situation...mein sohn sah es als angriff...was aber wohl auch daran liegt, dass er von sehr vielen kindern geärgert wird.)

Es wird immer schlimmer in der Schule. Mein Sohn macht aus Wut Gegenstände von anderen Kindern kaputt...mal sinds die Stifte in der Federmappe..mal was anderes...keine Ahnung was ich dagegen machen soll.
Die Eltern sind (verständlicher weise) total genervt und wollen ihn nur noch los werden. Mitlerweile ist es so schlimm, dass sich einige Eltern zusammen getan haben und nun beschwerdebriefe verfassen um die an das Regionalschulamt zu schicken und ihn von der Schule zu werfen.
Die Kinder bekommen sowas natürlich auch mit, und ärgern ihn nun schon bewusst. Es kommen dann Sprüche von den Kindern, wie: "Ich Ärger dich mit Absicht, damit du Ausrastest und von der Schule fliegst!"

Mein Sohn merkt das natürlich und ist dann traurig über sowas. Er zeigt es nur kaum...er weint nicht und schiebt es alles weg von sich. Sicherlich eine gute Schutzfunktion. Denn das ihn keiner haben will und ihn wirklich alle nur irgendwie los werden wollen...das merkt er ja auch.

Ich fand die einsetzung von Ritalin auch sehr komisch, da ich gehört habe, das man da vorher auch Tests machen muss.
Schon sehr komisch. Sowieso hab ich das Gefühl das wir nur an "stümper" gekommen sind. Die Ergotherapie bringt gar nix, (einzeltherapie ist sinnlos bei ihm) und die Kinderpsychologin versucht mir zwar zu helfen, weiß aber nciht einmal ob es eine Kur speziell nur für ADHS Kinder gibt...sie meint dann immer das ich da selbst danach suchen muss. Ich dachte Therapeuten wissen wo sie solche Informationen herbekommen...für mich ist es enorm schwer da was rauszufinden, was ich noch alles machen kann.


@ Bonnie:
Ja die Erzieherin hat es zugegeben, dass sie ihn so lange sitzen gelassen hatte...als dann Erzieherwechsel war, hat sie nur zu der anderen gesagt das mein Sohn nicht "lieb" war und sitzen muss....somit saß er bei der anderen Erzieherin auch...das ganze ging sogar vor den Träger des Kindergartens und die Leiterin aller Kindertageseinrichtungen von ganz Dresden (sie stand total auf meiner Seite). Ob da aber nun irgendwas passiert ist, weiß ich nicht, weil wir ja dann zum Glück nen neuen Kindergarten bekommen hatten.

@Billi:
du hast recht mit der Montessorischule. Ich hatte auch vor der ersten Klasse mein Kind bei allen Schulen in Dresden angemeldet...leider haben die total lange Wartelisten.Noch dazu gab es da das Problem mit dem Hort: Der macht erst um 9 Uhr auf...und somit hätte er in einen anderen Hort in der nähe gehen müssen und dann zum schulbeginn allein zur schule laufen müssen. Das trau ich meinem Kind mitten in der Großstadt mit viel verkehr nicht wirklich zu. Da er schon sehr unkonzentriert ist...was heißt unkonzentriert...er lässt sich super schnell ablenken und schaut dann auf andere sachen, als auf ne ampel oder auf autos. (Was auch wieder das ADHS bestätigen würde....wobei ich glaube das alle Kinder in einem Alter von 7 Jahren recht unkonzentriert sind und sowas erst später kommt)
Und dann kommt noch hinzu, dass das alles ja Freie schulen sind...mit schulgeld...und wir ja am anfang auch auf einer freien schule waren...damals kam immer der spruch: Andere Eltern bezahlen das ihr Kind hier her kommt und erwarten dann das alles läuft und nich so ein problem kind in der klasse tobt und unterricht kaum möglich ist.

@Northern Soul
Was ist denn Pädaudiologie?
Auf Wahrnehmungsstörrungen ist er nicht getestet worden...wurde aber immer von der Ergotherapeutin angesprochen das es sowas schon sein kann. Aber wo kann man denn sowas testen lassen?


Das Gespräch in der Schule gestern verlief genauso wie ich es dachte: Förderschulantrag läuft.
Vielleicht ist es wirklich gar nicht so falsch wenn er dort hin kommt nächstes Jahr, zwar wär es wieder ein schulwechsel, aber vielleicht würde dann auch alles ruhiger werden und er bekommt nicht weiter das gefühl das alle ihn loswerden wollen.
Keine ahnung was das beste ist.
Ich würde gern weiter test durchführen lassen, da ich an das ADHS auch nciht so recht glaube.

Am Schlimmsten ist eigentlich wirklich, dass man keine Diagnose (ausser jetzt eben das ADHS) in der Hand hat und alle Lehrer, Erzieher usw. dann kein Verständnis haben. Eine Krankheit entschuldigt doch viel von dem komischen Verhalten meines Sohnes und ich glaube den Lehrern geht es auch besser wenn die einfach nur ne Diagnose hören und wissen womit sie es zu tun haben.

Habt ihr Tipps für gute Kliniken, Therapeuten oder anderen Einrichtungen die gute Tests durchführen, wo man einfach mal weiter kommt?
Ich wohn zwar in Dresden (Sachsen) aber bin auch bereit sonst wohin zu fahren, nur um meinem Kind endlich helfen zu können.
Ich möchte das er irgendwann mal irgendwo ankommt und so genommen wird, wie er ist...klar darf sein Verhalten nicht einfach so durchgehen, aber "Strafen" kann er einfach nicht verstehen. Er denkt dann 5 Minuten daran und bereut es auch...danach is alles vergessen...egal wie groß und heftik die strafe ist...ob nun auf den Flur sitzen oder eine woche suspendierung.
Ich glaube er ist einfach schon so sehr daran gewöhnt Konsequenzen zu bekommen, das es für ihn normal ist.
Aber ich merke auch, dass er das gar nicht versteht, dass es total schlimm war...oder besser er versteht es schon irgendwie...kann aber gar nicht anders.
Das ist wie ein Blackout, in dem er Handelt...einfach augen zu und durch...und hinter ihm dann das Chaos...was er erst danach richtig begreift.

