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481

Donnerstag, 19. Januar 2017, 09:35

Sandra, in Hessen ist nur das letzte Kiga-Jahr vor der Einschulung bis Mittag frei - da hab ich 70 Euro weniger gezahlt.
Jetzt sind es 300 Euro für die Hort-Betreuung incl. Essen und 5 % Erhöhung in diesem Jahr und jede Ferienwoche 65 Euro extra.
Das sind in den letzten Jahren gute 50.000 Kinderbetreuungskosten - yes :radab :radab :radab
und das bei 0 KU und 5 Jahren UVG - ole


Ach herrje, von deinen monatlichen Kitakosten könnte ich 2 Kinder ganztägig inklusive Essen unterbringen. :wow
Aber wer weiß, wie lange es noch so günstig bleibt (ca. 170€ für alles im Monat), wenn es so weiter geht müssen wir unter den Rettungsschirm.

Hortbetreuung ist in unserer Grundschule ein Fremdwort, lediglich Verwahrstation, da müssen die Kids abends zuhause die Hausaufgaben erledigen. :D

482

Donnerstag, 19. Januar 2017, 09:44

Der Preis der Betreuung hat nichts mit der Qualität zu tun - das top-Erlebnis waren letztes Jahr ich glaube 4 oder 6 Wochen Kita-Streik in denen wir Eltern ganz auf uns alleine gestellt waren und es nichtmal einen Notfallplatz in der Stadt gab und auch keinerlei Informationen.
Das ist ne Sauerei - gerade wenn man sein Kind mit dem eigenen Job über Wasser halten muss - wenn der UET ausfällt.
Die Verantwortung es "alleine" finanziell wuppen zu müssen - lastet oft schwer und ich stell mir jetzt zum 10järhigen selbst eine Ehren-Urkunde aus - wenn ich die ersten 10 Jahre geschafft habe - dann schaffe ich auch die nächsten 10 Jahre.

Lustigerweise meint mein Umfeld immer das man als AE für alles quasi nix bezahlt und auch sagenhafte Zuschüsse bekommt. Das ist leider nicht so und auch ein Ungleichgewicht - denn wenn man es deutlich über den Mindestlohn schafft - bekommt man 0 Euro
Zuwendungen (außer KG) und kann die Kosten alle selbst tragen - da beißt sich die Katze sind den Schwanz - da hat man bei 25 Stunden-Job plus Zuschüsse ggfls. erstmal genausoviel - leidet aber vielleicht dauerhaft und schlechteren Jobchancen und einer
Minirente.

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483

Donnerstag, 19. Januar 2017, 09:47

Zitat

Ich denke, es ist keine Frage, dass eine neue Unterhaltsvorschuss-Regelung kommt. Und sie wird sicherlich bis 18 Jahre laufen.
Glaube ich erst wenn ich es sehe, meine Kristallkugel sagt mir das Frau Schleswig es in den Sand setzt und dann die Opferrolle einnimmt "Alles sind gegen mich und die armen armen Kinder. Nur weil sie mich nicht mögen und weil sie mich vor der Wahl schlecht da stehen lassen wollen" *jammerjammerjammer* um dann zu verkünden das sie noch schnell (vor September) kostenlose Kitaplätze für alle durch drücken will :sleep :sleep :sleep
Sandra, in Hessen ist nur das letzte Kiga-Jahr vor der Einschulung bis Mittag frei - da hab ich 70 Euro weniger gezahlt.
Jetzt sind es 300 Euro für die Hort-Betreuung incl. Essen und 5 % Erhöhung in diesem Jahr und jede Ferienwoche 65 Euro extra.
Das sind in den letzten Jahren gute 50.000 Kinderbetreuungskosten - yes :radab :radab :radab
und das bei 0 KU und 5 Jahren UVG - ole

Immerhin du hast eine Hort-Betreuung! Bei uns (auch Hessen) wird die zum Ende des Schuljahres komplett gestrichen Grund:
Satte 2(!) Kinder werden bisher betreut und die kommen jetzt auch noch in die weiterführende Schule und es gibt keine Neuanmeldungen ole!
Ganzstagsschule gibt es hier auch nicht.
Ich frag mich echt wie die leut das hier so machen......


