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1

Dienstag, 28. März 2017, 17:56

Sozialverhalten auffällig.

Hallo Zusammen.

Familienverhältnisse: sehr gutes und regelmäßiges Verhältnis zum KV.
Trennung kurz nach der Geburt.
Keine Geschwister.
Kein neuer Partner ( auf beiden Seiten)

Nun zum Problem:

Mein Sohn besucht die 2. klasse und zeigt bei seinem sozialverhalten massive Schwächen.
Er war schon im Kindergarten auffällig wo mir gesagt wurde dass es sich in der Schule bestimmt bessern würde da er dann mehr leisten muss und im kiga unterfordert ist.
Nun zeigt er das Verhalten aber schon seit Mitte der ersten Klasse.
Wir haben schon einiges ausprobiert. Ergo, Logopäde und psychologe.
Kognitiv ist er überdurchschnittlich begabt jedoch wurde mir gesagt wenn er eine Klasse überspringt würde das am sozialverhalten nichts ändern. Mit Extraaufgaben kann man ihn im Unterricht etwas unter Kontrolle bringen aber beim Freispiel oder Sport eskaliert es meist. Mittlerweile wird er auch vom Sportunterricht ausgeschlossen da es nicht mehr geht.
Nun habe ich bald ein elterngespräch wo die Direktorin auch dabei sein soll. Ich mache mir sorgen dass er dann der Schule verwiesen wird und nicht mehr für die Schule tragbar ist. Eine Empfehlung für eine Sonderschule haben die Klassenlehrerin und die sonderpädagogin an der Schule aufgrund seiner Intelligenz abgeraten. (Vor ca. einem halben Jahr)
Jetzt würde ich gerne wissen ob ihr wideen habt wie ich sein Verhalten ändern könnte. Es gibt ja auch bei kognitiven Schwächen Nachhilfe.
Der Psychologe meinte es gibt therapiegruppen aber da sollte mein Sohn Medikamente bekommen. Sowohl der KV als auch ich sind aber dagegen.
Ansonsten ist er ein sehr freundliches und offenes Kind. Hat viele Freunde und ist auch sehr tierlieb. ADHS wurde ausgeschlossen.

Schonmal danke für eure Unterstützung.
LG Blume

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Tomtomsen (18.06.2017)

2

Dienstag, 28. März 2017, 18:11

Ich muss leider gleich los, daher nur kurz:
Ein Impulskontrolltraining könnte ihm helfen. Er braucht offenbar sehr enge Grenzen, das ist beim Sport nicht immer gegeben. Gegen den Unterrichtsausschluss kannst du vorgehen. Das Überspringen sollte man wohl dringend ausprobieren. Die Lehrer sind hier bzgl. Differenzierung gefordert - das ist ihr Job!
Kommas zu verschenken... :brille

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SommerSonnenBlume (28.03.2017), FrauRausteiger (19.06.2017)

Lilli

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3

Dienstag, 28. März 2017, 18:47

Der Psychologe meinte es gibt therapiegruppen aber da sollte mein Sohn Medikamente bekommen.

Es gibt durchaus Therapien, die man ohne zusätzliche Medikamentengabe machen kann.

Mein Sohn hat ein gutes Jahr lang eine Verhaltenstherapie in einer Psychotherapie-Praxis gemacht. Ohne Medikamente!
Es hat ihm damals sehr geholfen.

Wechselt mal den Psychologen! Es ist immer gut, verschiedene Ärzte zu kontaktieren.
*********************************
Ihr kennt bestimmt auch diese eine Person, die ihr bei einer Zombie Apokalypse sofort erschießen würdet.
Egal ob Zombie oder nicht...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Lilli« (28. März 2017, 18:48)


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SommerSonnenBlume (28.03.2017)

Gundanilla

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4

Sonntag, 18. Juni 2017, 12:11

Depressionen?