Danke für eure unterstützung :-)

Northern Soul

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Dienstag, 11. Oktober 2011, 11:13

Google mal nach Mutter-Kind-Kur und ADHS, da gibt es einige Kliniken mit dem Schwerpunkt...

Die Pädaudiologie befasst sich mit Stimmstörungen, kindlichen Hörstörungen, zentralen Hörverarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen (sog. Fehlhörigkeit, einschließlich Folgeerscheinungen wie Aufmerksamkeitsstörungen, Hyperaktivität, Lese-Rechtschreibstörungen), logopädischen Auffälligkeiten,...
Wir sind nun 2 x im vergangenen Jahr dort gewesen und dort wurden verschiedene Hörtests durchgeführt (aktiv als auch passiv), meine Tochter wurde eingehend von einer Logopädin "begutachtet" und eben noch dem Arzt vorgestellt. Dazu gehörten Befunde aus dem Kindergarten, Frühförderung und Fragebögen mit meiner Einschätzung. Insgesamt sind das Termine dort, die gut und gerne 2-3 Stunden an Zeit in Anspruch nehmen. Die Überweisung wurde vom Kinderarzt ausgestellt, nachdem dieser den ersten Bericht mit den Auffälligkeiten meiner Tochter gelesen hat.

Frag da mal nach...

Was mir noch geholfen hat (selbst ohne eine exakte Diagnose zu haben): Ich habe mir einiges an Material über ADHS besorgt und viele Tipps für "solche" Kinder übernommen. Mir ist es in dem Sinne egal, WAS sie hat, Hauptsache wir finden unseren Weg, damit umzugehen. Und die Tipps für ADHS Kinder funktioneren meistens wunderbar. Das Problem ist einfach, dass die Schule mit Dir an einem Strang ziehen muss.

Wende Dich doch sonst noch mal an das Jugendamt oder an eine Elternberatungsstelle...
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Lucasmuddi

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8

Dienstag, 11. Oktober 2011, 17:56

Ich würde auch gerne UNSEREN Weg finden.
Aber zur Zeit zweifel ich nur noch an mir und meiner Erziehung.
Auch wenn alle Therapeuten sagen, dass es seine Krankheit ist und ich nicht schuld bin.

Was hab ich falsch gemacht? Ich schlage mein Kind nicht, bin immer liebevoll zu ihm und weiß nicht warum er so aggressiv ist.

Er kam heut nach Hause und meinte es wäre nix vorgefallen in der Schule (er vergisst alle vorfälle sehr schnell).

Eine Stunde später beim Hausaufgaben machen, sah ich ein zerknittertes Schulheft mit rausgerissener Seite...er hatte mal wieder einen
Wutanfall im Unterricht.

Und kurz darauf bekam ich einen Anruf aus dem Hort, das Eltern im Hort erzählten sie hätten mein Kind auf dem nach Hauseweg gesehen wie er steine gegen Autos schmeißt.

Mal wieder so eine unüberlegte Situation von meinem Sohn, einfach Steine in die Luft zu werfen..und zu sehen wo sie landen...nur blöd das da Autos stehen.

Was ist mit meinem Sohn los?? Manchmal glaube ich ich habe ein kleines Monster. Er schlägt, stößt und tritt andere Kinder.
Nur weil er Wutanfälle bekommt. Er hat seinen besten Freund letztens sogar ins Gesicht getreten. Es ist zum Glück dem Jungen nix passiert, aber es ist so ein schock sowas zu hören und dann hilflos daneben zu stehen und nicht zu wissen was man falsch gemacht hat.

Ich rede immer mit ihm darüber. Konsequenzen bringen bei ihm leider gar nichts. Weder früh ins Bett, noch TV verbot, Heft wieder zusammen kleben usw.
Es hilft nix!
Ich würde so gern mit ihm eine Therapie machen...aber welche? Und wo?
Und immer wieder die Frage...was hat er eigentlich und warum macht er das?

Habe ich als Mutter so sehr versagt?

amscheideweg

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9

Dienstag, 11. Oktober 2011, 18:50

Ich weiß nicht, ob es schon jemand geschrieben hat - wende Dich ans SPZ.

Warte mal...


Northern Soul

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Dienstag, 11. Oktober 2011, 19:03

Ich rate noch mal zum Jugendamt. Ich habe dort nachgefragt, ob es irgendwelche Möglichkeiten gibt, Unterstützung in der Erziehung zu bekommen - und wenn es mir nur den Rücken stärkt, dass die Schiene, die ich fahre, richtig ist.
Den Antrag habe ich kürzlich gestellt und uns wurde nun ein Jahr lang diese Massnahme bewilligt. Übrigens sind wir keine klischee-hafte Problemfamilie ;-), sondern genau wie ihr mit kleineren oder grösseren Auffälligkeiten der Kinder.

Google mal unter SPFH (Sozialpädagogische Familienhilfe=).

Hast Du denn Deinen Kinderarzt mal darauf angesprochen? Habt ihr Berichte aus den Kindergärten, in denen sein Verhalten näher beschrieben wird?



http://www.dresden.de/de/03/040/partners…nd_therapie.php

http://www.dresden.de/media/pdf/jugend/F…ale_Dienste.pdf
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Northern Soul« (11. Oktober 2011, 19:03)


Lucasmuddi

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11

Dienstag, 11. Oktober 2011, 19:55

Ich hatte mich zuerst gefragt was das SPZ da genau machen soll...da er ja keine Hörprobleme hat und auch keine motorischen oder sprachprobleme ...wurde alles schon getestet. Und da ich gelesen hatte, das es da eher um sowas geht hatte ich meine zweifel.