Zitat

Aber wer weiß, wie lange es noch so günstig bleibt (ca. 170€ für alles
im Monat), wenn es so weiter geht müssen wir unter den Rettungsschirm.
170€ ist aber auch günstig finde ich.
Joseph Ratzinger "Große Dinge werden durch Wiederholung nicht langweilig. Nur das Belanglose braucht die Abwechslung und muss schnell durch anderes ersetzt werden. Das Große wird größer, indem wir es wiederholen, und wir selbst werden reicher dabei und werden still und werden frei."

484

Donnerstag, 19. Januar 2017, 10:49

Immer diese Theoretiker (Privatier), die vom wirklichen Leben keine Ahnung haben. "2 % werden nur von den AE's in Anspruch genommen" - "wer Unterhalt zahlt kann sich krankschreiben lassen" (gibt sogar noch Tipps, was ihm sein Hausarzt gesagt hat) - schlechter Witz oder?

Es geht nicht darum ob man KANN oder WILL - es geht darum, dass es dem Kind ZUSTEHT. Der Rest ist mir egal.

Ich kann nicht wild durch die Gegend "piepen" und dann keine Verantwortung übernehmen; scheiss auf Kontakt, aber wenigstens das finanzielle - und beides (!) wird bei mir verweigert - als Architekt mit ner hippen Kneipe anbei (mit der 3. Ehefrau wohlgemerkt) - und der verweigert sich und wird dabei noch unterstützt, durch einen Gerichtsvollzieher, der es nicht "schafft" in 5 (!) Monaten was zuzustellen - "geht doch nur um Unterhalt" - O-Ton Gerichtsvollzieher. Hallo?!? Und dann kommen solche Neunmalklugen hier ins Forum und haben sooooo viel Zeit um zu philosophieren. :laber

Mir ist das Mitleid ausgegangen. Nein falsch, ich hatte nie Mitleid mit dem KV. Es geht um meine Kinder. Um das, was ihnen zusteht.

Und was einen Hortplatz angeht: Wenn es 3 Häuser in der Stadt gibt, die einen Hort anbieten, die Warteliste immens voll ist, ist es mittlerweile egal ob man AE ist oder nicht - denn es stehen genug AE's auf dieser Warteliste - also mal schlau machen und die wirklichen AE's fragen und nicht irgendwas schreiben, wovon man keine Ahnung hat.



Sorry wenn ich - im Gegensatz zu Dir - keine Ahnung habe...

Und wenn es DIR egal ist ob er KANN oder WILL dann kann es IHM auch egal sein... Er hat die gleichen Rechte und Pflichten wie Du, er unterliegt den gleichen Gesetzen wie DU...

Wenn diese Gesetze es hergeben dass er ARM ist dann ist das eben so... Da kannst du 25tsd mal aufs Jugendamt rennen und dich beschweren, da kannst auch 200 Anwaltsbriefe schreiben lassen, es ändert nichts daran dass er Arm ist...

Du schreist ja auch nur laut hier von wegen er wäre ja Architekt und hätte eine Kneipe... Dann leg mal dar was er als Architekt verdienen sollte? Oder WEM die Kneipe gehört???
Oder meinst du dass alle Studierten die einen vernünftigen Abschluß haben per se hohe Einkommen haben? Was meinst du wieviele Anwälte, Architekten, Ärzte usw am Existenzminimum kratzen?

Sorry, wenn du - mit deinem Wissen - nicht in der Lage bist ihm ein höheres Einkommen nachzuweisen, wer soll es dann tun?