Ich habe hier auch so einen Fall.
Mein Sohn hat sich von der Schule etwas anderes versprochen, als es tatsächliche ist.
Er ist jetzt zum Ende der 1.Klasse total gefrustet.
Zu Anfang lief es super in Mathe, er hatte keine Probleme. Dann kamen Leichtsinnsfehler hinzu. Er schrieb Aufgaben um, das Ergebnis gefiel ihm besser. Die Ausmalbildchen hasst er. Er rechnet sie und malt nicht an. Er ist auch farbenblind.
Er weigert sich in der Schule Dinge zweimal zu tun. Die anderen sind so langsam.
Jetzt hat er total dicht gemacht. Er ist gefrustet und flippt in der Betreuung aus.
Ich bin mit ihm schon in der Erziehungsberatung. Er hasst das auch. Er will nicht reden.
Bin mit meinem Latein am Ende.
Die Betreuung hat mir mit geteilt dass wenn er sich nicht ändert, muss er dort eine Pause machen.
Und sie denken er hat Depressionen. Mein Sohn hat eine eigene Sprache, sehr viele Bilder. Man muss ihn kennen um ihn zu verstehen. Er hat schon angefangen eigene Geschichten zu schreiben und er erfindet auch gerne Geschichten.
Ich hab das dort auch erwähnt. Nur es ist eben nicht normal.
Und was nicht normal ist ist nicht gut.

5

Sonntag, 18. Juni 2017, 12:23

Lass mal einen IQ-Test machen. Deine Beschreibung klingt nach Unterforderung.
Kommas zu verschenken... :brille

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6

Montag, 19. Juni 2017, 10:53

Lass mal einen IQ-Test machen. Deine Beschreibung klingt nach Unterforderung.


Ich weiß nicht: sobald ein Kind "schwierig" wird oder außerhalb der Norm läuft, ist es automatisch "hochbegabt",,,, :nixwieweg

Wir haben in der Klasse meiner Tochter auch mehrere Jungs, welche halt "wild" sind und Alle sind natürlich hochbegabt und unterfordert, das "Totschlag-Argument"....
Alles, was Ihr also von anderen erwartet, dass tut auch Ihnen! Darin besteht das Gesetz und die Propheten Mt 7,12

7

Montag, 19. Juni 2017, 11:07

Du scheinst dich ja schon hinreichend informiert zu haben. IQ Test und ADHS Ausschlussdiagnostik scheinen gemacht. Die Beschreibung deines Kindes passt ganz gut auch auf meinen Sohn, der allerdings eine ADHS Diagnose hat. Mein Sohn ist überdurchschnittlich intelligent, ein Klassensprung kommt hier dennoch nicht in Frage. Aber vielleicht ist das für euch tatsächlich das Mittel der Wahl. Ich würde es versuchen. Wenn das Kind sich das vorstellen kann.
Man kann auch nicht alle Defizite in der Sozialkompetenz mit der Intelligenz oder mit ADHS entschuldigen. Daran muss man einfach arbeiten. Ich kenne das hier selbst, wir haben oft genug massive Schwierigkeiten. Mein Sohn geht in einen Fussballverein. Da ist Bewegung und Mannschaftssport vereint. Das bringt einiges für die Sozialkompetenz. Und reden. Wenn was schief läuft, erklären. Ich hab hier Glück mit den Lehrern. Der Klassenlehrer meines Sohnes ist ein Goldstück. Er sieht alles ziemlich locker, kann aber auch mal prima durchgreifen, ist eine Respektsperson für mein Kind, zeigt den Kindern aber auch, dass er sie genauso respektiert.

Wir haben noch 2 Jahre Grundschule, ich hoffe, bis dahin ist die Sozialkompetenz meines Sohnes etwas ausgereifter.
Viele Tips hab ich nicht für dich außer: Ausschluss vom Sportunterricht geht eigentlich gar nicht, da würde ich mal mit dem Lehrer drüber reden. Gerade beim Sport kann man nämlich Sozialkompetenz wunderbar üben. Das sollte auch ein Pädagoge wissen.