Aber ich denke ihr habt Recht, ich werd morgen gleich mal einen Termin ausmachen und sehen wie es weiter geht.
Denn so wie es jetzt ist, geht es gar nicht weiter.

Wegen einer Familienhilfe hatte ich mir auch schon öfter Gedanken gemacht...ich denke auch dort werd ich hingehen und fragen wie und ob die mir helfen können.

Vielen, vielen Dank für eure Tipps.

Northern Soul

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Dienstag, 11. Oktober 2011, 20:01

Guck, ob Du irgendwas schriftliches aus dem KiGa / aus der Schule bekommen kannst, woraus sein Problemverhalten hervorgeht. :daumen
Eine Scheidung ist viel teurer als eine Hochzeit,
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Lucasmuddi

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13

Dienstag, 11. Oktober 2011, 20:07

Ich hab die Therapieberichte von der Ergotherapie...mit vorher/ nachher usw...meinst du nicht das das reicht?

Kiga is er ja nun schon seit 1,5 jahren nich mehr...und sonst könnt ich mir noch was von der Kinderpsychologin schreiben lassen.

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14

Dienstag, 11. Oktober 2011, 20:16

Hallo,
Du hast es gut erkannt:

Zitat

suche ich auch nach einer Gruppentherapie (da sein Verhalten
ja nur so schlimm ist, wenn mehrere Kinder da sind).


Wichtig ist für Deinen Sohn ist es, zu lernen in einer Gruppe klar zu kommen.
MuKi-Kur für ADHS-Kinder wäre eine super Sache!
Nachdem Dein Sohn früh eingeschult wurde, könnt Ihr Euch auf eine vernünftige Therapie konzentrieren, Schulbelange sind zweitrangig.
Ich wünsche Dir viel Glück!
Lotta
edit: Rechtschreibfehler gefunden und korrigiert

Nur wer einen Schatten hat, steht auf der Sonnenseite des Lebens!

15

Dienstag, 11. Oktober 2011, 20:31

Wichtig wäre Diagnostik von Kinder und Jugendpsychiatrie,dann weisst genau was los ist und was man machen kann.

Auch Sportaktivitäten über Vereinszugehörigkeiten zum Auspowern wären nicht schlecht.

Erziehungsberatung könnte dir auch viel helfen,solche Kinder brauchen starke regeln.

Nur strafen bringen nichts
,in gegenteil wird noch schlimmer.


Aber erst Diagnostik.

Northern Soul

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Dienstag, 11. Oktober 2011, 20:47

Klar reicht das ;-)
Eine Scheidung ist viel teurer als eine Hochzeit,
dafür hat man auch länger Freude dran.


Lucasmuddi

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17

Mittwoch, 12. Oktober 2011, 19:23

Ich kann es nur immer wieder sagen, danke für die Tipps von euch.

In der Erziehungsberatung bin ich seit ca. 3-4 Jahren nun schon.

Ich glaube du hast recht Lotta, ich sollte das mit der Schule alles nicht so wichtig nehmen und mich erst einmal auf meinen Sohn und seine Krankheit beschränken.
Selbst wenn er für "Schulunfähig" erklärt wird und die Schulleiterin es durch bekommt, das seine Schulpflicht ruht, dann gehen vielleicht die Diagnostiken und alles ein wenig schneller.

Ich habe jetzt noch einen Tipp von einer sehr guten Freundin bekommen. Sie arbeitet selbst an einer Förderschule und hatte letztens eine Weiterbildung von einer Kinesiologin. Diese ist auf ADHS Kinder spezialisiert.
Sie betreut auch ein Kind, was meine besagte Freundin kennt und ähnlich ist wie mein Sohn. Die Mutter von dem Jungen ist begeistert.
Ich habe dort erst einmal einen Termin ausgemacht.
Leider kostet eine Sitzung bei ihr 75 Euro. Das ist ziemlich viel Geld für mich, da ich sowie so schon in Augenoptikerin, Hörtest und Heilpraktikerin sehr viel Geld investiert habe.
Noch dazu habe ich mein Studium erst einmal auf Eis gelegt wegen dem ganzen Seelisch und Körperlichen streß und den Zeitproblemen die ich schon letztes Jahr hatte (3 Anrufe pro Woche...und Kind von der Schule am Vormittag dann abholen, ist normal. Wenn ich ihn nicht abholen würde, müsste die Polizei ihn abholen und ihn entweder zum Jugendamt bringen oder in eine Anstalt, wo ich ihn dann am Nachmittag abhole.)
Somit fält mein Bafög weg und ich bin vom Staat abhängig. Jeder Versuch eine Arbeit zu finden scheiterte.
Deswegen bin ich mir zur Zeit ziemlich unschlüssig wie und ob ich das machen soll.

Habt ihr schon einmal von einer Kinesiologin gehört und könnt mir da was raten?
http://www.regiochance.de/protraet_archiv.html

Selbstverständlich würde ich alles machen, damit es meinem Kind endlich besser geht und er nicht mehr das Gefühl bekommt auf dieser Welt fehl am Platz zu sein.