Hast du dich selbst darum gekümmert? Warst mal auf dem Grundbuchamt und hast dich erkundigt wem die Kneipe gehört? Nein, hast bestimmt nicht gemacht, oder?
Stattdessen lehnst dich zurück, schreist nach einer Soziallleistung...

Alles was du hier darlegst sind tatsächlich nur Unterstellungen, es mag vlt darauf beruhen dass dich sein Lebensstil wütend macht, das interessiert aber niemanden, es interessiert nur ob ER im Rahmen der Gesetze was leisten KANN oder NICHT...

Tatsächlich könntest du mit deiner - wie du selbst sagst - guten Anwältin versuchen was zu holen. Entweder ihr schafft es, weil tatsächlich was da ist, oder ihr schafft es nicht weil tatsächlich nichts zu holen ist...

Und zu deinem HORTPLATZ:

Auch wir haben hier im Ort - so wie bei @Agrippa auch - derzeit gerade mal 2 (!!!!) Hortkinder bei 25 Plätzen... denen stehen 101 Hartz IV AE gegenüber (laut Ortsstatistik 2015)

Meine LG hat gerade erfahren dass die Betreuung im nächsten Monat ev. in der GTS stattfindet weil der Hort nur für 2 Kinder unsinnig wäre...

Und da von deiner Seite wieder der Spruch kommen wird ich hätte keine Ahnung:

Ich war gestern bei dem Gespräch im Hort mit dabei und ich bin im Förderkreis der Grundschule, habe also direkten Einblick in die derzeitige Angebot/Nachfrage- Situation hier vor Ort.
(Das mag woanders eben nicht so sein, deswegen die Einschränkung auf "örtlich")


So... und weil DU soviel mehr Ahnung vom Leben hast:

Das Leben ist ein Kompromiss, es besteht aus vielen kleinen Komponenten (Glück, Liebe, Beruf, Freizeit, Freunde, Geld usw..) die jeder Mensch unterschiedlich gewichtet, wenn ER sein Glück in Beziehungen sucht, derzeit mit seiner neuen Familie glücklich ist und seine derzeitige Frau letztendlich für IHN sorgt dann musst du das akzeptieren...

Wenn DU diese Frau wärst dann könnte es durchaus sein dass DU genauso handeln würdest, oder?

lg Thomas

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Donnerstag, 19. Januar 2017, 11:04

@gtom Du bist der Held. Wahnsinn. :rainbow:
:thumbup: Always look on the bright side of life! 8)

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Donnerstag, 19. Januar 2017, 11:10

@gtom Du bist der Held. Wahnsinn. :rainbow:


War mir klar dass da nichts fundiertes kommt...

Es ist mir Egal ob du mich leiden kannst oder nicht, tatsächlich gehörst DU aber zu denjenigen die die Fahne der AE beim UV hochhalten aber letztendlich nur Parolen lieferst:

Der Architekt der sich um den Unterhalt drückt und seine Frau die ihm dabei hilft...

Anstatt bei dieser Problematik anzusetzen, kommt nichts, ausser Beleidigungen....

lg Thomas

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Summerjam (19.01.2017), laguso (19.01.2017)

487

Donnerstag, 19. Januar 2017, 11:35

Und die Familienministerin hat einen Fehler gemacht:

Anstatt die Problematik im Gesamtkontext zu sehen und Fakten auf den Tisch zu legen hat sie lediglich Parolen gebracht und wollte damit Punkten...

Das ging nach hinten los...

Eventuell wird der UV bis 18 doch kommen, inwiefern dann aber Gegengerechnet wird bzw. andere Gesetze ebenfalls geändert werden das wissen wir nicht da zuallererst einmal die verschiedenen Resorts das ganze Abstimmen müssen...
Eventuell kommt ja ne Einkommensgrenze mit hinzu oder die Leistungsfähigkeit des Unterhaltsschuldners wird mit im Gesetz verankert... Das wissen wir alle nicht...

