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Nele64

ich werd es schaffen!!!

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1

Mittwoch, 11. Januar 2017, 07:43

Milch/Milchprodukte: Pro oder Contra?

Guten Morgen,

ich habe gestern einen Bericht über die Milch auf arte geguckt. Das Thema Milch bzw. die Verträglichkeit hat mich schon des öfteren beschäftigt.

War sie früher als "das" gesunde Lebensmittel schlechthin bekannt...so kommt sie immer mehr in den Verruf.

Den Minerallstoffen, dem Calzium usw stehen Dinge wie Allergien, Unverträglichkeiten, Darmprobleme etc. entgegen.

Die Details habe ich nicht mehr im Kopf, aber durch die heutige Fütterung der Kühe soll sich auch die Zusammensetzung der Milch verschlechert haben. Desweiteren trinkt man ja nie die Milch einer einzelnen Kuh, sondern es ist ein Misch von hunderten oder mehr Tieren, lauter unterschiedliche "Immun-Zusammensetzungen"...

Wer sich das genau ansehen möchte, hier der link zur Mediathek: http://www.arte.tv/guide/de/062280-000-A…n-glaubenskrieg

Wie seht Ihr das? Der neueste Trend mal wieder etwas schlecht zu machen oder doch mal Zeit umzudenken?

Vielleicht hat sogar jemand von Euch schon gesundheitlich gute Erfahrungen gemacht, indem auf Milch/Milchprodukte verzichetet wird?

Bin gespannt...

2

Mittwoch, 11. Januar 2017, 08:03

Also ich habe keine Unverträglichkeit und mag Milch. Ich trinke sie zwar nicht pur aber im Kaffee und in Pudding.. :sabber äh ich meine zum Müsli!
Allerdings nehme ich nur noch Bio Milch, am liebsten Bio Weidemilch, aber die bekomme ich nicht immer/überall. Denn die Haltungsbedingungen beschäftigen mich mehr als eine mögliche Unverträglichkeit.

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sophia (11.01.2017)

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Die Ewigkeit bewahrt nur die Liebe, weil sie von gleicher Natur ist. ~Khalil Gibran~

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3

Mittwoch, 11. Januar 2017, 08:45

Auch ich verzichte überwiegend auf Milchprodukte wegen der Kühe und Kälbchen. Weil es ungefähr so ist, als würde man Müttern ihre Babys kurz nach der Geburt wegnehmen, ihre Muttermilch abpumpen, abfüllen und verkaufen. Und ihnen dann Hormone spritzen, damit sie nicht aufhören, Muttermilch zu produzieren... Kuh (oder Ziegen, oder Schafs-)milch - ist genau das - Muttermilch. Für Babykühe, -ziegen, Schafe... Ist also nicht sooo verwunderlich, wenn Menschen mit der Verträglichkeit Probleme haben, bzw. die für Menschen gar nicht mal sooo gesund ist, wie man uns immer Glauben machen wollte...
LG
CoCo

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Dann kannst Du ihn immer noch verurteilen
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Jona (11.01.2017), sophia (11.01.2017)

4

Mittwoch, 11. Januar 2017, 08:53

Ich verzichte dankend auf die eitrige Milch, die so wenig Calcium hat das es gar keinen unterschied macht.
Zusätzlich macht sie mich krank und ich möchte wie Coco keine Muttermilch eines anderen Tieres trinken.

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Jona (11.01.2017), CoCo (11.01.2017)

5

Mittwoch, 11. Januar 2017, 09:03

Mit Milch hab ich verschiedene Schwierigkeiten. Zum einen muss ich einfach CoCo und Malina zustimmen. In den meisten Betrieben werden die Kälbchen innerhalb von wenigen Stunden von ihren Müttern getrennt. Aus ökonomischen Gründen...

Dann ist Milch einfach kein Getränk, es ist ein Nahrungsmittel, wird aber meistens nicht so betrachtet. Und weil sie noch nicht gehaltvoll genug ist, wird sie oftmals noch mit Zucker (aka Schokopulver) angereichert...