18

Sonntag, 16. Oktober 2011, 19:02

Hallo,
Leider hast Du nicht geschrieben,ob Dein Sohn auf ad(h)s getestet bzw. diagnostiziert wurde.Ergo Therapie hilft meist nicht,Verhaltenstherapie wäre gut,weiß aber aus Erfahrung,das die Wartelisten sehr lang sind.
Habe mit meinem Sohn das gleiche durch.Musste sehr konsequent sein,aus einem "Nein" kein Ja machen.Keine endlose Debatten,ich habe das "Sagen"!Ist schwer,Einschulung,ging der Horrortrip richtig los.Vorschulkindergarten,weil die Lehrer überfordert waren.Einweisung in die Kinder-und Jugendpsychiatrie(hat auch nicht den Erfolg gehabt).Dann bekamen wir die Diagnose AD8H)S mit auditiver Wahrnehmungsstörung.
Er bekam das Medikinit.Ab dem Tag lief es in der Schule.Ich gaben ihm die Richtung vor.Es gab kein Ausweichen für ihn.
Wenn ich ein Befehl gab,musste er mir in die Augen sehen,damit ich auch merkte das er mir zu hörte.
Leider verlief dann seine Entwicklung wieder rückwärts,das letzte Halbjahr bekamen die Schüler eine neue Lehrerin,da ging der ganze Budenzauber wieder los.
Gruß buffi

Lucasmuddi

unregistriert

19

Samstag, 22. Oktober 2011, 19:03

Hallo Buffi,

das klingt wirklich unserer Situation sehr ähnlich. Mein Sohn hat nun auch seit diesem Schuljahr eine neue Lehrerin...und es ist sehr sehr viel schlimmer geworden. Obwohl man leider nicht genau sagen kann ob und wenn wie viel da an der lehrerin liegt.
Vorher hatte er einen Lehrer...und der hat über vieles auch hinweggesehen, da noch andere Kinder in seiner Klasse sind, die ähnlich sind wie mein Sohn.
Aber seit der Lehrerin bekomm ich nur noch beschwerden...sprüche wie: "Ich mache das nicht mehr lange mit.", "Irgendwann kann ich auch nicht mehr und bin am Ende meiner Kräfte" und "ich muss mich und die anderen Kinder schützen" sind an der Tagesordnung.
Ich bin auf den Wartelisten zu allerhand sachen...doch es dauert eben...und das ist der schule zu lange. Bei denen muss alles sofort sein.

Wie geht es bei euch jetzt weiter Buffi? Welche Therapien habt ihr schon hinter euch und welche hat wirklich geholfen?

Wir haben auch schon Sportvereine durchprobiert. Fussball mag er gar nicht ( er ist nicht der schnellste, und sehr schnell frustriert, wenn er den ball nicht bekommt).
HipHoptanzen (wollte er unbedingt) ging eine zeit lang gut...im einzelunterricht..aber er wollte lieber mit seinem tanzlehrer spielen.
Zur Zeit ist er im Karate (ein angebot der schule) und es scheint gut zulaufen...zumindest habe ich noch nie etwas negatives von den karatelehrern gehört.

20

Sonntag, 23. Oktober 2011, 00:15

Solche sprüche wie:
"Ich mache das nicht mehr lange mit.", "Irgendwann kann ich auch nicht mehr und bin am Ende meiner Kräfte" ,
das ist das schlimmste.
Es heisst das die Lehrerin machtlos ist,und weißt nicht was sie machen soll.
So was darf nicht passieren ,es wird langsam druck ausgeübt Medykametös das Kind zu behandeln.Nach der Motto"Das Kind kriegt die Pille,und ich hab die Ruhe".
Hast schon Diagnostik? Wichtig wäre dass (Nur Kinder -und Jugendpsychiater kann das feststellen), dein Kind unter §35a ein anrecht auf Eingliederungshilfe hat.Dann kannst hilfe von JA bekommen.
Wenn um Sport geht,schau wo er Interesse hat,und sehr wichtig "lobben"-.

Malindi

unregistriert

21

Sonntag, 23. Oktober 2011, 08:44

Die Mischung hochbegabt, extrovertiert, sensibel findet sich oft bei hypersensiblen Kindern. Aggressivitaet dann, wenn es ihnen permanent zu viel wird. Es gibt gute Buecher zu dem Thema aus den USA. Die anderen haben ja schon viele Tips gegeben. Ich frage mich aber ein bisschen, was da alles veranstaltet wird und ob das so richtig ist. Wenn das Kind zuhaus nicht verhaltensauffaellig ist, aber in der Schule so extrem, dann ist das meiner Meinung nach die falsche Schulform fuer ihn. Mein Kind war auch in 3 Kindergaerten. Ein Unterschied wie Tag und Nacht. Im einen Kindergarten so aggressiv, dass sie nur noch rumgebruellt hat stunden um stunden "grundlos" (uebrigens ein Kindergarten, wo sie zum Schlafen gezwungen wurde und es aber sonst laut und unruhig zu ging!). Im anderen das ausgeglichenste intelligenteste und beliebteste Kind von allen (Montessori!) - kleine Gruppengroesse, ruhiges Arbeiten, statt zum Schlafen zu zwingen ruhige Beschaeftigung mit den Kindern etc. und vor allem individuelle Foerderung!

mania232

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22

Sonntag, 23. Oktober 2011, 08:58

Bei meiner Tochter war das ähnlich. Wir waren auch schon vor Schulbgeginn in Therapeutischer Behandlung. Ergotherapie hatte sie auch schon. Irgendwie hat alles nicht geholfen.
In der Schule wurde es dann immer schlimmer, fast genauso wie bei Euch. Nachdem dann irgendwann die Schule mal mit unserer Psychologin gesprochen hatte und die Lehrerin auch gesagt hat, das Kind ist so in einer "Normalen Schule" nicht tragbar, hat meine Psychologin innerhalb zwei Wochen einen Platz für sie in der Tagesklinik (Psychathrie) besorgt. Sie war da dann 3 Monate täglich von 7 bis 17 Uhr in der Tagesklinik. Morgens dort Unterricht und nachmittags Untersuchungen und Therapie. Sie ist auch ziemlich intellegent noch nicht hochbegabt, hat hochgradig ADHS und noch eine Teilleistungsstörung ( den Namen weiß ich jetzt grad nicht mehr).
Sie bekommt jetzt auch Mediknet. Wir gehen weiter in Therapie und zwei bis dreimal in der Woche ist sie in einer Sozialpädagogischen Gruppe. Sie geht wieder in ihre alte Klasse und ist dort jetzt sehr unauffällig. Habe mich jahrelang gegen das Medikament gewehrt, aber ehrlich gesagt war es mir dann doch noch lieber als ne Erziehungshilfeschule (Sonderschule).