Und welche Auswirkungen ein Gesetz tatsächlich hat steht in den Sternen... Solange sich aber Bürger anhand der populistischen Darstelllung "steuern" lassen ist ja alles gut... Wer hätte z.B. gedacht dass der Mindestlohn in der Realität das Lohnniveau senkt anstatt es anzuheben?

Und die Links- Orientierten Parteien feiern das bis heute noch... :hae:

So, ich bin raus...

der UV kann von mir aus kommen, lasst die Regelsätze wie sie sind und dann warten wir mal die nächste Inflationswelle ab. Die frisst dann alle Errungenschaften wieder auf, die tatsächlichen Bedürftigen, nämlich die Kinder werden dann wieder nicht mehr zur Verfügung haben als jetzt und das ganze Spiel geht wieder von vorne los...

Ich bleibe dabei, Grundsicherung für Kinder am tatsächlichen Bedarf, alles andere ist unnötig und bringt - langfristig gesehen - garnichts...

lg Thomas

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LeSoleil

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488

Donnerstag, 19. Januar 2017, 16:44


So, ich bin raus...


:thanks:

Ich glaube nämlich, in diesem Thread sollte es gar nicht so sehr darum gehen, ob das nun jedermann richtig findet und warum nicht - sondern ob und wann es kommt !

So wie den meisten BET's würde es mir wahnsinnig helfen, denn KV ist aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Lage, zu arbeiten. Über Vermögen verfügt er offensichtlich auch nicht, ja sowas soll's geben!

Heute finden ja wieder Gespräche statt, in denen ein KOMPROMISS ausgehandelt werden soll.
Wenn ich in meine Glaskugel schaue, wird der dann wohl so aussehen, dass das Gesetz kurz vor der Wahl verabschiedet wird, dann kann sich jeder seinen Teil anerkennen lassen - oder es wird weiter rausgeschoben, in 4 Jahren wird ja wieder gewählt :kotz

489

Donnerstag, 19. Januar 2017, 18:39

Wer hätte z.B. gedacht dass der Mindestlohn in der Realität das Lohnniveau senkt anstatt es anzuheben?


ich

Aber bot:

@gtom: Dein Wunsch nach einem Paradigmenwechsel wird ungehört verhallen, weil es die Gesellschaft als solches nicht kann. Darum gibt es nur Änderungen im klein Klein, die einer Lösung nicht entsprechen und immer nur ein Kompromiss sind.

Das Resultat bleibt doch letztlich dasselbe:
Kinder zu haben ist ein Armutsrisiko.

Gehe ich jetzt in kleinen Schritten vor oder ändere ich das System?


lg von overtherainbow :rainbow:

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490

Donnerstag, 19. Januar 2017, 21:11

Gibts denn irgendwelche News bzgl. dieser Gesprächsrunde? Hab nix gefunden.

Wer hätte z.B. gedacht dass der Mindestlohn in der Realität das Lohnniveau senkt anstatt es anzuheben?


ich

Ich weiß auch immer garnicht, woher gtom seine Infos hernimmt. Ich warte z.B. noch immer auf die Unterhaltszahler-Quote. Und nun sagt er es mir nicht mehr, weil er aus der Diskussion raus ist :|
Für mich ist das Lohnniveau mit Einführung von H4 in den Keller gegangen, denn seitdem musste sich jeder fürn Appel&Ei verscheuern. Ein massiver Eingriff in das "Angebot&Nachfrage"-Konzept.
Der Mindestlohn sollte diesen Schaden Jahre danach wieder pflastern.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »butterblum« (19. Januar 2017, 21:11)


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491

Freitag, 20. Januar 2017, 08:09

Gibts denn irgendwelche News bzgl. dieser Gesprächsrunde? Hab nix gefunden.