Dann wie gesagt, mit dem Kind mal über den Klassensprung reden: Wäre ja dann auch noch mal eine Art "Neuanfang". Also Starten bei 0 was sein "Fehlverhalten" angeht. Und für die Freizeit einen Mannschaftssport.
Ich kann nur sagen, all das hat schon einiges bewirkt bei meinem Sohn, auch wenn er wohl nie ein "Wunderwerk an Sozialkompetenz und Empathie" werden wird. Wir arbeiten täglich dran.
Sohn wird demnächst auch noch ein Haustier ( bzw. 2 ) bekommen, Kanninchen werden es. Er muss lernen, Verantwortung zu tragen. ( Natürlich werde ich mich genügend um die Tiere kümmern, aber es soll sein Verantwortungsbereich werden) Mein Sohn ist 10 Jahre, kommt nach den Ferien in die 5. Klasse und wird ein Schlüsselkind. Mir ist etwas mulmig, aber ich glaube, man muss den Kids auch was zutrauen.
Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für unsere Augen unsichtbar...

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Dadefana (19.06.2017)

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8

Montag, 19. Juni 2017, 11:12

Lass mal einen IQ-Test machen. Deine Beschreibung klingt nach Unterforderung.


Ich weiß nicht: sobald ein Kind "schwierig" wird oder außerhalb der Norm läuft, ist es automatisch "hochbegabt",,,, :nixwieweg

Wir haben in der Klasse meiner Tochter auch mehrere Jungs, welche halt "wild" sind und Alle sind natürlich hochbegabt und unterfordert, das "Totschlag-Argument"....



Nun ja... ich wünschte, bei meinem Sohn wäre mal jemand da drauf gekommen. Er hatte ADHS-Diagnose, wurde therapiert physisch wie psychisch, bekam Medikamente und nichts verbesserte seine/unsere Situation. Jetzt, Jahre nach seinem Schulabschluss kam aufgrund einer neurologischen Erkrankung ein Arzt auf den Trichter, man solle mal den IQ des Kerlchens testen, es gäbe interessante und beeindruckende neurologische Auffälligkeiten... Ergebnis des 3stündigen Tests: 137

Sein Kommentar: Hat mir die ganze Schulzeit über wenig genützt, ist mir jetzt auch egal. :crazy Armer Kerl...
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Montag, 19. Juni 2017, 11:28

Lass mal einen IQ-Test machen. Deine Beschreibung klingt nach Unterforderung.


Ich weiß nicht: sobald ein Kind "schwierig" wird oder außerhalb der Norm läuft, ist es automatisch "hochbegabt",,,, :nixwieweg

Wir haben in der Klasse meiner Tochter auch mehrere Jungs, welche halt "wild" sind und Alle sind natürlich hochbegabt und unterfordert, das "Totschlag-Argument"....



Nun ja... ich wünschte, bei meinem Sohn wäre mal jemand da drauf gekommen. Er hatte ADHS-Diagnose, wurde therapiert physisch wie psychisch, bekam Medikamente und nichts verbesserte seine/unsere Situation. Jetzt, Jahre nach seinem Schulabschluss kam aufgrund einer neurologischen Erkrankung ein Arzt auf den Trichter, man solle mal den IQ des Kerlchens testen, es gäbe interessante und beeindruckende neurologische Auffälligkeiten... Ergebnis des 3stündigen Tests: 137

Sein Kommentar: Hat mir die ganze Schulzeit über wenig genützt, ist mir jetzt auch egal. :crazy Armer Kerl...


Ich gebe Dir recht, es mag sicher solche Fälle geben, aber im Moment höre ich aus allen Richtungen (AUSSCHLIESSLICH von Jungs-Mamas), dass ihre Kids hochbegabt und unterfordert sind, deshalb wird jegliches Verhalten "entschuldigt". Was ich denn in der Evolution passiert, dass es auf einmal haufenweise hochintelligente Jungs gibt?
Alles, was Ihr also von anderen erwartet, dass tut auch Ihnen! Darin besteht das Gesetz und die Propheten Mt 7,12

10

Montag, 19. Juni 2017, 11:30

Manchmal hilft auch schon ein anderer Lehrer in der gleichen Stufe oder eine Klasse höher, der ihn besser im griff hat.
Wir haben so ein Exemplar - schwere Schüler aus anderen Klassen, laufen bei uns nahezu problemlos nach einer Woche Eingewöhnung durch.

