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Kopf-Salat

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61

Mittwoch, 10. Mai 2017, 10:02

Ich finde, dass das immer verschiedene Wahrheiten sind. Meine Wahrheit, mein Leben als AE , jeden Euro umdrehen, immer so gut es geht sparen ( :kopf wenn das überhaupt mögl. ist ) alles alleine tragen an Verantwortung mit allem drum und dran.....negativ als auch positiv....
Das Leben meiner Freundin , Kind, Mann, beide arbeiten, Wohneigentum, 2 Autos, Kind bekommt alles, dementsprechend ist das auch drauf und Beginn Pubertät, beschwert sich auch öfters, dass sie sich vorkommt wie alleinerz. - aber da mangelt es an Kommunikation und der Bereitschaft etwas daran ändern zu wollen bzw, manches kann man auch nicht mehr ändern, weil derjenige entweder das nicht sieht, nicht versteht, es nicht umsetzen kann etc.....

Ich denke mir meinen Teil, ihr Leben ist halt so und meines ist halt so......allerdings kann ich mir keinen Urlaub auf Mauritius leisten......trotzdem habe ich sie sehr gern. Sie sieht ja meins. und sie hilft mir auch oft.....
Sie ist oft nicht glücklich in ihrer Beziehung, aber auch sie will sich nicht trennen, sagt das zwar, aber ich denke, das wird nicht der Fall sein......sie sieht ja mein Leben.....und sie hat nur ein Kind.....trotzdem....das Finanzielle lässt viele das nicht umsetzen.
Wenn ich das Finanzielle vor mein Herz setzen würde, könnte ich mir gleich die Schaufel holen.......Geld ist so ziemlich die letzte Tür, die der Partner schließen muss, damit auch wirklich Ende ist. - bis zur letzten Beziehung, das war die mit dem KV Zwillinge, war das so .....vielleicht hat sich das aber jetzt auch geändert.....mein Helfersyndrom habe ich, denke ich, soweit bearbeitet, dass ich mich nicht mehr ausnutzen lassen.

Jeder hat so seine Wahrheit.
Mich würde mal eine gleiche Umfrage unter den Männern, die ihn Partnerschaft leben, etc, interessieren......deren Wahrheit sieht mit Sicherheit ganz anders aus.

Und die Männer, die ich bis dato "hatte", hatte ich meinem damaligen Helfersyndrom zu verdanken......demzufolge waren wir auch nicht auf gleicher Augenhöhe.

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62

Mittwoch, 10. Mai 2017, 10:39

Die Konrad-Adenauer-Stiftung hat übrigens im Oktober 2015 von den Ergebnissen einer Familienstudie unter dem Titel "Wieviel Mutter braucht das Kind" berichtet. Diese Studie will herausgefunden haben, dass das Engagement von Vätern in der Erziehung und aktiven Begleitung der Kinder steigt, wenn Mütter berufstätig sind.
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tegami (11.05.2017)

63

Mittwoch, 10. Mai 2017, 11:05

Ich weiß gar nicht was ich von dieser Studie halten soll.

Die Frauen die dort befragt wurden sind verheiratet, ich gehe mal davon aus die Meisten zum ersten Mal. Wie in drei Gottes Namen sollen sie wissen wie es ist AE mit allen Vorteilen und Nachteilen zu sein? Sie haben ihre Gefühle geschrieben und die sind legitim!

Sie wissen es einfach nicht, das darf man doch nicht hernehmen und sich daran so hochpudeln! Ich kann da nichts schlimmes daran sehen das sie sich alleine fühlen wenn der Mann viel unterwegs ist. Ich denke sie wissen genau das er das Geld nach Hause bringt wissen denn die Männer im Gegenzug was diese Frauen zu Hause leisten? Achso danach wurde ja nicht gefragt. :nixwieweg

Jeder von uns hat schon mal über etwas gesprochen wovon er eigentlich keine Ahnung hat, und?
Nö.....

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JayCee

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64

Mittwoch, 10. Mai 2017, 11:49

Hallo zusammen,


auch ich war vor meiner Trennung in der Situation, dass mein Ex zuerst unter der Woche auf Montage war und wir dann einige Zeit eine Fernbeziehung geführt haben. Auch ich habe zu dieser Zeit meinen Freunden gegenüber geäußert, dass ich ja quasi alleinerziehend sei. Dann folgte die Trennung, und seitdem bin ich WIRKLICH alleinerziehend. Das ist definitiv anders; nicht ausschließlich besser, nicht ausschließlich schlechter, sondern einfach anders. Es ist besser, weil ich in der Alltagsgestaltung freier bin, da ich auf eine Person weniger Rücksicht nehmen muss. Da ich (in meinem Fall) einen Klotz weniger am Bein habe. Aber es ist auch schlechter. Die Verantwortung, die sonst P aare gemeinsam tragen, trage ich nun allein. Ich kann mich nicht mit meinem Partner absprechen, wenn ich wegen irgendetwas das Kind betreffend unsicher bin. Und das sind nur einige Beispiele.

Ich finde aus heutiger Sicht, das sind einfach zwei völlig verschiedene Zustände. Das eine ist Alleingelassensein in der Beziehung, das andere eben Alleinerziehend. Im Prinzip ist es mir egal, wenn eine Frau in einer Partnerschaft sich als "quasi alleinerziehend" bezeichnet. Dass allerdings in einer derartigen Studie diese beiden Zustände so vermischt werden, hinterlässt bei mir irgendwie einen faden Beigeschmack, den ich jedoch nicht genau greifen kann.