Ich weiß auch immer garnicht, woher gtom seine Infos hernimmt. Ich warte z.B. noch immer auf die Unterhaltszahler-Quote. Und nun sagt er es mir nicht mehr, weil er aus der Diskussion raus ist :|


Man kann nur hoffen, dass diesmal erst "vor die Presse getreten" wird, wenn wirklich ein Ergebnis da ist - also Finanzierung steht und wie es mit welchen Arbeitskräften gemacht wird.

Und gtom stützt sich wohl recht stark auf die Daten des Statistischen Bundesamtes/Statis.
Über manche Interpretationen kann man sicherlich streiten. Aber aus meiner Sicht wirklich nur über manche.
Welche Konsequenzen man daraus zieht für eine eventuelle Umgestaltung, ist dann natürlich eine sehr persönliche Sache.
Liebe Grüße


Bap


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Freitag, 20. Januar 2017, 08:11

Das katastrophale Lohngefüge heute haben wir Gerhard und seiner Agenda 2010 zu verdanken, das hat den
Weg für die aktuelle Situation auf dem Arbeitsmarkt geebnet.

Und der Mindestlohn ist und bleibt ein Blender, ein Arbeitgeber welcher nur 4,50 die Stunde zahlen will, wird 1. in der aktuellen Situation auch einen dummen finden der es für 4,50 macht, und 2. wird er auch ne Möglichkeit finden das unterm Strich nur 4,50 pro Stunde rauskommen und auf dem Papier dennoch der Mindestlohn eingehalten wird. Da sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt... Und zur Not wird halt einfach der Mindestlohn im Bezug auf Flüchtlinge ausgehebelt, alles natürlich nur für die Integration, das man somit wieder billige Arbeitskräfte schafft spielt natürlich absolut keine Rolle... Ironie... :hae:

Wir werden das System nicht ändern, wir können auch eigentlich wählen wen wir wollen ohne das sich effektiv etwas ändern wird.

Wir können uns aber über kleine Schritte in die richtige Richtung freuen, denn große Veränderungen wird es definitiv die nächsten Jahre so oder so nicht geben. Ich freue mich für jeden der nicht mehr der Gängelei und Santkioniererei den Jobcenters ausgesetzt ist, und da würde diese Änderung wenigstens einer kleinen Gruppe der AE´s helfen. Um was anderes geht es doch hier letztendlich nicht.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »ReKo« (20. Januar 2017, 08:15)


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Freitag, 20. Januar 2017, 08:17


Und der Mindestlohn ist und bleibt ein Blender, ein Arbeitgeber welcher nur 4,50 die Stunde zahlen will, wird
1. in der aktuellen Situation auch einen dummen finden der es für 4,50 macht.


Wenn sich zwei Betrüger zusammen tun - denn etwas anderes als Schwarzarbeit kann das ja nicht sein -, dann ist dagegen erst einmal kein Kraut gewachsen.
Liebe Grüße


Bap


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Freitag, 20. Januar 2017, 08:25

Naja, 8 Stunden arbeiten und 4 auf dem Stundenzettel haben... Oder zwar Mindestlohn zahlen aber hintenrum das Geld als Beteiligung am Arbeitsmaterial vom Arbeitnehmer zurück holen. Da gibt es schon Wege die nicht direkt schwarz bedeuten müssen.

Und es gibt halt Menschen die das in ihrer Verzweiflung mitmachen...

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495

Freitag, 20. Januar 2017, 08:29


Wenn sich zwei Betrüger zusammen tun - denn etwas anderes als Schwarzarbeit kann das ja nicht sein -,


Volley, da geb ich Dir bei einigen Fällen durchaus Recht. Ich weiß aber auch, daß es trauriger Weise genug Menschen gibt, die a) leider sehr ahnungslos sind was Bürokratie und Gesetze angeht, und die auch ich sag mal ohne es böse zu meinen "einfach gestrickt" sind und sich über den Tisch ziehen lassen. Und b) gibt es einfach viele Menschen die in solchen Notlagen sind, daß sie vieles mit sich machen lassen, nur um den Job nicht an jemand anderen "Dummen" zu verlieren. Genau DAS bekommen die nämlich zu hören. "Wenn Du es nicht machst, macht es jemand anderes." Und solche Arbeitgeber auffliegen lassen traut sich kaum jemand.

