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Micha67

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Dienstag, 12. September 2017, 07:57

Mutter mit in den Haushalt nehmen oder nicht?

Ich wohne ja jetzt mit meiner Partnerin allein, da mein Sohn und meine Tochter ausgezogen sind und meine jüngste nur am Wochenende und in den Ferien zu Hause ist.

Meine Mutter ist 83 und wohnte bis vor einigen Wochen in ihrem alten Haus, 250 km entfernt, aus dem sie keinesfalls raus wollte. Ich hatte schon öfter vorgeschlagen, dass ich ihr hier ne Wohnung suche, aber sie wollte nicht. Ansonsten kommt sie 2 bis 3 Mal im Jahr für 2 Wochen zu uns zu Besuch.

Nun war, endlich, das Bauamt bei ihr und hat ihr Haus für baufällig erklärt und wollte sie sogar zwangsweise aus dem Haus holen. Deswegen holte ich sie zu mir mit dem Nötigsten. Sie ist seit 1 Woche im alten Zimmer meines Sohnes. Hier im Raum Darmstadt ist eine Wohnung zu finden nahezu unmöglich. Dennoch: Rein zufällig wäre im selben Ort eine günstige Wohnung frei, die sich meine Mutter mit Grundsicherung oder Wohngeld leisten kann. Ein netter Vermieter, Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe und ich kann nach ihr sehen oder sie mal zum Essen vorbei kommen.

Nur habe ich das Gefühl, dass sie gar nicht so die Begeisterung zeigt, eher etwas beunruhigt ist. Gut, sie war gewohnt, in ihrem eigenen Haus zu sein, an einem anderen Ort, ohne fürs Wohnen zu zahlen. Sie ist ein netter Mensch, aber recht schwierig in vielen Belangen. Sie lästert hinter dem Rücken aller Familienmitglieder gerne bei anderen. Kocht meine Partnerin und schmeckt es ihr nicht, sagt sie nichts und erzählt meiner Tochter das es "Bäh" war. "Bäh" ist ihr Lieblingswort. Dann führt sie fast den ganzen Tag Selbstgespräche und meine Partnerin, die aufgrund ihrer Krankheit derzeit den ganzen Tag zu Hause ist, bekommt das natürlich besonders mit. Ich arbeite ja tagsüber. Da wir keine Einliegerwohnung haben, ist sie halt wirklich den ganzen Tag um einen herum und selbst ich habe manchmal zuviel und wenn man ihr etwas sagt, ist sie beleidigt wie ein kleines Kind.

Dennoch überlege ich hin und her. Warum soll sie Miete zahlen, wenn wir ein Zimmer haben. Auf der anderen Seite sind wir grundverschieden und ich weiß nicht, wie es sich auf die Partnerschaft auswirkt. Meine Partnerin hätte kein Problem, dass sie solange bleibt, bis wir eine Wohnung für sie haben. Sie ist rüstig und kein Pflegefall. Aber würde die auf Dauer bleiben, wäre sie weniger einverstanden. Heute haben wir eine Besichtigung in der Wohnung, wo sie der einzige ist, da der Vermieter auf eine Anzeige angerufen hat und selber alt ist. Auch in ihrem Heimatort hatte sie zuletzt doch einige BEsichtigungen gehabt, aber auch da hatte sie immer was auszusetzen, was ihr nicht gefällt, weil ich denke, dass sie im Grunde in keine Wohnung will. Aber zu Hause ist es auch nicht leicht mit ihr und das auf viele Jahre, kann ich mir nicht vorstellen, auch wenn sie meine Mutter ist.
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2

Dienstag, 12. September 2017, 08:14

Guten morgen,

Also ich würde es nicht machen. Ich finde es ehrlich gesagt etwas zu viel verlangt, dass deine Partnerin den Launen deiner Mutter ausgesetzt ist. Du bist ja arbeiten.

Habt ihr mal darüber nachgedacht ihr etwas in Richtung betreutes wohnen zu suchen? Hat den Vorteil, dass sie da ihr Leben lang bleiben kann, meist auch über alle pflegestufen hinweg. Sie hat ihre eigene Wohnung, aber altersgerecht. Kann verschiedene Leistungen nutzen oder auch nicht. Etc.