23

Sonntag, 23. Oktober 2011, 10:16




...hat man ihm Ritalin verschrieben.

Das nimmt er nun seit 4 Wochen. Die Lehrer sagen, dass es seit dem besser läuft,
aber immer noch nicht „normal“ gut.

Jedoch meinte die Kinderpsychologin letztens, dass es ein Anzeichen für ADHS ist, das
das Ritalin nun überhaupt anschlägt.


Da muss man nur Kopf schütteln,ohne Diagnostik,ohne Therapie ,ohne gründe für sein Verhalten kennenzulernen,wird dem Kind MPH verschrieben.Wende dich zu Kinder -und Jugendpsychiater.Vor 2 Jahren hatte ich die selbe probleme(wurde sogar Polizei zur Schule gerufen),
Dank Hilfsmaßnahmen heute ist ganz normale Schüler(das ohne MPH).Man hat bei ihm(außer ADHS) sehr hohe Werte an Ängsten festgestellt,das hat damals zur Agressionen geführt.

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24

Sonntag, 23. Oktober 2011, 18:00

Laß Dich mal ganz doll :troest . Ich kann mir vorstellen wie Du Dich fühlst. Bei meinem Sohn war es zwar nicht so schlimm wie bei Euch, aber ich fühlte mich als schlechte Mutter und Versagerin bis ich die Diagnose hatte. Bei uns fing es ja erst in der Schule an mit dem problematischen Verhalten. Jede Woche mehrere Mitteilungen im Postheft und ständig Gespräche mit der Lehrerin. Hintenrum erfuhr ich auch das sich sich viele Eltern bei der Klassenlehrerin beschwert haben, aber keiner von den Eltern ist jemals auf mich zugekommen und hat nachgefragt oder Hilfe angeboten. Noch in der 1.Klasse kam dann die Diagnose ADHS mit der Teilleistungsstörung Dyskalkulie und seit der 3. Klasse nimmt mein Sohn Medikinet und macht eine Lerntherapie. Seitdem läuft es ganz gut, aber mit den Eltern der anderen Kinder möchte ich nur den nötigsten Umgang haben. Vor der Medikamentengabe hatt mein Sohn auch ein Jahr lang Ergotherpie aber ich konnte da keine Erfolge sehen.

Ich hatte auch vor 2 Jahren eine Mutter-Kind-Kur welche mir und meinem Sohn sehr geholfen hat. Mein Sohn nahm in der Kur am Marburger Programm teil.

Wirkliche Tips kann ich Dir nicht geben. Ich für meinen Teil finde das es nur gut laufen kann wenn man die geeignetesten und kompetentesten Fachleute hat. Dazu gehören verständnisvolle Lehrer und gute Kinderpsychiater.
Der größte Reichtum ist die Armut an Bedürfnissen.

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Lovrel

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25

Mittwoch, 26. Oktober 2011, 11:14

Ich habe jetzt nicht alles gelesen aber Asperger Syndrom war auch mein erster Gedanke.


Jedes Verhalten, dass ein Mensch zeigt, ist für ihn in seinem Kontext sinnvoll.

lilly2010

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26

Mittwoch, 26. Oktober 2011, 11:53

Hallo,

erstmal muss ich mich hier einem User anschliessen, einem Kind Ritalin zu geben, wo keine Diagnose statt gefunden hat, ist ja schon fahrlässig und mich wundert das man da so, ohne Diagnose dran kommt, wird das nicht strengstens bewacht ?

Mein 2. Sohn bekommt auch Ritalin, aber das Rezept darf NUR die Ärztin ausstellen und er muss alle 3 Monate zu Blut und EEG Kontrolle.

Ein therapeut kann keine und DARF keine Diagnose stellen, er darf höchstens sagen, er hat ein verdacht, aber mehr auch nicht ! Wenn ein Therapeut sagt, ihr Kind hat dies oder das, wäre er als Therapeut bei mir schon untendurch und sehr fragwürdig !

Nun zu deinem Sohn,

für mich klingt das absolut nicht nach ADHS , sondern auch eher nach Asperger, Asperger ist eine Form von Autismus.
Mein großer Sohn ist Asperger und alles was du so schreibst, von Wutausbrüchen, zerstören usw. kenne ich auch von meinem Sohn, auch das zuhause sich wohler fühlen.
Das machen die Kinder nicht, weil sie einfach böse oder unerzogen sind, das machen die, weil sie gerade in Schulen und Co. einer enormen Reizüberflutung ausgesetzt sind und sich nicht anders zu helfen wissen, jede Diskussion oder Strafe verschlimmert das ganze dann, ein Asperger oder generell Autisten sollten dann in einen reizarmen raum gebracht werden, damit sie sich wieder sammeln können.
Du hast auch geschrieben, er zeigt seine Traurigkeit usw nicht, ein Asperger kann das nicht, auch erkennt er nicht sofort, was die Mimik des anderen nun zu bedeuten hat, deswegen wird Asperger nachgesagt, sie seien nicht emotional und sozial.
Das ist jedoch falsch, auch ein Asperger kann auf gefühle eingehen, wenn man ihm diese mitteilt (mündlich) und Mimiken erlernt, ein Asperger muss Mimiken regelrecht auswendig lernen um erkennen zu können, wann jemand traurig ist, sich ekelt usw.