Was da so im Supermarkt verkauft wird, hat nur noch wenig mit "Milch" zu tun. Nachdem ich eine Reportage gesehen hatte, in der gesagt wurde, dass Rohmilch eine ganz andere Zusammensetzung hat, als die Supermarkt-Milch und deswegen besser verträglich sein soll, hab ich die Probe gemacht. Also bei mir hat es gestimmt. Nur leider krieg ich hier keine Rohmilch, es sei denn, ich würde erstmal über 30 Minuten Autofahren und dann natürlich auch wieder zurück. Bei unserem geringen Milchkonsum ist das definitiv nicht lohnenswert. Scheinbar ändert sich die durch die Bearbeitung der Milch der Aufbau des Milcheiweißes und ist somit schlechter verträglich und bindet Calzium stärker, sodass es für den Körper schlechter verwertbar ist. Obs stimmt - keine Ahnung. :frag

Bei Butter achte ich z.B. darauf, dass ich Butter von Weidekühen kaufe (Kerrygold z.B.), denn da ist noch "richtiges" Vitamin D drinnen und nicht nur der künstliche Ersatzstoff. Ich glaube stark, dass die Zusammensetzung der Milch vom Futter beeinflusst wird. Ich weiß zwar aus der Muttermilchforschung, dass die Zusammensetzung der Milch auch bei Mangelernährung erstmal konstant bleibt, bis die Speicher der Mutter leer sind und gehe davon aus, dass das auch bei anderen Säugetieren so ist - wenn aber die Mutter immer nur Kraftfutter mit künstlichen Vitaminen zu fressen bekommt, kann sie natürlich auch nur diese in die Milch abgeben.

Per se ist Milch aber bestimmt kein schlechtes Lebensmittel, bei angemessenem Konsum.
Ich bin eine Mutter - und was ist deine Superkraft?

6

Mittwoch, 11. Januar 2017, 09:25

Hier betreiben immer mehr Bauern auch Milch im Direktvertrieb. Ebenso Joghurt, Käse usw. und da kaufe ich. Früher holte ich die Milch direkt vom Bauern. Das wurde dann verboten, denn angeblich enthielt diese Milch zu viele Keime. Ich selbst und meine Kinder (sie haben ab sechs Monaten verdünnte, abgekochte Kuhmilch bekommen), haben es überlebt. Für mich war das Verbot in erster Linie dazu da, die großen Milchkonzerne mit ihren verwässerten, nährstoffarmen und unter tierschutzfragwürdigen Bedingungen zu verkaufen.

Jetzt darf die "verkeimte" Milch plötzlich wieder verkauft werden - und die Leute kaufen echt wie blöd. So als hätte alle nur auf eine solche Möglichkeit gewartet.

Ich habe übrigens fast ausnahmslos Kuhmilch direkt vom Bauern verwendet. Das ist der Vorteil, wenn man auf den Land lebt, ich habe sie halt nicht gekauft, sondern sie wurde mir "geschenkt". ;-) Übrigens keine ich nicht eine Landwirtsfamilie mit Kuhhaltung, die gekaufte Milch verwendet. Und alle sind sie bis ins hohe Alter pumperlgsund.

Allergie ist etwas anderes, aber darum geht es hier ja nicht.

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Jona (11.01.2017)

7

Mittwoch, 11. Januar 2017, 11:49

Ein paar interessante Artikel zum Thema, teilweise nicht mehr ganz taufrisch:

Ich halte - unabhängig davon - die industrielle Tierhaltung für höchst problematisch. Außerdem ist sie häufig zumindest für die Bauern nicht wirtschaftlich, d. h. die Bauern können ihre Kosten von dem Anteil, den sie erhalten, nicht decken. Neben der Ausbeutung der Kühe also ein Verlustgeschäft.
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Nele64

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8

Mittwoch, 11. Januar 2017, 11:53

Danke schonmal für Eure Antworten. Finde ich sehr interessant, bisher alles eher Contra.

Stichwort kein Getränk sondern Lebensmittel, da gerate ich gern mal mit meinem Sohn aneinander, der will ständig zwischendurch Milch trinken, auch wenn er Durst hat. Mittlerweile verbiete ich ihm das regelrecht. :bldgt:

Was ich ja auch ziemlich schlimm finde ist diese massenhafte Überproduktion der Milche. Es wird viel zu viel hergestellt, die Preise fallen, und irgendwann muß dann tatsächlich Milch weggekippt werden. :radab :motz:

Daß unsere Trinkmilch die Muttermilch eines Lebewesens ist finde ich persönlich jetzt vertretbar. Wenn es nur etwas anders ablaufen würde!! Der Umgang mit den Kälbern und den Muttertieren ist unter aller Kanone.