11

Montag, 19. Juni 2017, 11:39

[quote='Dadefana',
Nun ja... ich wünschte, bei meinem Sohn wäre mal jemand da drauf gekommen. Er hatte ADHS-Diagnose, wurde therapiert physisch wie psychisch, bekam Medikamente und nichts verbesserte seine/unsere Situation. Jetzt, Jahre nach seinem Schulabschluss kam aufgrund einer neurologischen Erkrankung ein Arzt auf den Trichter, man solle mal den IQ des Kerlchens testen, es gäbe interessante und beeindruckende neurologische Auffälligkeiten... Ergebnis des 3stündigen Tests: 137

Sein Kommentar: Hat mir die ganze Schulzeit über wenig genützt, ist mir jetzt auch egal. :crazy Armer Kerl...[/quote]

Dade: Normalerweise gehört ein IQ Test standardmäßig zur ADHS Diagnostik dazu. Wenn die Kinder beides haben ( gibt es, hab ich auch in der Familie) nützt ihnen der hohe IQ trotzdem nur bedingt etwas... aber es ist natürlich fürs Ego besser, es zu wissen, wenn man ansonsten nur "Defizite" hat...

Lena: Das mit dem Lehrer stimmt, da geb ich dir zu 100 Prozent recht. Haben wir ja grade: Bei dem eigentlichen Musiklehrer ist das Verhalten katastrophal... bei der Vertretungsmusiklehrerin kannste ne Stecknadel fallen lassen, wenn die die Klasse betritt...
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12

Montag, 19. Juni 2017, 12:19

Lass mal einen IQ-Test machen. Deine Beschreibung klingt nach Unterforderung.


Ich weiß nicht: sobald ein Kind "schwierig" wird oder außerhalb der Norm läuft, ist es automatisch "hochbegabt",,,, :nixwieweg

Wir haben in der Klasse meiner Tochter auch mehrere Jungs, welche halt "wild" sind und Alle sind natürlich hochbegabt und unterfordert, das "Totschlag-Argument"....



Nun ja... ich wünschte, bei meinem Sohn wäre mal jemand da drauf gekommen. Er hatte ADHS-Diagnose, wurde therapiert physisch wie psychisch, bekam Medikamente und nichts verbesserte seine/unsere Situation. Jetzt, Jahre nach seinem Schulabschluss kam aufgrund einer neurologischen Erkrankung ein Arzt auf den Trichter, man solle mal den IQ des Kerlchens testen, es gäbe interessante und beeindruckende neurologische Auffälligkeiten... Ergebnis des 3stündigen Tests: 137

Sein Kommentar: Hat mir die ganze Schulzeit über wenig genützt, ist mir jetzt auch egal. :crazy Armer Kerl...


Ich gebe Dir recht, es mag sicher solche Fälle geben, aber im Moment höre ich aus allen Richtungen (AUSSCHLIESSLICH von Jungs-Mamas), dass ihre Kids hochbegabt und unterfordert sind, deshalb wird jegliches Verhalten "entschuldigt". Was ich denn in der Evolution passiert, dass es auf einmal haufenweise hochintelligente Jungs gibt?


Das dürfte daran liegen, dass Mädchen sich meist unauffälliger verhalten.

Ich war in der Schule im vorderen Drittel angesiedelt, war nie sozial auffällig, fühlte mich aber schrecklich einsam, anders, als alle anderen. Und das, obwohl ich beliebt war. Ich hatte immer das Gefühl, irgendwie nicht dazuzugehören. Als ich 42 - in Worten - ZWEIUNDVIERZIG Jahre alt war, stellte man im Rahmen einer Depressionsbehandlung einen IQ von 134 fest. Hätte ich das nur damals schon gewusst, meine Kindheit wäre anders verlaufen.

Ich kann mir gut vorstellen, dass dieses Kind, um das es hier geht, zu den Hochbegabten gehört. Dass diese Kinder heute auffälliger sind als früher, liegt meiner Meinung zum Teil auch mit daran, dass sie wesentlich lockerer erzogen werden, als das früher der Fall war.

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13

Montag, 19. Juni 2017, 13:04

Si_lence: so habe ich es noch nicht betrachtet, Du hast sicher recht und es ist schlimm für die Kinder, ganz unbeschrieben....