Zum Blickkontakt, du schreibst, du verlangst von ihm das er dir in die Augen schaut, wenn du ihm was sagst, damit er das versteht, wenn er Asperger ist, ist das wahre Folter für ihn, für einen asperger kann der Blick in die Augen schmerzlich sein, weil die nicht das sehen, was wir sehen, einige sehen einfach nur 2 tote Punkte, andere sehen 2 grelle Lichter, was schmerzend ist usw.
Deswegen vermeiden viele Autisten den blickkontakt und schauen an einem vorbei, oder auf die Stirn, zum Eigenschutz.

Ist nicht bei allen Asperger so, aber vielen!

ich würde dir ganz dringend raten, zu einem Kinder und Jugendpsychologen zu gehen und eine Diagnose erstellen zu lassen, wenn du die Diagnose hast, würde ich dir raten dich um einen Schulbegleiter zu kümmern, stehen Autisten zu und dafür kämpfen das er an der schule bleibt, mit einem Schulbegleiter ist das möglich, den der ist dafür da, Eskaltionen gar nicht erst aufkommen zu lassen, deinen Sohn schon vor dem Ausrasten in einen Ruheraum zu begleiten usw.

Ich drück mal die daumen, das ihr bald richtige Hilfe bekommt.

-Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein!

-Ich verstehe gar nicht, warum alle auf die Beamten schimpfen. Die tun doch gar nichts.
:pfeif

-Jeder macht was er will, keiner macht was er soll, aber alle machen mit!

-Da wir von allem nichts verstehen, reden wir überall mit.


Ich werde ein paar Veränderungen in meinem Leben machen...wenn du nichts mehr von mir hörst, warst Du eine davon! :D

Lucasmuddi

unregistriert

27

Samstag, 29. Oktober 2011, 23:43

Hallo lilly,

erst mal danke für das ganze durchlesen und die vielen Gedanken die du dir gemacht hast.

Die Kinderpsychologin hat auch ne Verdachtsdiagnose gestellt und mich weiter zum Kinderpsychater geschickt (Termin erst in 2 Monaten). Doch solange wollte die Kinderärztin nciht warten. Die Kinderärtin hat also Ritalin verschrieben...nciht die Therapeutin. Die Therapeutin hat am ende eben nur gesagt, dass es ein Anzeichen von ADHS ist wenn er so gut auf das Ritalin anspringt...meine Frage nur...welcher Mensch würde nicht unter Beruhigungsmitteln ruhiger werden? Also fü mich alles quatsch.
Aber die richtige Diagnose erhoffe ich mir bei dem baldigen Aufenthalt in der Kinderpsychatrie.
da die Schule ihn aber sonst rausschmeißt...und er auf ne Sonderschule kommt, geb ich ihm das zeug...der Termin für die Klinik ist aber in 2 Wochen.

Nun mal zu dem Aspergersyndrom.
Meine Familie (beide Sozialarbeiter und Heilpädagogen) kennen sich sehr gut aus mit allen möglichen Krankheiten.
Mein Vater ist Förderschullehrer und hat selbst einige Autisten in seiner Klasse. Meine Mutter hat eine Arbeit über das Aspergersyndrom geschrieben und sich auch darauf spezialisiert.
Also habe ich mich mit meinen ganzen Fragen und Sorgen und den Gedanken von euch auch an die beiden gewand. So wie schon vorher immer.
Beide sagen, dass mein Sohn kein ADHS haben kann...weil er so ein ganz normales Kind ist.
Aber noch weniger als ADHS, hat er das Aspergersyndrom, sagen beide (ich hab davon ja kaum ahnung).
Sie haben mir von den Anzeichen erzählt, die diese Krankheit mit sich bringt und es auch verstanden, warum ihr so denkt.
Aber beide sagen, das er auf keinem Fall das Asperger hat.
Er schließt schnell Kontakte, spielt total gern mit seinen Freunden und freut sich auch immer mit ihnen zu spielen.
Nur das er eben dann sehr dominant ist und das Spiel genau nach seinen Regeln gehen muss...klar das es da Streit gibt bei kindern. Er dreht dann durch wenn es nicht nach seinen
Regeln geht und wird Sauer. Aber das ist eben nicht immer so! Mit seinem besten Freund kommt er meistens gut klar...die beiden spielen sehr lang und gern zusammen.
Er hat keinerlei Angst vor neuen...manchmal umarmt er Menschen, die er kaum kennt zur Begrüßung.

Mein Sohn reagiert auch auf die kleinsten Blicke die ich ihm zuwerfe. Er ist sehr sensibel bei sowas und erkennt sofort an meinem Blick, ob er was darf oder nciht oder ob es mir gefällt, was er da grad tut oder eben nicht. Er kann das sehr gut einschätzen.
Nur eben das er auch oft seine Grenzen austestet...wie reagiert Mama wenn ich nun trotzdem weiter mache? Sagt sie was?
Wenn ich in sein Zimmer gehe und ihm beiläufig sage (während er spielt z.b.) das es gleich essen gibt, vergisst er das oder tut so als hätte er es nicht gehört oder hört es wirklich nicht.
Deswegen muss ich mich zu ihm runter begeben, ihm in die Augen schauen, und ganz genau sicher sein, dass er mich gehört hat.
Deswegen wohl auch die Entscheidung der Therapeutin u.a. mit dem ADHS...
Ich muss auch alles ankündigen. Wenn ich einfach kommen würde, und sagen würde...mach den Film aus...oder: Komm sofort...es gibt essen, dann würde er meckern und schimpfen...und betteln das er aber noch schnell fertig spielen will. Beim TV war es immer sehr anstrengend...er hat dann ein großes Theater gemacht, geschrien usw.
Seit dem ich aber alles ankündige (5 min vorher), geht es sehr gut. Sogar ohne zweite aufforderung. Z.b. Nach dem Film is aber schluss. Dann macht er auch selbst aus danach.