Aber genau da erschließt sich mir auch die Logik, daß immer mehr Menschen mit steigendem Alter eine Lactoseunverträglichkeit haben, denn das ist eigentlich der Normalzustand!! Wir sind gar nicht dafür gedacht, außerhalb des Säuglingsalters noch Milch zu uns zu nehmen.

Ich überlege wie unser Konsum so ist. :Hm Mein Sohn isst nur am WE 2 Joghurts, ansonsten gibt es hier keinen, auch keinen Puddig, keinen Quark... Kind trinkt morgens eine Tasse Milch/Kakao, ich brauche pro Tag 200-300 ml für Kaffee. Zum kochen immer mal Sahne. Was wir lieben ist Käse.

Aber auch mir fällt manchmal auf (im gestiegenen Alter :rolleyes2: ) daß ich nach Milchprodukten schneller auf die Toilette muß. Zwar keine Bauchweh oder Durchfall, aber naja...

Letztlich glaube ich, daß Milch an sich nicht DAS eine Problem ist, sondern es vielmehr der für unsere heutige Konsumgesellschaft der ZU HOHE Konsum ist. Genau wie von Mehlspeisen, Fleisch usw...

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musicafides (11.01.2017)

9

Mittwoch, 11. Januar 2017, 11:55

Bei Butter achte ich z.B. darauf, dass ich Butter von Weidekühen kaufe (Kerrygold z.B.), denn da ist noch "richtiges" Vitamin D drinnen und nicht nur der künstliche Ersatzstoff.

Das ist interessant, wusste ich bisher noch nicht. Siehe auch dort.
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DieTigerin

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10

Mittwoch, 11. Januar 2017, 12:08

Was da so im Supermarkt verkauft wird, hat nur noch wenig mit "Milch" zu tun.


Dem stimme ich zu. Vor allem, seit ich meine Milch nur noch von einer Rohmilchzapfstelle zwei Orte weiter hole. Sie ist zwar höher überfettet, aber alles andere ist nur positiv: sie schmeckt tausendmal besser, sie hält sich, obwohl nicht pasteurisiert, homogenisiert und wasweißichnochalles, locker drei Tage im Kühlschrank und Tochter und ich trinken sie auch frisch nicht abgekocht (es wird aber empfohlen, sie abzukochen).

Man kann aus ihr Dickmilch machen und oben setzt sich auch normal der Rahm ab. Keine Supermarktmilch mehr, seit ich die Zapfstelle entdeckt habe!

Auch wenn sie ein wenig teurer ist: da weiß ich auch, dass der Milchbauer mein Geld bekommt, und nicht noch draufzahlt. Und ich sehe die Kühe und ich sehe sie im großen Laufstall und auf der Weide. Und ich werde darüber informiert, was sie zu fressen bekommen.

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si_lence (11.01.2017)

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Mittwoch, 11. Januar 2017, 13:08

Zapfstelle

Wusste nicht, dass sowas gibt. Wo gibt es die den?
Freundlichkeit kommt weiter :blume


12

Mittwoch, 11. Januar 2017, 13:10

Bei uns wird wenig Milch getrunken, Sahne so gut wie nie benutzt, das einzige wo ich schwer verzichten könnte, ist Käse.
In unserem Haushalt leben zwei Vegetarier, ein Veganer drei Allergiker und zwei mit Lebensmittelintoleranz ( bitte nicht nachrechnen, Doppeldiagnosen möglich :) ), von daher ist für mich die Kocherei eh schwierig, aber zum Großteil vegan.

Schwierig ist es auch, wenn man vegan werden will, aber viele Allergien hat, auf Fleisch verzichten will, aber viele Unverträglichkeiten hat, da fallen dann schon immer einige Ersatzprodukte weg.

Ich kann Milch und Milchprodukte für mich auch nicht ganz meiden, wenn ich welche kaufe, achte ich auf Bioqualität, und ich denke, wie bei Vielen, macht es einfach die Menge.