,
Alles, was Ihr also von anderen erwartet, dass tut auch Ihnen! Darin besteht das Gesetz und die Propheten Mt 7,12

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Montag, 19. Juni 2017, 13:36

Inzwischen ist doch ein IQ über 130 nicht selten. Der Durchschnitt steigt konstant seit Jahren. Ab 140 werfen Schüler wirklich auffällig, wenn nichts anderes vorliegt.

Dadefana

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15

Montag, 19. Juni 2017, 13:46

Inzwischen ist doch ein IQ über 130 nicht selten. Der Durchschnitt steigt konstant seit Jahren. Ab 140 werfen Schüler wirklich auffällig, wenn nichts anderes vorliegt.


Ich denke, es kommt auch noch dazu, wie sich das Umfeld gestaltet. Meine Tochter war zum Beispiel in einer Klasse mit 32 Schülern, die allesamt unauffällig und ordentlich und brav und anständig und wohlerzogen und schlau und fleißig [hier darf der Leser weitere gute Schülereigenschaften einfügen] waren und in dieser Klasse wäre mein Sohn sicherlich noch um einiges mehr aufgefallen, als in seiner eigenen Klasse. 18 Schüler und bis auf wenige Ausnahmen (die ich hier schon als auffällig betrachten würde), alle Kinder sehr laut, quirlig, frech, faul, schlampig, unpünktlich und respektlos. Selber Ort, selbe Schule, sogar der selbe Lehrer. (Dorfschule, Klassenleitung wechselt alle zwei Jahre, zwei Lehrkräfte für 4 Klassen, meine Kinder zwei Jahre auseinander). Vielleicht kam deshalb niemand auf die Idee, mal besser nachzukucken.
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16

Montag, 19. Juni 2017, 15:22

RE: Sozialverhalten auffällig.

Hallo alle,

vielleicht sollte man hier auseinanderhalten.

Themeneröffnerin SommerSonnenBlume:
Kind wurde getestet, ist kognitiv überdurchschnittlich begabt, kein ADHS, Empfehlung "Klasse überspringen" wurde nicht befolgt. Kind langweilt sich und kaspert. Rat hier: Impulskontrolltraining

Nächste Userin Gundanilla:
Kind wurde nicht getestet, ist schneller als andere, langweilt sich, ist gefrustet. Situation droht zu eskalieren, Betreuung kündigt Konsequenzen an.
Rat von Userin Kaj (Lehrerin mit Erfahrung): Testen lassen, könnte eine Hochbegabung/Unterforderung sein.

Lass mal einen IQ-Test machen. Deine Beschreibung klingt nach Unterforderung.


Ich weiß nicht: sobald ein Kind "schwierig" wird oder außerhalb der Norm läuft, ist es automatisch "hochbegabt",,,, :nixwieweg

Wir haben in der Klasse meiner Tochter auch mehrere Jungs, welche halt "wild" sind und Alle sind natürlich hochbegabt und unterfordert, das "Totschlag-Argument"....


Hallo Nicole39,

das kann natürlich sein, auch ich kenne die Eltern, die den Kids jeden Unfug durchgehen lassen und das begründen mit "ach, er ist so sensibel" oder "hochbegabt, was soll ich machen?".

Ich denke, genau deswegen lautete der Rat nicht, "der ist hochbegabt", sondern man solle das Kind testen lassen. Normalerweise gibt es nach dieser Testung dann auch Ratschläge, wie man die Schwierigkeiten des Kindes (und dessen Umwelt) ein bisschen mindern kann.