LG, JayCeep

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »JayCee« (10. Mai 2017, 11:51) aus folgendem Grund: Rechtschreibung


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65

Mittwoch, 10. Mai 2017, 12:12

Die Konrad-Adenauer-Stiftung hat übrigens im Oktober 2015 von den Ergebnissen einer Familienstudie unter dem Titel "Wieviel Mutter braucht das Kind" berichtet. Diese Studie will herausgefunden haben, dass das Engagement von Vätern in der Erziehung und aktiven Begleitung der Kinder steigt, wenn Mütter berufstätig sind.



Das würde dann der diskutierten Studie widersprechen, da hier ja das fehlende Engagement zu den Empfindungen der Mütter führt.


Man kann viel darüber diskutieren, es nicht verstehen oder die Gefühle dieser Frauen nicht ernst nehmen.
Kommt ja immer darauf an, aus welcher Position man das betrachtet und, wie immer auf die eigenen Erfahrungen.

Seltsam finde ich immer, wenn in Foren wie hier argumentiert wird, man hätte sich den Partner ja ausgesucht. Es fehle dann nur an mangelnder Kommunikation.
Dann dürfte wohl keiner von uns getrennt sein ;)

Mein Ex-Mann z. Bsp. ist durchaus ein toller Mensch mit vielen Stärken.
Aber eben auch mit Schwächen, die sich erst nach und nach herauskristallisiert haben.
Die er selbst nicht kannte und das war im Voraus nicht absehbar.
Er ist kein Familienmensch und mag ( kann) sich familiär nicht einbringen.
Da Tochterkind das erste ( und absolutes Wunschkind) war, war das vorher überhaupt nicht absehbar.


Ja, ich hatte in Teilen ein Leben, von dem andere träumen, wenn sie es von außen betrachtet haben.
Und ja, ich war auch eine der Mütter, die sich genauso gefühlt hat, wie diese Frauen jetzt.

Und es gab viele Gespräche, viele Versuche und vor allem, man will ja auch die Familie erhalten.
Ich hab damals auch eine AE Freundin in manchen Teilen beneidet , aber eben auch gesehen, daß es finanziell alleine dann schnell ganz schwierig wird.
Sie wiederum hatte Einblick bei uns und war manchmal - trotz finanzielle Einschränkungen- ganz froh, AE zu sein ;-)

Manchmal kommt es mir hier so vor, als ob mehr der Sozialneid vorne an steht -" die können sich so viel mehr leisten, die haben kein Recht sich zu beklagen, oder sind doch selbst schuld"....

Vielleicht sollte man sich mal darauf besinnen, daß jeder sein eigenes Päckchen zu tragen hat und auch das Recht dazu hat, so zu empfinden.
Nur weil der andere es vielleicht noch schwerer hat, heißt das nicht, daß andere es nicht auch schwer haben.
" Lebensmotto" Alle Sorgen hinaus auf`s Meer schicken und kleine Gluecksmomente sammeln, wie Muscheln am Strand

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66

Mittwoch, 10. Mai 2017, 12:21

man hätte sich den Partner ja ausgesucht. Es fehle dann nur an mangelnder Kommunikation.
Dann dürfte wohl keiner von uns getrennt sein

Da muss ich ehrlicherweise schon mir selbst gegenüber selbstkritisch sein. Ja, ich habe mir diese Partnerin ausgesucht. Wenn ich es nicht getan hätte, dann gäbe es diese beiden Kinder nicht, um die ich mich kümmern darf und die mein Leben auf ihre Weise bereichern. Ja, es hat definitiv die Kommunikation und Pflege der Paarbeziehung gefehlt, und das war nicht absehbar gewesen. Es ist aber auch müßig, sich zu überlegen, was gewesen wäre, wenn ich vielleicht gründlicher hingeschaut hätte. Ebenso müßig ist es für mich selbst, mich darüber zu beklagen.

Die Kommunikation dabei ist eben nicht nur schmückendes Beiwerk, sondern essenziell, damit Beziehung gelingen kann. Und das ist nicht nur das Miteinander Reden, sondern die innere Verbundenheit, die nicht eben so vom Himmel fällt. Sonst lebt man sich auseinander.
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Daria84 (11.05.2017)

67

Mittwoch, 10. Mai 2017, 13:37

51 Prozent bringen die Kinder lieber selbst ins Bett, bevor sie den Vater auffordern, dies auch einmal zu tun.
Zu Ende gedacht wird hier auch deutlich: 51% der Frauen legen fest "qua Frau sein" und anscheinend ohne innerfamiliärer Absprache, wann und wie das Kind ins Bett zu gehen hat.


Ich gehe davon aus, daß in so ziemlich jeder Familie die Bettgehzeiten der Kinder festgelegt sind. Es würde mich verwundern, wenn in einer Familie die Frau die Bettgehzeiten ohne Rücksprache mit dem Mann festlet und auch würde mich wundern, wenn der Mann sich da nicht einbringen würde, sollte er andere Vorstellungen haben. Wir reden hier von erwachsenen Menschen, oder?

Oder halt nein, teilweise haben die befragten Frauen ja den Eindruck, daß ihre Männer keine erwachsenen Mnénschen sind.