Generell jedoch immer sehr positiv, den eigenen Konsum zu überdenken.



LG Jona

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musicafides (11.01.2017)

13

Mittwoch, 11. Januar 2017, 13:17

Es wird viel zu viel hergestellt, die Preise fallen, und irgendwann muß dann tatsächlich Milch weggekippt werden.


Nicht irgendwann sondern tagtäglich :winken: wird ja nicht alles verkauft.... das was Zurück kommt landet sozusagen im Gully. sone Kuh kann man ja auch nciht mal eben Abschalten und die Bauern müssen auch irgendwie leben.


Ich hol unsere Milch am Liebsten beim Bauern zumal meine Jungs so gern Kühe streicheln :-D
Wenn die Kinder groß sind erfülle ich mir einen Traum.

Ungestört aufs Klo gehen!

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Nele64

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14

Mittwoch, 11. Januar 2017, 13:25

Dem stimme ich zu....



Tiiiiiiiiigeeeeeeriiiiiiiin :Flowers :Flowers :Flowers

Du treulose Tomate, ich hab mir Gedanken um Dich gemacht!!!!

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DieTigerin (11.01.2017)

Grace_99

Buchstabiere meinen Namen - GÖTTIN :)

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15

Mittwoch, 11. Januar 2017, 13:30

Mein eines Kind mag keine Milch pur, aber im Kakao. Mein anderes Kind mag Milch sehr gern, trinkt auch zwischendurch mal ein Glas so, ansonsten für Kakao, Müsli. Ich trinke Milch mit meinem Milchkaffee. Käse, Joghurt etc. gibt's bei uns auch; muss ehrlich sagen, mach mir da keine Gedanken über ein Pro / Contra. Was schmeckt, gibt es bei uns, was uns nicht schmeckt, gibt es nicht bei uns.
:thumbup: Always look on the bright side of life! 8)

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musicafides (11.01.2017), Maumau (12.01.2017)

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16

Mittwoch, 11. Januar 2017, 13:33

@goldmädchen82 Ich hab unsere über Face***k gefunden, sie ist wie gesagt zwei Orte weiter. Es ist halt ein Milchviehhof der seine Kühe noch einigermaßen artgerecht auf Weideland (ganzjährig) hält und auch nur Sachen verfüttert die zu vertreten sind. Die gemolkene Milch wird in Tanks gesammelt und gekühlt direkt angeboten.

@Nele64 ach watt Unkraut vergeht nicht :D Bin hier nicht mehr so oft.

faith

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17

Mittwoch, 11. Januar 2017, 20:08

Unser Haushalt spaltet sich da in zwei Lager. Junior isst für sein Leben gern Joghurt, Pudding und trinkt gern ein kaltes Glas Milch. Letzteres würde ich auch gern machen, ich vertrag aber keine Kuhmilch, esse/trinke also kaum welche. Mit Sahne koch ich recht selten, Joghurt esse ich keinen, Butter ist noch okay. Die Milch, die ich für Junior brauche, hole ich ganz frisch von der Milchtankstelle, da kann ich die wirklich noch mit gutem Gewissen holen. Kein Zwischenhändler, also geht der Gewinn direkt an den Milchbauern, wir können immer in den Stall kommen und die Tiere angucken oder auch mal Kälbchen streicheln, sehen, dass es den Tieren gut geht.

Zapfstelle

Wusste nicht, dass sowas gibt. Wo gibt es die den?

Sogar unser Käffchen hat sowas ;-)

18

Mittwoch, 11. Januar 2017, 20:40

Aaaaaaalso........ tief Luft hol ;-)

Ich liebe diese "weiße Flüssigkeit" und in der Regel kaufe ich sie auch im Supermarkt. Wenn ich frei oder mal weniger um die Ohren habe (UND dann auch an die Milchflaschen denke :rolleyes: ), fahre ich auch gerne mal zur Milchtankstelle. Die Milch dort schmeckt einfach besser. Aber: wir trinken wirklich alle viel und gerne Milch und in der Regel bin ich froh, wenn ich mit dem Wocheneinkauf Samstags soweit hinkomme, dass ich innerhalb der Woche dann nur noch in Ausnahmefällen einkaufen gehen muss. Mir fehlt einfach die Zeit, vor allem aber auch der Nerv und die Kraft, jeden Tag frisch und an 5 verschiedenen Stellen einzukaufen. Natürlich gibt es auch bei uns richtige Biomärkte. Aber ich zumindest habe bei den Preisen dann irgendwann nur noch den Kopf geschüttelt.