Beste Grüße
FrauRausteiger,


die sich dem Rat, das Kind testen zu lassen, ausdrücklich anschließt.
.
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•» Crede mihi, miseros prudentia prima relinquit! «•
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17

Montag, 19. Juni 2017, 19:59

Ich möchte euch hier einfach mal Mut zu sprechen. Jedes Kind ist fabelhaft. Jedes Kind anders wundervoll. Mein Sohn fasziniert mich mit seinen kleinen Kurzgeschichten,mit seiner Fantasie. Auch mit etwas merkwürdigen Erklärungen der Welt. :love
Ich kämpfe im Moment darum das er getestet wird. Es ist alles so träge. :kopf
Er kennt die Konsequenzen aus seinem Verhalten und wir versprechen uns jetzt morgens uns einmal nicht durchzudrehen. Einmal ruhig zu bleiben. Ich weiß es war bis jetzt nur ein Tag, aber heute blieb er ruhig, obwohl ihn ein anderes Kind angegangen hatte.
Mir wurde heute wieder beim abholen aus der Betreuung gesagt mein Sohn hätte zwischendurch traurig ausgesehen. Ich habe meinen Sohn gefragt und er sagte: Mama es sind 29Grad, es ist heiß und ich habe Hunger, würdest du da lachen?“
Ich sagte Nein und grinste die Damen nur an.
Wir sind dann gegangen.


18

Montag, 19. Juni 2017, 21:22

Testen lassen finde ich auch richtig.

Ansonsten: Frustration gezielt "trainieren", z.B. durch eine Sportart.
Tochter hat(te) auch eine sehr sehr geringe Frustrationsschwelle, was sie v.a. im Kiga und in den ersten beiden Grundschuljahren ausgelebt hat, sie hat im Unterricht gequatscht, gestört, getobt und gesungen und getanzt - aber letzteres v.a., wenn es gerade nicht passte.
Außerdem wollte sie schon mit süßen 3 Jahren immer "die erste" sein, immer. Und das am liebsten heute noch. Hier flogen auch schon Spielbretter und Spielkarten durchs Wohnzimmer, weil sie halt nicht gewonnen hat.
Tochter schwimmt, seit sie 3,5 ist (wir leben an der See, fand ich wichtig) - im Verein mit ein paar kindgerechten Wettkämpfen (nicht zu arg), mal wir man 1., mal halt nur 4. oder gar letzter. Hat sie gelernt. Und man trainiert auf ein Schwimmabzeichen, aber es klappt eben nicht SOFORT. An Gold hat sie jetzt 3 Jahre rumgedoktert. Mal zu wenig getaucht, zu schlecht gekrault. Das war hart für sie.
Außerdem macht sie seit 3 Jahren Karate und kämpft sich durch die Gürtelfarben, Ausdauer, Disziplin und durchaus mal Frust, dass die Körperteile nicht das machen, was der Kopf sagt.
Mannschaftssportarten (Handball, Fußball) gingen GAR nicht, sie ist offensichtlich kein Teamplayer und hat auch "Berührungsängste"... daher Schwimmen und Karate, das ist meist ohne Anfassen.
Nächstes Anti-Frust-Training ist hier seit Ostern, ein Instrument zu lernen, klappt auch nicht gleich auf Anhieb und ich höre sie öfter mal stampfen oder laut schreien, wenn wieder ein falscher Ton aus dem Saxophon rauskommt. ;-)

Ich will mit dem Gesabbel sagen: Mit auslastenden Hobbys, die etwas Arbeit und Durchhalten benötigen, kann man gut das "Ego" trainieren - so meine Erfahrung.
Ich/Wir arbeiten an dem Wutkopf. ;-) Vielleicht könnt ihr da was Schönes finden?!

Ergänzung: Als es besonders arg mit Tochter in der Grundschule (1. Klasse) war, habe ich dafür gesorgt, dass sie 2x die Woche Schwimmen geht (mehr an Hobbys hatte sie damals noch nicht), klingt stressig, ist es aber gar nicht. Zu dem gleichen Zeitpunkt hatte ich (beruflich) eine Studie gelesen, was für ADHS-Kinder von Vorteil ist:
Schlecht: 5 verschiedene Hobbys in der Woche
Gut: 5x Fußballspielen die Woche
(überspitzt ausgedrückt) Beleg: https://www.dr-gumpert.de/html/konzentrationsschwaeche.html (mitte unten "Lernen am Vorbild: Der Erwachsene")
Das habe ich auf mein unruhiges Zappelkind übertragen und Schwimmen wurde eine Zeitlang zum festen Bestandteil unserer Woche.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Nordlicht« (19. Juni 2017, 21:33)


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