Ich glaube, das macht sich an genau solchen Dingen fest: Es ist bettgehzeit, die Kinder toben rum, an Schlafengehen nicht zu denken. Die Situation kennt wohl jeder hier...was macht der verantwortungsbewusste Elternteil? Sorgt dafür, daß die Kinder ins Bett gehen. In eine rPartnerschaft wäre sicherlich ein: Hey, Du oder ich? angebracht.

Scheinbar ist es aber bei einem nicht unerheblichen Teil der Frauen so, daß hier die Kommunikation nicht stimmt und sie diese Arbeit übernehmen. Ob sie das nun in vorauseilendem Gehorsam tun, oder ob sie einfach schon 100x zum Kerl gesagt haben: Du, die Kinde rmüssen ins Bett, kannst Du Dich kümmern? Und dann ein : ja, Moment, oder Nö, nicht meine Aufgabe, oder ein Ich hab doch schon meinen Teller selbst weggeräumt" gehört haben...kann ich nicht beurteilen.

Es ist auch nicht wichtig, wer schuld ist, es wird von den Damen so empfunden und das ist über alle Maße traurig, weil somit ein glückliches Miteinander nicht möglich ist meienr Meinung nach. Der erste Schritt wäre reden und wenn das nix hilft und man keinen gemeinsamen Weg findet, dann kommen die Konsequenzen.

Warum man sich da als Mann entmündigt fühlt, weil die Frauen ihnen die Arbeit abnehmen, OHNE nochmal nachzufragen, ganz ehrlich, die Jungs haben einen Mund, sie können reden, das geht ganz einfach...

Auch im Nachhinein wäre ein " Oh, Schatz, ich hatte garnicht auf die Uhr gesehen, jetzt sind die Kids schon im Bett, soll ich morgen mal, damit Du in Ruhe ein Bad nehmen kannst?" ist möglich...echt!!!

Jedenfalls ist ein: "Och, ich hätte die Kinder natüüüürlich ins Bett grbracht, hätte sie nur einen Ton gesagt..." zu einfach. Ich glaube, ein großteil der Frauen teilt die Erfahrung, daß es einen guten Anteil der Männer nicht so mit der Hausarbeit haben und froh drum sind, nicht gefragt zu werden ( und leider auch nicht auf die Idee kommen selber zu fragen ).
Never argue with an idiot, he will drag you down to his level and beat you with experience!

68

Mittwoch, 10. Mai 2017, 13:51

Ich muss auch ganz ehrlich sagen, dass ich als verheiratete mehr AE war, als jetzt. Jetzt nimmt er sie alle 2 Wochen und ich habe tatsächlich auch mal Zeit für mich. Das hatte ich in den 6 Jahren als verheiratete Mutter nie gehabt. Jetzt verlasse ich mich nur auf mich, früher war ich verlassen. Sogar finanziell geht es mir nicht schlechter als in der Ehe... ich kann die Ergebnisse der Studie aus meiner Erfahrung voll und ganz unterschreiben. Habe kurz vor der Trennung auch lieber alles selbst gemacht als ewig hinterher zu betteln...
Kann ich genau so unterschreiben nur das bei uns halt die Frau der Mann im Haus war und keinen Handschlag zumHaushalt beigetragen hatte und ich mir auf dem Weg nach Hause Gedanken gemacht habe "was ist denn heute schon wieder los" :D
Derzeit habe ich kein Kindfrei alle 14 Tage aber ich lebe trotzdem deutlich entspannter als noch zu Ehezeiten.

69

Mittwoch, 10. Mai 2017, 13:59

Wenn man den Partner mehrfach gebeten hat, den Müll rauszubringen oder eine Lampe aufzuhängen oder...oder...oder...und es passiert - genau! - NICHTS, dann macht frau das alleine und merkt "ey, ich kann das, den Schnarcher brauch ich gar nicht". Und wenn dann, wie bei mir, der Herr nach Hause kommt und meint, frau hätte ja nur mal was sagen müssen, oder frau noch kritisiert, weil sie es nicht akkurat nach im Studium gelehrten Bauschritten erledigt hat, steht der Koffer ganz schnell vor der Tür. Das Schloss auszuwechseln war ein Klacks, und dass ich es richtig gemacht habe, hat er gemerkt.
Kommas zu verschenken... :brille

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70

Donnerstag, 11. Mai 2017, 11:15

Ich gehe davon aus, daß in so ziemlich jeder Familie die Bettgehzeiten der Kinder festgelegt sind. Es würde mich verwundern, wenn in einer Familie die Frau die Bettgehzeiten ohne Rücksprache mit dem Mann festlet und auch würde mich wundern, wenn der Mann sich da nicht einbringen würde, sollte er andere Vorstellungen haben. Wir reden hier von erwachsenen Menschen, oder?

Davon war ich auch ausgegangen. Bei uns hat die KM das Kind dann ins Bett gebracht, wenn sie selbst schlafen gehen wollte, also so ca. 22 Uhr (und da war die Kleine noch keine 3 Jahre alt). Alles Reden, dass ich das zu spät finde, hat nichts genutzt, und sie wollte beim Zubettbringen immer mit dabei sein. Irgendwann habe ich dann aufgegeben.

Aber gut, Du hattest ja auch von "ziemlich" jeder Familie gesprochen. Insofern sollte man davon ausgehen können, zumindest im Normalfall, dass es so ist, wie Du schreibst.

Aber was ist schon normal ...
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Karamellka

unregistriert

71

Donnerstag, 11. Mai 2017, 15:00

Aber was ist schon normal ...