Man sagt ja, einen alten Baum verpflanzt man nicht. Vielleicht ist ihr nicht wohl dabei, dass sie sich nicht dauerhaft niederlassen kann.

Lg

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Dienstag, 12. September 2017, 08:42

Also ich würde es nicht machen, auch entweder die Option betreutes Wohnen oder die eigene Wohnung. Nur aus Kostengründen - also sparende Miete - darauf einzugehen, könnte u. Umständen auch Deiner Partnerschaft auf Dauer schaden.
Also ich als Partnerin wäre "mäßig" begeistert.... :rotwerd
Alles, was Ihr also von anderen erwartet, dass tut auch Ihnen! Darin besteht das Gesetz und die Propheten Mt 7,12

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Dienstag, 12. September 2017, 08:59

auch ich wuerde es nicht machen und finde die loesung, eine wohnung ganz in der naehe einfach gut.

ich denke auch eure partnerschaft wuerde leiden, und dieses gefuehl *einfach mal die tuer zumachen* fehlt.

vielleicht gefaellt omi ja die wohnung.........und ein kuemmern, da sein und co. habt ihr dann immer noch.

ich empfinde es fuer beide seiten, eine gute loesung......

berichte mal wie es weiter geht......
Kinder die geliebt werden, werden erwachsene die liebe schenken koennen.


"In meinem Leben habe ich unzählige Katastrophen erlitten. Die meisten davon sind nie eingetreten."

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Dienstag, 12. September 2017, 09:18

Wer übernimmt die Pflege, wenn sie bei euch wohnen bleibt?

Wer kümmert sich um sie, wenn du mit deiner Partnerin verreisen willst?


Ich würde meine Mutter nicht bei mir aufnehmen. Wir kommen zwar soweit gut miteinander aus, aber wir brauchen unsere Distanz. Jeder von uns hat Eigenarten, die man zwar für eine kleine Zeit ertragen kann, aber nicht auf Dauer. Deine Mutter konnte bis jetzt ihr Leben selbst bestimmen, jetzt müsste sie viele Kompromisse eingehen. Und nicht nur sie.

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Dienstag, 12. September 2017, 09:28

Ich würde es auch nicht machen.... wäre auch bei mir und meiner Mama, zu der ich ein super Verhältniss hatte und wir wie beste Freundinnen waren, nie gemacht.... denn ich bin der Meinung, dass das auf Dauer nicht funktionieren kann....

Ich finde auch die Option mit eigener Wohnung in Euere Nähe eine sehr gute Lösung, denn man kann sich kümmern, wenn Not am Mann ist..... damit ist beiden Seiten geholfen.

Klar fällt Deiner Mutter der Umzug schwer, aber das wäre immer so, da sie aus ihrem Zuhause raus muss.... aber das lässt sich ja leider nicht ändern.

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Dienstag, 12. September 2017, 09:31

Alleine kann ich das sowieso nicht entscheiden und meine Partnerin wäre auch dagegen. Ich bin ja schon froh, dass sie damit einverstanden ist, dass sie solange bleibt, bis wie eine Wohnung haben.

Betreutes Wohnen ist halt schwierig bei 600 EUR Rente. Sie hat in ihrem Haus noch Holz gehackt und die vollen Eimer Wasser, die sie am Dach unterstellte, alleine ausgeschüttet. Das war schon untragbar aus meiner Sicht. Ihr Haus ist abbruchreif, aber sie wollte partout nicht raus. Von daher bin ich froh, dass das Bauamt gehandelt hat. Die riefen mich auch an und meinten, wenn ich sie nicht hole, wird sie in eine Notunterkunft gebracht. Das ging natürlich gar nicht und ich habe sie zu mir geholt. Wir haben noch eine Senioren WG an der Hand, wo das Zimmer günstig ist. Die ist aber im Aufbau und soll vermutlich erst im Sommer bezugsfertig sein. Das ist ganz schön lang. Die Wohnung sehen wir heute abend. Normal nimmt kein Vermieter einen alten Mensch, da gibt es zu viele Vorbehalte. Das hier ist ein Glücksfall, wenn es denn klappt.