Aber eben wie es sonst bei ADHS ist (zumindest wurde mir das so gesagt) brauchen diese Menschen sehr viele Regeln und alles muss gleich ablaufen.
Das ist manchmal der Fall, z.b. in der Schule beim Essen. Er sitzt immer auf dem selben Platz. Letztens war ein Kind krank und er sollte einen Platz weiter rutschen...das ging gar nicht. Er hat totales Theater gemacht.
Aber zu Hause geht das super. Wenn mal was anders ist...wir eben mal vorm TV essen, weil Feiertag is oder sowas, dann is das ok für ihn. Oder wenn er mal zuhause auf nem anderen Platz sitzt, weil Besuch da ist und es nicht anders geht...das is auch kein Problem.

Es gibt eben viele sachen die für irgendwas sprechen...aber eben auch immer wieder etwas, was dagegen spricht.
Deswegen (so meine meinung) haben wir auch immer noch keinen Arzt gefunden der sagen kann was es denn nun genau ist (Mit ausnahme der therapeutin).

Ich bin mal gespannt, was nun die Leute in der Klinik sagen werden...

Desideria

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28

Sonntag, 30. Oktober 2011, 00:41

fühl dich mal gedrückt :knuddel wenn du es magst

is ja ne menge was bei euch los ist

selbst an erfahrungen bezgl schule kann ich noch nicht mit auf den weg geben, da meiner noch nicht in dem alter ist.

er ist noch in der kita und da ein integrationskind. leider gab es hier auch strafen wie bei dir mit ewigem straf sitzen wegen NICHTschlafens.... find das totalen schwachsinn da mein kleine ne innere unruhe hat und er es einfach net kan (bzw es ihm sau schwer fällt runterzufahren und dann mal so ruhig liegen zu bleiben)

bei meinem kleinen (4,5) geht die testung bald los über ein SPZ bei uns,
bin selber mal gespannt was da bei uns rauskommt


----------
um noch mal kurz zu asperger zurückzukommen. ich habe mich vor kurzer zeit selber mit dem thema beschäftigt, da auch bei meinem kleinen es n stück weit im raum steht.

ich finde schon das ansätze in deinen erzählungen vorhanden sind und das ich dem nachgehen würde. weil zu schnell wird heutzutage der adhs stempel aufgedrückt und andere diagnosen nicht betrachtet.

ich wünsche euch alles erdenklich positive und gute und das ihr für EUCH den Weg findet. Den Weg der für euch der beste ist, und nicht für die anderen der bequemste.
ich denke das anecken werdet ihr schon kennen und manchen kann man nichts recht machen

heutzutge müssen kinder eh mehr funktionieren als das sie wirklich noch kind sein dürfen, aber das ist hier nicht das thema.

alles gute :strahlen

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lilly2010

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29

Sonntag, 30. Oktober 2011, 00:55

Hallo,

also für mich klingt das immer noch eher autistisch, als nach ADS. Er kann ja auch von beidem betroffen sein, ADS kommt überall vor, auch bei Autisten, aber ich bin kein Arzt !

Du schreibst, er muss auf seinem Platz sitzen, anders geht`s gar nicht, ist bei meinem Sohn auch !
Du schreibst, du musst alles 5 Minuten vorher ankündigen, muss ich bei meinem Sohn auch, ansonsten geht da gar nix.
Du schreibst, er hat früh die Sprache erlernt und benutzt teilweise Worte, die andere zum staunen bringen, bei uns war es so, das mein Sohn nicht andere zum staunen brachte, sondern uns auch :D er benutzt teilweise eine vornehme Sprache und von mir hat er die nicht gelernt, ich bin Kölnerin :lach
Mein Sohn reagiert auch auf meine Stimmung, er kennt mich.
Mein Sohn spielt auch mit seinen Geschwistern und hat selbst 3 Freunde.

Asperger Autisten wird nachgesagt, sie seien lieber für sich, ist aber nicht so, oft finden sie einfach nicht den Zugang zu uns.
Autisten sind Egoisten, sie sehen/ fühlen nur ihr Bedürftigkeit, können sich nur sehr schwer in andere hineinversetzten, deswegen bestimmt der Autist das Spiel.

Ich kann nur aus meiner Erfahrung sprechen, aber als ich deine Beiträge hier las, dachte ich eher an meinen Asperger Autist, anstatt an ADS.

Mein 1. Sohn ist Asperger
Mein 2. Sohn ist ADHS`ler
Mein 3. Sohn ist ADS`ler ohne H ;)

Und meine beiden ADS`ler sind schon sehr unterschiedlich, der kleine ist der Träumer und Kreative, der baut aus allem was er findet Schösser , Schiffe, Roboter usw. kann sich dabei super konzentrieren, in der schule träumt er sich oft weg, er darf nicht in der Nähe eines Fensters sitzen, sonst kann es passieren, das er raus schaut und den ganzen unterricht vor sich hin träumt.

Mein 2. Sohn ist der Chaos Typ, überall total beliebt, sehr viele Freunde, setzt sich für schwächere ein, hat einen starken Gerechtigkeitssinn, ist sehr sportlich, im Kiga schon den Spitznamen Wirbelwind bekommen, aber wenn er mal krank war, wurde er sofort vermisst, von allen selbst von den Erziehern.
Letze Ereignis, war in der Schule, da hat er es geschafft seine ganze Klasse ohne Ausnahme zum Tanzen zu animieren und er war der Trainer und die ganze Klasse hat es uns Eltern dann vorgeführt, die Worte der Lehrerin werd ich nie vergessen, DAS HAT NOCH NIE JEMAND GESCHAFFT :D Er selbst tanzt im Verein. Chaos Typ deswegen, weil er sich nichts merken nicht, er kann gerade seine Tasche an Ort A abgelegt haben, 2 Sek später hat er es vergessen, wo sie ist, so ist das mit allen Sachen, wir sind bei ihm immer und jeden Tag am suchen :rolleyes2: Wenn man ihm 3 Dinge sagt, die er sich merken soll, hat er auf halber strecke die Hälfte wieder vergessen, wobei es ist besser geworden. Er muss Aufgaben in kleinen Abschnitten machen, dann schafft er auch alles, hat er jedoch ein ganzes Aufgabenblatt vor sich liegen, erschlägt es ihn förmlich und es kommt: Ich kann das nicht ! usw.