Deine Ex-Frau hat eine diagnostizierte Persönlichkeitsstörung, weshalb bei ihr wohl davon auszugehen ist, dass ihr Verhalten als eher nicht normal zu bezeichnen ist. Dennoch beschreibst du eine Erfahrung, die sehr viele in ihren Beziehungen erleben, nämlich: Resignation. Du schreibst:
Alles Reden, hat nichts genutzt, und irgendwann habe ich dann aufgegeben.


Ich bin mir ziemlich sicher, dass viele Frauen aus der oben beschriebenen Studie es genauso erlebt haben.

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72

Donnerstag, 11. Mai 2017, 15:08

Deine Ex-Frau hat eine diagnostizierte Persönlichkeitsstörung, weshalb bei ihr wohl davon auszugehen ist, dass ihr Verhalten wohl eher nicht normal zu bezeichnen ist.

Für sie selbst, die Mutter meiner Kinder, eben schon. Schwierig war bzw. ist dabei, dass eben alle, die etwas anders sehen als sie selbst, in ihren Augen Unrecht haben. Da kommt man einfach auf keinen gemeinsamen Nenner.
A smile a day sweeps the sorrows away

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Karamellka

unregistriert

73

Donnerstag, 11. Mai 2017, 15:28

Und genauso gibt es Menschen, die eigentlich gesund sind, denen du aber auch niemals etwas näher bringen wirst, was nicht Ihrer eigenen Meinung entspricht. Von daher, auch wenn deine Erfahrung in der Stärke ihrer Ausprägung besonders war, in schwächeren Ausprägungen ist sie jedoch alltäglich.

74

Donnerstag, 11. Mai 2017, 17:49

Ich denke, wenn es darum, dass der Müll nicht rausgetragen wird, ist man schon auf einer ganz irrationalen Ebene. Der der Akt des Müll raus bringens dauert ca. 20 Sekunden und dürfte bei der Arbeitsteilung ansich lediglich marginal ins Gewicht fallen.

Aber wer kennt das nicht, Frau kommt nach 10 Stunden Arbeit nach Hause findet das traute heim eher nicht wie gewünscht vor, sämtliche Gesichtszüge entgleisen und frau denkt meist laut, was hat der Kerl den ganzen Tag gemacht ?-( ? Dann kommt die stolze Antwort: ich habe aber schon die Wäsche gewaschen :sonne . Und Frau denkt dann hofftlich leise: Wie denn mit Waschbrett am Fluss :rolleyes2: ?!

Oder auch bei meinen Eltern letzte Woche, seit Vati in Rente ist strukturiert sich da gerade alles neu, oder eben nicht ;-) :lach . Zuerst hatte Vati die Aufgabe zu saugen, das Ergebnis war aber nicht so ganz zu Muttis Zufriedenheit :lach , ich war nicht live dabei, kann es mir erst lebhaft vorstellen :nixwieweg . Als ich letzte Woche dort war hatte Vati sich am Einkauf versucht. Mutter betritt Bühne ohne "Hallo" hört man aus der Küche ein Fluchen: was hast du denn da für einen Salat gekauft, den würde ich nicht geschenkt nehmen :crazy ?! Ich denke, wenn man so wenig teamfähig ist, dann braucht man oder eben in dem Fall Frau sich nicht wundern, wenn sie den ganzen Schice alleine macht.

Dieses "den anderen auch mal machen lassen" ist schon wichtig für ne gute Arbeitsteilung, und wenn die Ansprüche völlig anders sind, muss man schon auch ein bisschen aushalten lernen. Was mir ganz deutlich auffällt, ist beispielsweise dass mein Auto seit ich in einer Partnerschaft lebe, viel sauberer geworden ist. Während das teil sonst wohl nur bei der jährlichen Inspektion durch die Werkstatt gesaugt wurde, bin ich jetzt fast jeden morgen aufs neue überrascht, wie sauber und gepflegt so ein Teil sein kann :P :brille . Das ist ganz nett, mir ist das aber nicht so wichtig, dass ich da Zeit reinstecken würde, kriege aber die vollkrise wenn der Tisch oder die Arbeitsfläche nicht abgewischt ist.
Wenn man die Macken des anderen kennt, und den Fokus auf Arbeitsteilung und nicht auf eigenen Anspruch legt, klappt das in der Regel ganz prima. Und gerade, wenn beide arbeiten, kann man so ganz unbeliebte Dinge ganz gut externalisieren :brille .
LG Campusmami


Sonne muss von Innen scheinen :sonne

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Daria84

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Donnerstag, 11. Mai 2017, 20:21

Hello zusammen,

also die Studie ist ja ganz nett, aber sagt eigentlich nicht wirklich was aus, ausser das die ein gewisser Prozentsatz der Damen das Gefühl haben quasi alleinerziehend zu sein. Das sagt nicht wirklich aus, wie die Arbeitsteilung tatsächlich aussieht oder wie sehr sich der Kindsvater engagiert.

Ich finde solche Studien immer recht bedenklich, denn gefühlt kann so einiges fernab der Realität sein. ;) Insofern - interessant die subjektive Wahrnehmung dieser Damen zu wissen, aber wirklich etwas daraus ziehen... näää.. dafür ist es viel zu schwammig.

Viel interessanter als die Studie finde ich die Diskussion hier. Vor allem weil hier einige Schlagwörter genannt wurden, die doch nicht ganz unwichtig sind: Gleichberechtigung, Selbstverständlichkeit, Aufgabenteilung, Kommunikation.