Kann ich nochmal die Frage meiner Bekannten aufgreifen? Sollen die Eltern wirklich erneut Unterhaltsvorschuss beantragen, auch wenn sie die 72 Monate schon ausgeschöpft hatten? :frag

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496

Freitag, 20. Januar 2017, 09:16



Kann ich nochmal die Frage meiner Bekannten aufgreifen? Sollen die Eltern wirklich erneut Unterhaltsvorschuss beantragen, auch wenn sie die 72 Monate schon ausgeschöpft hatten? :frag


Wenn ich jetzt beantrage und die Unterhaltsvorschussstelle bearbeitet den Vorgang, muss sie den Antrag eigentlich ablehnen. Denn es gibt noch keine gesetzliche Grundlage für eine Zahlung nach den 72 aufgebrauchten Monaten.
In der Sache kann es aber gut sein, dass die UV-Stelle die Sache ruhen lässt, bis das neue Gesetz Klarheit schafft. Das sollte man so auch in den Antrag schreiben. "Ich bitte um ein Ruhenlassen des Antrags bis zur Inkrafttretung des Änderungsgesetzes zum Unterhaltsvorschuss."
Was die dann damit machen, weiß man nicht. Es gibt derzeit keine allgemeinen Ausführungsbestimmungen. Das macht also jede Antragsstelle nach eigener Nase.
Liebe Grüße


Bap


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Freitag, 20. Januar 2017, 09:28

Ich habe letzte Woche beim Jugendamt angerufen und generell nachgefragt, da hieß es "So lang es keine Änderung gibt, werden Anträge nicht angenommen" - auf Nachfrage, was die SB denkt, ob das überhaupt kommt, sagte sie "Na ja, schauen wir mal". Also, jedes Jugendamt scheint es wohl anders zu handhaben.

Allerdings, was mich echt nervt: Ich bekomme ja nun Zuschüsse vom Jobcenter, jetzt war wieder Post im Briefkasten, ich soll Unterlagen der Kfz.-Versicherung zuschicken sowohl soll ich mir innerhalb von 6 Monaten eine neue Wohnung suchen, da meine zu teuer sei. Hab ich erstmal angerufen, SB sagte mir, ich muss nicht umziehen, aber sie müssen mich dazu auffordern.

Ich sage mal, ich bekomme echt einen "Furz" an Zuschüssen vom Jobcenter, den Großteil erziele ich mit meinem Einkommen und trotzdem wollen sie an den kleinsten sparen; wer denkt sich sowas aus?

Ich frag mich manchmal, ob die im Jobcenter Menschen, die arbeiten, überhaupt leiden können, anders kann ich mir nicht erklären, warum immer und immer wieder auf die arbeitende Bevölkerung "los gegangen" wird. Ich mach 3 Kreuze, wenn ich die nicht mehr brauche.
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498

Freitag, 20. Januar 2017, 10:02

Das ist genau was ich meinte Grace

499

Freitag, 20. Januar 2017, 18:37

Auf der FB Seite von Manuela Schwesig antwortet das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend auf die Frage, warum Beiträge zum UVG gelöscht werden, dass die Fragen mehrfach beantwortet wurden und nicht hier hingehören (kein Themenbezug), der Ausbau des Unterhaltsvorschuss kommt. Unklar wäre nur noch wann und wie es finanziert wird...... es steht also wohl wirklich fest.... er kommt :bet

Uns hilft das sehr :sonne

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Franziska (21.01.2017)

500

Freitag, 20. Januar 2017, 20:38

Na, ich werde auch mal formlos einen Antrag stellen....
Da kann keiner sagen, ich hätte es nicht gemacht.