Nun mein 1. Sohn absolut nicht vergleichbar mit meinen anderen beiden Söhnen.
Bei ihm habe ich einen langen Weg hinter mir, den Jahrelang galt er einfach nur als gestört, keiner konnte mir sagen was mit ihm los ist, erst als er dann 9 Jahre alt wurde, kam ich mal an eine Ärztin die uns wirklich half und die richtige Diagnose stellte.

Im Kindergarten fingen die richtigen Probleme an, schwierig war er auch vorher schon, aber im kiga wollten sie ihn auch kicken, ich hab mich aber bis zum Schluss gewährt und er blieb auch bis zum 6. Lebensjahr. :D

Er war zu anstrengend, wollte an Kreisspielen nicht mit machen, dann schrie er, Lösung war nachher ihn bei Kreisspielen, ins Büro zu setzen. Singen konnte er auch gar nicht ertragen, das ist auch bis heute geblieben, Musik hört er gerne, aber es darf keiner von uns mit singen, dann hält er sich die Ohren zu und schreit aufhören, er erträgt das nicht.
ich kann mich aber nicht mehr an alles aus der kiga Zeit erinnern, nur das diese eine schlimem zeit war, da ich ihn das erste Jahr immer schon nach einer halben Stunde abholen musste und das 2. jahr durfte er dann auch mal eine Stunde bleiben :rolleyes2:

Aber zuhause, es muss alles nach ritual laufen, das gibt ihm Sicherheit und es gibt keine Ausraster.
Er MUSS immer auf seinem Platz sitzen!
In seinem Ranzen muss alles in Reih und Glied stehen, war einer dran, merkt er das sofort !
In seinem Zimmer muss seine Ordnung bleiben, stelle ich oder einer seiner Geschwister was um, merkt er das sofort.
Baden geht er nach Plan, er hasst baden.
Haare schneiden, ist auch eine Qual für ihn.
Auch er schubste Leute weg, die ihm im Weg standen, macht er heute GSD nicht mehr :-)

Genug von den nicht so schönen Dingen, es gibt noch weitere, aber das wird zu lang:

zu seinen schönen Eigenschaften:

Er lässt Berührungen zu, kommt nur drauf an von wem, seine Geschwister, ich und Tante usw, dürfen das, auch geht er von selbst zu fremden hin und umarmt diese, aber nicht alle, das sind nur ein paar Personen, zb die Autistenfrau, die hat er gleich beim ersten Besuch umarmt, da ist selbst mir die Kinnlade runter gefallen. :schiel

Er hat Freunde, auf seiner Schule 2 davon sind auch Autisten, der eine nicht.
Mit 6 Jahren ist er weinend in die Knie gesunken, hat geweint und geweint, weil er sich so sehr einen Freund wünschte, nur kein Kind wollte mit ihm spielen, weil er eben anders ist, da hat er mir so Leid getan und das hab ich bis heute nicht vergessen, sehe ihn immer noch mit seinen 6 Jahren zusammen gekauert im Flur sitzen, mir hat es damals das Herz zerrissen. :kopf
Auch Autisten wünschen sich Freunde, nur Autisten haben oftmals auch andere Interessen, gerade im Kindesalter, mein Sohn wollte mit 6 Jahren lieber über Züge und die Entstehung von Insekten reden, als im Sandkasten sitzen und Burgen bauen.
Er ist sehr tierlieb, er kümmert sich so um Tiere da könnte sich manch einer eine Scheibe von abschneiden, vor allem in dem Alter.
Und auch er setzt sich für schwächere ein, er liebt auch Babys abgöttisch und wenn er dann auch mal füttern darf, ist er aus dem Häuschen :-)

Es gibt da noch sovieles, aber jetzt alles zu schreiben würde den Rahmen hier sprengen.

Aber wie gesagt, ich bin kein Arzt, kann nur aus meiner Erfahrung sprechen.

Ich drück dir weiter die Daumen, das ihr bald die richtige Hilfe bekommt, nein nicht bald, in Kürze ! Würdest du in meiner Nähe wohnen hätte ich dir eine tolle Ärztin empfehlen können.

-Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein!

-Ich verstehe gar nicht, warum alle auf die Beamten schimpfen. Die tun doch gar nichts.
:pfeif

-Jeder macht was er will, keiner macht was er soll, aber alle machen mit!

-Da wir von allem nichts verstehen, reden wir überall mit.


Ich werde ein paar Veränderungen in meinem Leben machen...wenn du nichts mehr von mir hörst, warst Du eine davon! :D

30

Sonntag, 30. Oktober 2011, 08:01

Die Kinderpsychologin hat auch ne Verdachtsdiagnose gestellt und mich weiter zum Kinderpsychater geschickt (Termin erst in 2 Monaten). Doch solange wollte die Kinderärztin nciht warten. Die Kinderärtin hat also Ritalin verschrieben...nciht die Therapeutin. Die Therapeutin hat am ende eben nur gesagt, dass es ein Anzeichen von ADHS ist wenn er so gut auf das Ritalin anspringt...meine Frage nur...welcher Mensch würde nicht unter Beruhigungsmitteln ruhiger werden? Also fü mich alles quatsch.


Hallo Lucasmuddi,

das ist ein Irrtum.
Ritalin ist das Gegenteil eines Beruhigungsmittels, es ist ein Stimulantium.

Beste Grüße
FrauRausteiger
.
Willst Du immer weiter schweifen?
Sieh, das Gute liegt so nah.
Lerne nur das Glück ergreifen,
Denn das Glück ist immer da.

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