Das einzige was mir fehlt - sry, falls ich es überlesen habe - ist Wertschätzung.

Ich persönlich finde Selbstverständlichkeit einen Fehler. Das einzige, was wirklich selbstverständlich in einer Partnerschaft sein sollte ist das ich meinen Partner Wert schätze. Auch wenn es eine Aufgabenteilung gibt - wird die Aufgabe erfüllt - schätze ich das. Wird sie nicht erfüllt, weise ich darauf hin. Wenn wir ehrlich sind, fühlt sich Lob besser als Tadel an, also warum machen wir es uns in der Kommunikation so schwer? Warum loben wir nicht mehr, um weniger zu tadeln oder zu kritisieren?

Ich für meinen Teil habe mir dies als positiven Lernerfolg aus meinen Negativerfahrungen rausgezogen.

Ansonsten kann ich nur zustimmen: Kommunikation ist nicht Beiwerk, sondern essentiell. Wie das Fundament für ein Haus.

Euch allen einen angenehmen Abend.

LG, Daria

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Donnerstag, 11. Mai 2017, 21:38



Ich persönlich finde Selbstverständlichkeit einen Fehler. Das einzige, was wirklich selbstverständlich in einer Partnerschaft sein sollte ist das ich meinen Partner Wert schätze. Auch wenn es eine Aufgabenteilung gibt - wird die Aufgabe erfüllt - schätze ich das. Wird sie nicht erfüllt, weise ich darauf hin. Wenn wir ehrlich sind, fühlt sich Lob besser als Tadel an, also warum machen wir es uns in der Kommunikation so schwer? Warum loben wir nicht mehr, um weniger zu tadeln oder zu kritisieren?

Ich für meinen Teil habe mir dies als positiven Lernerfolg aus meinen Negativerfahrungen rausgezogen.

Ansonsten kann ich nur zustimmen: Kommunikation ist nicht Beiwerk, sondern essentiell. Wie das Fundament für ein Haus.



LG, Daria


Ja, das mit der Selbstverständlichkeit ist wirklich so eine Sache..., das muss ich auch selbstkritisch sagen. Im Schwäbischen gibt es eine Redewendung..." ned g'schimpft isch gelobt genug " ...., ich halte den Spruch mittlerweile für sehr fragwürdig, wobei der hier wirklich Bedeutung hat. Ich hätte mich als Mann manchmal auch gefreut..., ein Lob oder wenigstens ein Küssle zu bekommen..., leider Fehlanzeige, zumindest die letzten 10 Jahre. Leider hat die Ex die o.g. Redewendung weitgehend als ihr Eigen angenommen , leider auch z.T. Bei den Kindern, v.a. bei der Tochter.., die konnte das aber zum Glück ganz gut wegstecken.
Ich habe das auch immer mal wieder so kommuniziert, aber den Schuss hat sie nie gehört....., erst dann, als ich gesagt habe, so das wars dann, scheint das angekommen zu sein, das war für mich aber zu spät.

Kommunikation ist wichtig, wenn aber die Funkfrequenzen nicht exakt stimmen, geht das eben auch nur bedingt.....oder gar nicht, ansonsten stimme ich Daria zu :thumbup:

LG Mike
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77

Donnerstag, 11. Mai 2017, 21:54

Also ganz ehrlich ich schätze ja Selbstverständlichkeit.

Ich lobe doch nicht einmal mein Kind dafür, wenn es wie selbstverständlich den Müll runterbringt, weil wir das so abgesprochen haben.

Ich würde mich auc leicht veräppelt fühlen, wenn mein Partner gesagt hätte, wie toll ich die Wäsche gewaschen, gefaltet oder gebügelt hätte.

Es war mehr eine Frage des wer macht was, wann, und wem ist das nicht soo wichtig.

Kommunikation im Stil von also folgendes liegt an: Einkauf, Kind, Aufräumen...

Da will ich doch nicht gelobt werden, wenn ich gesaugt habe, und ich will selbst auch nicht loben, wenn der Partner einkaufen geht, sondern versuchen möglichst auf dem gleichen Anspruchslevel zu schwingen.

78

Donnerstag, 11. Mai 2017, 22:13

....aber man kann doch mal loben, wenn das Essen gelungen war, man ein Schnäppchen beim Einkauf gemacht hat oder die Tochter etwas gebacken hat....und nicht immer nur das Haar in der Suppe suchen...., bzw. alles für selbstverständlich hinnehmen.....um das gings mir eher..., Bett machen, Müll wegbringen gehört da weniger dazu.....
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79

Donnerstag, 11. Mai 2017, 22:37

Ich finde auch, dass Loben schon wichtig ist. Mein Papa sagt immer "Danke" nach dem Essen und es gibt einen Kuss.
Es ist eine Kleinigkeit aber ich glaube, wenn das feht, dann fühlt es sich irgendwann doof an.