Ob nun Milch ja oder nein, schädlich oder nützlich - daran scheiden sich die Geister und man kann Grabenkriege beginnen. Besonders treffend finde ich es stets, wenn mir Menschen erklären, wie ungesund Milch (oder Fleisch oder Eier oder Käse oder oder oder) ist - und genau diese Menschen sich dann 5 Minuten später ihr Zigarettchen anzünden. Im Ernst! Ich kann mich darüber königlich amüsieren! Dies aber auch nur, weil ich mich nicht aufregen mag... zumindest nicht über diese und ähnliche Themen (z.B. die Jagd :brille :winken: ).

Fazit: wir leben auf dem Land. Das macht vieles leichter, manches aber auch komplizierter. Manchmal kaufe ich Milch an der Milchtankstelle, manchmal auch beim Bauern, der Käse, Eier und Milchprodukte aus der Region anbietet und alle 4 Wochen bei uns vorbeikommt, in der Regel aber im Supermarkt. Bei uns hat aktuell keiner eine Laktoseunverträglichkeit. Ach ja - Mehl kaufe ich in der Mühle 5 km entfernt. Dort bekomme ich auch die Mehlmischungen fürs Brote backen - ohne alle möglichen Zusatzstoffe. Auch diese Brote schmecken DEUTLICH anders als die vom Discounter. Aber zeitweise SCHAFFE ich es einfach auch nicht, jeden Tag zu backen! Und Fleisch kommt oft auch vom Metzger um die Ecke (wobei der gar keinen "richtigen" Laden hat, das Fleisch aber meist richtig gut, lecker und auch nicht überteuert ist - aber eben kein Biosiegel hat).

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musicafides (11.01.2017), Ratte (11.01.2017), Elin (11.01.2017)

19

Mittwoch, 11. Januar 2017, 20:56

Mir geht es wie Maumau.

Ich kaufe bewusst Biomilch in Flaschen und auch Biojoghurt im Glas. Quark gibt es leider nur in Plastik. Käse kauf ich gern in Bioqualität direkt am Thresen.
Für mehr fehlt mir die Zeit. Es macht für mich auch keinen Sinn, Sprit zu verfahren, um direkt beim Bauern Milch zu kaufen.

Mehl und Hühnerfutter etc. kaufe ich auch direkt in der Mühle. Brot backe ich am Wochenende für eine Woche und friere es in halben Laiben ein.
Kommas zu verschenken... :brille

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Maumau (12.01.2017)

phinemuc

Zwergenmama mit Fellnasen

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20

Mittwoch, 11. Januar 2017, 21:18

Bei uns gibts Milch und Milchprodukte. Wir lieben sie und essen sie dem entsprechend auch.

Bei uns gibts Milch in den Kaffee und als Kakao, Joghurt und Käse gibts bei uns auch. Und auch sonst mache ich alles mit Milch, was man halt so mit Milch macht. Gerade im Kaffee finde ich jede Nichtkuhmilch wirklich ganz schlimm und schwarzen Kaffee mag ich nicht, also gibt es da für mich jeden Tag ca. 200 ml. Dazu einen Joghurt pro Tag. Käse nur hin und wieder, Pudding und Grießbrei/Milchreis mag das Kind nicht, also gibt es das auch nicht. Backen tue ich natürlich schon, aber auch nicht wirklich oft, so dass ich dafür auch nur wenig Milch brauche insgesamt. Mausi trinkt nur am Wochenende Kakao und wohl ein Glas im Kindergarten, Joghurt oder Quark gibts hier auch nur am Wochenende und im Kindergarten als Nachtisch.