@Grace
Ich will den JC-Mitarbeitern nicht die Stange halten, aber ich glaube die haben auch nichts zu lachen und bekommen eine Menge Druck. Die Fluktuation soll in diesem Bereich auch sehr hoch sein.
Ich hatte zwei, einmal zur "Vermittlung" (die hat mich fast in den Wahnsinn getrieben, weil vermutlich jeder Beruf der nach den 70er kam, für sie ein böhmisches Dorf war), die war im Großen und Ganzen nett. Und auch zur Leistungsberechnerin, keine Ahnung, hatte ich einen respektierlichen Kontakt. Ja, klar sie hat versucht mich übers Ohr zu hauen, z.B. in Bezug darauf ob ich jemanden aus meinen Privatkreis dazu animieren soll, mir einen E-Herd anzuschließen, oder ob ich dafür Elektriker beauftrage. Wenn ich niemanden kenne, der Starkstrom anschließen kann, hole ich mir natürlich einen Fachmann her. Ich hab ein Kind und wollte uns nicht beide brezeln.

Aber persönlich habe ich das nie genommen. Mich geärgert, ja, auf jeden Fall. Aber nicht persönlich nehmen.

Yogi

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501

Gestern, 19:14

Das es einen Niedriglohnsektor gibt, Zeitarbeit, Akademiker im Dauerpraktikum usw. weiß ich schon. Nichtsdestotrotz: Ich bin Studienabbrecher mit eher mittelmäßigen Abi (habs nicht so mit dem schulischen, leider), besitze eigentlich nicht mal eine richtige Ausbildung (jedenfalls keine klassisch 3-jährige) und bekomme es trotzdem (noch) hin, ein "mittleres" Einkommen zu erzielen. In den letzten Monaten, wenn nicht Jahren, alles andere als nervenschonend. Immer die Faust im Nacken, dass wenn ich nicht arbeite, Sohn garkeinen mehr hat, der finanziell für ihn sorgt. Und das ist eine recht große Faust. Ich schätze, die wird auch mit jedem Kind das man hat, größer, aber allein ihre Existenz reicht mir, ganz größenunabhängig.

Hier gibt es auch einige BET, die in der Pflege oder sonstigem (Schicht-)Dienstbetrieb, also mit von Haus aus komplizierter Kinderbetreuung alles wuppen müssen. Oder welche die nebenher noch sonstige Zusatzjobs machen und abends vor Müdigkeit kopfüber in die Waschmaschine fallen. Respekt. Und - kein Wunder das man Alleinerziehenden insgesamt eine kürzere Lebenerwartung prophezeit.
Respekt kann ich nicht haben, wenn UET, die oft keine Kinder "nebenher" betreuen müssen, sich auf den Hintern setzen und wehklagen, dass ihnen ja eh nichts bleibt. Und immer "können" die nix und immer kommt eine Statistik her die belegt, das sie tatsächlich arme Schweine sein könnten. Sie bekommen Schreiben vom Jugendamt, dass sie verpflichtet sind Einkommen zu erzielen um für entsprechenden Unterhalt zu sorgen... und passieren tut sowieso nichts.

Mein Fäßchen Mitleid ist einfach aufgebraucht.


Also ich zahle ja Unterhalt :frag: . Und auch Steuern. Was soll ich denn noch dazu schreiben, Du meintest ja, manchmal denkst Du, es wäre besser, wenn Du UET wärest. Beides hat Vor-und Nachteile.
Ich hätte mir das auch anders gewünscht, nur hat hier die KM eben sich das raus gesucht, was für sie am Besten war. Ich gehe konform, dass BET die keinen Unterhalt erhalten, eine staatliche Leistung als Ersatz benötigen. Über die Ausgestaltung kann man streiten.
... unn denn bin ick in mir jejangen, war aber ooch nüschd los! :drink ...

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F4tH3R F16URE (22.01.2017)

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