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80

Freitag, 12. Mai 2017, 07:16

Wenn man die Macken des anderen kennt, und den Fokus auf Arbeitsteilung und nicht auf eigenen Anspruch legt, klappt das in der Regel ganz prima. Und gerade, wenn beide arbeiten, kann man so ganz unbeliebte Dinge ganz gut externalisieren

Meine Eltern sind eine ganz andere Generation und bekommen ihren Alltag doch besser und partnerschaftlicher hin als manches Paar meiner Generation aus meinem Umfeld.
Meine Eltern waren beide berufstätig, meine Mutter noch fünf Jahre länger als mein Vater. Ich denke, das "Geheimnis" liegt darin, dass sie gegenseitig nur Dinge erwarten, die sie auch können und meine Mutter kann z.B. auch aushalten, wenn er nur den Marktplatz saugt oder sein Geschirr auf die Spülmaschine stellt. Sie sieht dann einfach, dass sein Geschirr zumindest den Weg in die Küche geschafft hat. Er macht dafür andere Dinge dreimal besser als sie. Sie fährt lausig Auto, deswegen kutschiert er sie überall hin, wohin sie möchte (nein, nicht aus Angst um sein Auto), erledigt Renovierungen nach ihren Vorstellungen. Dafür bucht sie Urlaub, ich glaube mein Vater weiß immer erst drei Tage vorher wohin es geht :lach und so weiter und so fort.... Auch wenn meine Eltern manches klassisches Rollenklischee nicht auslassen, habe ich sie immer als harmonisch und liebevoll erlebt. Meine Mutter kochte, er spielte mit uns Kindern in der Zeit und sie vergessen aneinander bis heute nicht und ich hatte nicht das Gefühl, dass sich einer "über den Tisch gezogen" fühlte. Dieses meckern übereinander ist ihnen beiden irgendwie fremd und ich finde es gut, wenn mein Vater sowas sagt wie: Das ist der beste Gulasch, den ich je gegessen habe (obwohl es den schon seit vierzig Jahren gibt) und meine Mutter in sich hineingrinst. Vergessen ist da der einzig gesaugte Marktplatz... :lach Kitschig ein bisschen, aber ich finde es schön, dass sie nach so vielen gemeinsamen Jahren, es schaffen sich durch Nörgeleien nicht ihre Verbundenheit kaputt zu reden.
Liebe Grüße

Friday

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81

Freitag, 12. Mai 2017, 07:38

Wenn man die Macken des anderen kennt, und den Fokus auf Arbeitsteilung und nicht auf eigenen Anspruch legt, klappt das in der Regel ganz prima. Und gerade, wenn beide arbeiten, kann man so ganz unbeliebte Dinge ganz gut externalisieren

Meine Eltern sind eine ganz andere Generation und bekommen ihren Alltag doch besser und partnerschaftlicher hin als manches Paar meiner Generation aus meinem Umfeld.
Meine Eltern waren beide berufstätig, meine Mutter noch fünf Jahre länger als mein Vater. Ich denke, das "Geheimnis" liegt darin, dass sie gegenseitig nur Dinge erwarten, die sie auch können und meine Mutter kann z.B. auch aushalten, wenn er nur den Marktplatz saugt oder sein Geschirr auf die Spülmaschine stellt. Sie sieht dann einfach, dass sein Geschirr zumindest den Weg in die Küche geschafft hat. Er macht dafür andere Dinge dreimal besser als sie. Sie fährt lausig Auto, deswegen kutschiert er sie überall hin, wohin sie möchte (nein, nicht aus Angst um sein Auto), erledigt Renovierungen nach ihren Vorstellungen. Dafür bucht sie Urlaub, ich glaube mein Vater weiß immer erst drei Tage vorher wohin es geht :lach und so weiter und so fort.... Auch wenn meine Eltern manches klassisches Rollenklischee nicht auslassen, habe ich sie immer als harmonisch und liebevoll erlebt. Meine Mutter kochte, er spielte mit uns Kindern in der Zeit und sie vergessen aneinander bis heute nicht und ich hatte nicht das Gefühl, dass sich einer "über den Tisch gezogen" fühlte. Dieses meckern übereinander ist ihnen beiden irgendwie fremd und ich finde es gut, wenn mein Vater sowas sagt wie: Das ist der beste Gulasch, den ich je gegessen habe (obwohl es den schon seit vierzig Jahren gibt) und meine Mutter in sich hineingrinst. Vergessen ist da der einzig gesaugte Marktplatz... :lach Kitschig ein bisschen, aber ich finde es schön, dass sie nach so vielen gemeinsamen Jahren, es schaffen sich durch Nörgeleien nicht ihre Verbundenheit kaputt zu reden.




Wenn er nur den Marktplatz saugt ? :hae: :lach

82

Freitag, 12. Mai 2017, 07:46

Bedeutet nur die Zimmermitte, jegliche Ecken werden ausgelassen. :P
Liebe Grüße

Friday

83

Freitag, 12. Mai 2017, 08:03

@friday72


Bin schon davon ausgegangen, dass er nicht den Marktplatz saugt, aber bei sowas liebe ich Autokorrektur ;-)

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84

Freitag, 12. Mai 2017, 08:14

So richtig gemerkt, wie groß der Stress bei Alleinerziehenden ist, haben Frau Volleybap und Volleybap so richtig erst gemerkt, wie sich das Patchworkdasein eingespielt hatte und man nicht mehr als AE durchs Land geturnt ist: Die Putzorgie am Samstag erledigt sich nicht nur in der halben Zeit, sondern geht auch viel schneller von der Hand, wenn zwei gleichzeitig zugange sind. Kochen und Küche wieder einsatzbereit machen ist deutlich Premiumzeit für die Erwachsenen, weil da abends der Arbeitstag weggekocht und weggesprochen werden kann.
Und ich persönlich finde es absolut phänomenal, dass da jetzt ein Zweiter mitdenkt, mitguckt und mit schneller Hand Dinge erledigt werden. Und wenn es nur Kleinigkeiten sind, die das Leben einfacher machen: die leeren Batterien in einem Gerät gewechselt, das Salz im Streuer nachgefüllt. Die Rechnung überwiesen, die Geburtstagskarte für die Verwandtschaft rausgelegt. All das neben den standardmäßig aufgeteilten Sachen. Und wir freuen uns so daran, dass wir es dem anderen auch sagen. Nicht unbedingt: "Danke, dass du die Batterien gewechselt hast", sondern genau wie beschrieben: "Wie schön, wenn man nicht alles selbst machen muss und die Batterien schon gewechselt sind." - "Ja, und wenn das Toilettenpapier wieder aufgefüllt ist."