Ich denke, unser Milchkonsum ist übersichtlich genug, dass ich mir keine Gedanke darüber mache. Und ich möchte H-Milch haben, also kommt weder Frischmilch, noch eine Milchtankstelle für mich in Frage. Die Milch dort schmeckt mir nicht und ich habe einfach zu viele Bakterien im Job gesehen, als dass ich die genüßlich zu mir nehmen könnte. Gekauft wird bei uns die Milch im nahegelegenen Discounter, einfach weil ich dort alles einkaufe, was ich sonst so brauche und nicht in verschiedene Geschäfte gehen will. Ich wäre auch bereit mehr für meine Milch zu bezahlen, sehe aber nicht ein, den Markennamen zu zahlen, bei dem genauso wenig bei den Milchbauern ankommt, wie bei meiner Discounter-Milch.

Und nein, ich denke nicht dass ich die Muttermilch eines Tieres wegtrinke. Ich fänd gut, wenn es weniger Milchbauern gäbe, die dann weniger Kälbchen nur deshalb "produzieren", damit sie Milch melken können. Die Kälbchen werden dann von uns gegessen, weil sie eh nur das Nebenprodukt der Milchproduktion sind. Da lieber weniger Milch, die mehr kostet.

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Maumau (12.01.2017)

21

Donnerstag, 12. Januar 2017, 09:17

Also ich weiß auch nicht... dieses Argument "die Milch den Kälbchen wegtrinken" hinkt meines Erachtens.

Wir haben früher, als die Kinder klein waren, oft und gerne Urlaub auf einem Bauernhof mit Milchvieh gemacht. Nein, wir sind nicht in Flugzeuge gestiegen und sind nicht tausende von Kilometern in den Urlaub geflogen, weil es "in" oder "tres chic" ist. Wir sind 350 km an die Nordsee gefahren - immerhin. Wobei ich zugeben muss: wenn es nach mir gegangen wäre, hätte es AI-Urlaube sonstwo gegeben.

Aber sicherlich hatte dieser Bauernhof auch so eine Art Massentierhaltung, es gab um die 90 Milchkühe. Aber ich habe in den Zeiten, zu denen wir dort waren niemals sozusagen "leidende" Tiere gesehen! Kie Kühe waren tagsüber auf der Weide und wurden abends reingeholt. Wer das mal mit Sandalen versucht hat, weiß, warum ich seitdem immer Gummistiefel hatte :lach . Und natürlich gab es dort auf diesem Bauernhof auch immer einen gewissen Bestand an Kälbchen - die übrigens soweit ich mich erinnere mit Milch (aus Eimern mit einem Sauger) gefüttert wurden. Auch da sind wir nicht nur mitgegangen...

Sicherlich sind die Tiere hochgezüchtet. Ob das so gut ist, sei dahingestellt. Was mich aber immer wieder erstaunt, ist die Vermenschlichung der Tiere. Ich habe das auch sehr oft bei den Hunde mitbekommen. Da wurde der Hund zum Kinder-, Partner-, teils sogar zum Menschenersatz schlechthin. Und auch das ist nicht fair den Tieren gegenüber! Das können sie nicht leisten!

Möglicherweise mixe ich jetzt Äppel mit Birnen, aber: Den Kälbchen die Milch wegtrinken - den eigenen Babys aber Pulvermilch aus der Dose zu trinken geben?! Meine Tochter habe ich leidenschaftlich gerne gestillt, ich war da absolut überzeugt von! Mein Sohn hat das Stillen schlichtweg verweigert - er wäre mir an der Brust verhungert und da konnte mir damals auch keine Hebamme oder Stillberaterin weiterhelfen (die ich selbstverständlich um Rat und Hilfe gebeten habe). Das sind alles so Punkte, die nicht "passen" meines Erachtens. Und da sollte jeder meiner Meinung nach erst mal vor der eigenen Haustüre kehren, bevor man eventuell doch auch die Moralkeule herausholt.

Aber letztendlich soll jeder so leben, wie er mag. :thumbsup: Ich mag es nur nicht, wenn andere versuchen, mir ihren Lebensstil aufzudrängen bzw. versuchen, mir ein schlechtes Gewissen zu machen. Passiert leider immer wieder. Vor einiger Zeit mutierte eine Freundin zur Möchtegern-Veganerin und begründete dies mit allem Möglichen, rauchte aber deutlich mehr als eine Zigarette während unseres Gespräches. Wobei auch meine Freundin mittlerweile wieder alles isst.

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Elin (12.01.2017), emma* (12.01.2017), musicafides (12.01.2017), phinemuc (12.01.2017)

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