Ich habe gelernt: Wenn man mal "alles" am Hals gehabt hat und allein für alles verantwortlich war, dann erst lernt man so richtig schätzen, wie es verpartnert eine Entlastung sein kann. Allerdings habe ich nie jemand kennen gelernt, der "bewusst" und "mit Absicht" anliegende Dinge übersieht und den anderen auf diese Art übervorteilt uns ausnutzt. Das stelle ich mir übel vor, wenn man in die Rolle des Knechts geschoben wird. Ich befürchte aber, dass in manchen Beziehungen die Erwachsenen sich nie genau einen Überblick verschafft haben, was alles an Arbeit und Standardaufgaben anliegt und wie hoch der Aufwand ist, diese Dinge zu erledigen. Das merkt man im vollem Umfang vielleicht erst, wenn man wirklich alleinerziehend ist.
Liebe Grüße


Bap


Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

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85

Freitag, 12. Mai 2017, 08:19

@friday72

So ähnlich hat die Ehe meiner Eltern auch funktioniert und was ich bis heute toll finde, die konnten stocksauer aufeinander sein, da ist nie was abwertendes über den Anderen gekommen.

Ich finde wenn das Level zwischen Geben und Nehmen stimmt dann braucht`s auch kein übertriebenes Lob, solange man sich als Paar im Blick hat, weiß man wie es ankommt.

Viele neigen nur nach Jahren zur Betriebsblindheit und dagegen muss man was tun, alle Beide natürlich und nicht nur einer.
Nö.....

86

Freitag, 12. Mai 2017, 09:12

Ich lobe doch nicht einmal mein Kind dafür, wenn es wie selbstverständlich den Müll runterbringt, weil wir das so abgesprochen haben.

Nun, loben wäre für mich wohl auch nicht so naheliegend, aber ich finde es schon wichtig, sich zu bedanken. Das ist ja nun überhaupt nicht schwer, zumindest dann nicht, wenn eine gewisse Wertschätzung vorhanden ist. Natürlich gibt es einen Unterschied zwischen einem formalisierten Danke und einem, wo man weiß, es kommt wirklich von Herzen. Ich finde, das gehört einfach zu einem freundlichen Umgang miteinander - das versuche ich, auch meinen Kindern zu vermitteln.
A smile a day sweeps the sorrows away

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Dadefana

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87

Freitag, 12. Mai 2017, 09:26

Nun... so unterschiedlich sind die Wahrnehmungen. Ich fühle mich schon immer ein wenig genarrt, wenn mein LG auf mich zukommt und sich bedankt. Ich sag dann schon gerne mal... bedank dich nicht hinterher, pack lieber vorher mit an, dann haben alle was davon. :schiel
Ich hab schon genug Stress mit meinen Haaren!

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88

Freitag, 12. Mai 2017, 10:09

Nun... so unterschiedlich sind die Wahrnehmungen. Ich fühle mich schon immer ein wenig genarrt, wenn mein LG auf mich zukommt und sich bedankt. Ich sag dann schon gerne mal... bedank dich nicht hinterher, pack lieber vorher mit an, dann haben alle was davon. :schiel



Das kann ich verstehen und würde mir wohl ebenso gehen, liegt aber wohl an eurer speziellen Situation.

Es dreht sich ja um ein gegenseitiges Geben und Nehmen und die Wertschätzung dessen.
Bei Dir fehlt das gegenseitig.....
Würde ich alles alleine managen müssen, ist das Danke danach zwar nett, aber schal.

Ich kann mich da der Aussage von Volleybap nur anschließen.
Auch ich habe das Glück, nun einen Partner zu haben, der " mit sieht" und mit anpackt.
Vor allem das mit sehen und mit denken, erstaunt mich teilweise heute, nach über 2 Jahren noch und ich bin darüber immer noch dankbar weil ich zwischenzeitlich weiß, daß dies keine Selbstverständlichkeit ist.

Es gibt immer noch Situationen, wo ich nachfrage, hast Du an dies oder jenes gedacht und die Sachen längst erledigt sind.
Hätte ich nie geglaubt, daß es so einfach sein kann ;-)

Und ja, wir bedanken uns gegenseitig, wenn der andere gekocht hat, oder schon mit dem Hund gelaufen, oder was auch immer.
Es ist um so vieles leichter, gemeinsam verantwortlich zu sein und sich darauf auch verlassen zu können, da kommt das Danke dann auch von Herzen!
" Lebensmotto" Alle Sorgen hinaus auf`s Meer schicken und kleine Gluecksmomente sammeln, wie Muscheln am Strand

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Dadefana (12.05.2017)

89

Freitag, 12. Mai 2017, 11:56

Ich kenne diese Frauen, die so wie in der Studie über ihre Männer sprechen... :kopf
Ich kenne dieses ewige mit mir auf eine Stufe stellen... :frag

Erst heute früh an der Kita sagte eine wieder: "ja, er kümmert sich ja aber wenn ich dann mitkriege das Sohn erst um 21:30 Uhr ins Bett gebracht wird, obwohl es 20 Uhr sein soll, dann mach ich es doch wieder lieber selbst!"
Und ich persönlich denke dann immer: Ihr wisst nicht wie gut ihr es habt! Wenn Mann andere Zeiten vorgibt als du/ihr dann akzeptiert es doch oder diskutiert es aus, anstatt eure Maßstäbe anzusetzen!

Oder ich kriege mit wie Mann die ganze Wohnung sauber gemacht hat, nur nicht unterm Sofa...sofort heisst es das nächste Mal mach ich es selbst :ohnmacht:

Oder die Mutter die teilzeit arbeitet und auch selber sagt, anders könne sie es sich nicht vorstellen, da sie gerne Zeit mit den Kindern verbringt aber jedem überall immer erzählt, das sie allein erziehend wäre, weil ALLES an ihr hängt. -er ist Manager und arbeitet echt viel, dadurch konnten, sie ein Haus jaufen, dadurch haben sie ein Auto, dadurch werden alle Unternehmungen die sie mit den kids macht bezahlt, dadurch werden 2 Putzfrauen bezahlt (wobei Frau immernoch selbst putzen muss-weil nicht sauber genug!)
Ja, er macht weniger mit den kids als...aber wie oft habe ich da die wochenends Diskusion schon mit bekommen: sie immer der Meinung "Aktion/Unternehmungsprogramm/Ausflüge" er wünschtt sich oft einfach nur zu Hause zu bleiben, das gebaute Spielhaus, der Pool, der Garten,...

Es :kotz mich an.

Ja, vereinzelt gibt es auch Beispiele wo es absolut nicht ausgeglichen ist, wo sie mehr verdient und mehr arbeitet und trotzdem alles rund um die kids macht und Hauhalt macht...

Aber oft sehe ich es nur so: Ihr seht nicht was euer Partner macht, bzw. machen würde, wenn er nicht ständig ausgebremst würde.

Und ich??? :wow bin wirklich allein, allein erziehend. 7 Tage die Woche. Bei Krankheit, bei Stress, bei allem, immer in der alleinigen Verantwortung, es gibt nicht mal Kontakt zum KV... Unterhalszahlungen sind anscheinend ein Glücksspiel. Ich kann nicht mal ne halbe Stunde sagen: geh mal mit ihr auf den Spielplatz. Bring mal bitte den Müll runter, kannste du si emal ins Bett bringen,...ok die Realtität wäre bei ihm vermutlich, er würde es sowieso nicht machen...aber die Väter der "alleinerziehenden" Mütter in Partnerschaft die würden es machen...
Träume nicht dein Leben - lebe deinen Traum! :)

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musicafides (12.05.2017), Dadefana (12.05.2017), butterblum (27.05.2017)

90

Freitag, 12. Mai 2017, 14:02

Ein Thema was mir im Kopf rum geht dieser Threat...

Ich denke jedoch schon, das die Aussage: Ich bin alleinerziehend trotz Partner, bei einigen zutreffen sein wird und dort wird vermutlich irgendwann eine wirkliche AE draus. Wie hier ja auch Beispiele gennant worden.

Aber ich bin überzeugt, das es in anderen Fällen an den eigenen Erwartungen und an der Kommunikation hängt.
Bei vielen Frauen ist es ja so, das diese die Elternzeit nehmen. Meistens weil der Mann heutzutage meistens mehr verdient. Damit ist Frau schonmal in der Zuahuse bleib Rolle. Für jemanden der diese Rolle nicht kennt, ist es sicherlich nicht einfach, sich da rein zu versetzen und gleichermaßen Verantwortung zu übernehmen.
Oder z.T. unausgesprochene oder nur vorgegebene "Regeln" zu verstehen.
Ich glaube das ist ein Knackpunkt.

Und anderesherum das es auch Frauen gibt, die nur auf Ihre Tätigkeiten gucken und sich Unterstützung wünschen aber die andere Arbeit nicht wert schätzen.
Da kenne ich ein Beispile: Sie kocht immer, versorgt die Kinder, macht die Hausaufgaben, macht wirklich viel! Jedoch sie haben ein altes Haus gekauft und er hat alles selbst gebaut! Frau sagt mach mir da eine neue Garderobe hin: Schnellstmöglich ist die. Der Mann hat das Haus grundsaniert! Die fingen in einem Raum an zu leben. Jedes Kind ein mittlerweile ein eigenes Zimmer, ...
Er schleppt für alle schwere Dinge von a nach b...und er ist der Haupteinkommensträger der Familie und auch viel wegen der Arbeit außer Haus.

Sie stellt ihm beim Essen oft keinen Teller hin, weil sie sich so ärgert, das sie immer kocht!
Ein einziges Mal habe ich mit gekriegt wie er mal sagte: dann bau hier doch bitte Maal an diesem und jenem weiter und schlepp das ganze Baumaterial raus.
Ihr Antwort war: das kann ich doch gar nicht! Und so schwer schleppen geht nicht wegen meinem Rücken...

Es bleibt alles beim Alten und er kriegt manchmal trotzdem keinen Teller hin gestellt. ER kann halt nicht kochen aber er legt trotzdem nicht die Füße hoch...
Träume nicht dein Leben - lebe deinen Traum! :)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Rosarot« (12. Mai 2017, 14:02)


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