Und es timmt ja, sie hat viele Eigenheiten, auch wenn sie im Grunde ein netter Mensch ist, ist sie anstrengend und wenn sie dann ständig da wäre ohne Rückzug in unserem kleinen Reihenhaus, das wäre schon schwierig. In einer Wohnung in der Nähe kann sie auch bleiben, wenn sie mobile Pflege braucht und ich kann mich auch kümmern. Darüber hinaus denke ich nicht nach.

Was halt mein Problem ist, das ich ein schlechtes Gewissen habe, weil sie vielleicht denkt, wir schieben sie ab. Als die Kinder noch kleiner waren, war sie halt auch mal länger hier und hat viel unterstützt.
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8

Dienstag, 12. September 2017, 09:35

Nun war, endlich, das Bauamt bei ihr und hat ihr Haus für baufällig erklärt und wollte sie sogar zwangsweise aus dem Haus holen

Leider wurde versäumt das alte Haus in Schuß zu halten.
Wenn ein Wohnwagen auf ihrem Grundstück keine Option ist, dann muß sie eben Miete für ein Zimmer bezahlen...
Bei dir scheint zwar räumlich Platz zu sein....Aber die Persönlichkeiten scheinen nicht wirklich zusammen zu passen, deswegen sollte deine Mutter lieber woanders leben.

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Dienstag, 12. September 2017, 09:56

Leider wurde versäumt das alte Haus in Schuß zu halten.

Das Haus hat sie mit ihrer Mutter 1960 gekauft und es war da schon eine 100 Jahre alte Ruine. Mein Vater hatte dann vor seinem Tod einiges gebastelt, aber die Substanz ist einfach schon das Geld nicht wert.
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faith

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Dienstag, 12. September 2017, 10:03

Aber zu Hause ist es auch nicht leicht mit ihr und das auf viele Jahre, kann ich mir nicht vorstellen, auch wenn sie meine Mutter ist.

Da hast du doch deine Antwort ;) Ich würds nicht machen. Meine Eltern und ich haben ein relativ gutes Verhältnis, aber nie im Leben würde ich mit ihnen wieder zusammenziehen wollen, wenn es eine Alternative gibt.

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Dienstag, 12. September 2017, 10:12

Danke für die vielen Meinungen, ich denke, ich fühle mich in meinem Unwohlsein bestätigt.
Heute ist Besichtigung und wenn die Wohnung und der Vermieter einen guten Eindruck machen und wir sie kriegen können, werde ich ihr auch klar sagen, dass es nur so geht.

Sie sucht schon seit Jahren über Anzeigen "alte Damen", mit denen sie zusammen ziehen kann. Manchmal auch alte Herren. Aber wehe die werden zudringlich, dann ergreift sie die Flucht. Da waren bestimmt 20 alte Damen und Herren in den letzten 10-15 Jahren und immer fand sie ein Haar in der Suppe. Sie wohnte dann mal ein paar Wochen dort, dann gefiel es ihr nicht. Zu schmutzig, zu stinkig, zu merkwürdig. Ich denke, sie würde die jahrelange Suche hier fortsetzen wollen, aber ihre Ansprüche sind einfach zu hoch. Es gab schon die ein oder andere Dame oder Herr, wo ich auch kennen gelernt habe und auch nett fand, aber sie wollte einfach aus ihrem Haus dann doch nicht raus. Erst war es ihr Bruder, den sie noch betreut hat, bis der in ein Altenheim kam und immer fand sie andere Gründe. Das mit dem alten Baum stimmt natürlich und so eine Wohnung wird ein Einschnitt sein, aber ich werden dann halt sanften Druck ausüben müssen.
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Dienstag, 12. September 2017, 10:15

Was halt mein Problem ist, das ich ein schlechtes Gewissen habe, weil sie vielleicht denkt, wir schieben sie ab.

Ich denke, wenn Du mit ihr sprichst und ihr vermittelst, dass es so - mit eigenen vier Wänden - besser für sie ist, dann wird sie hoffentlich auch verstehen, dass Du sie nicht abschieben möchtest. So oder so ist ihr das alte, gewohnte Zuhause genommen worden, aus Gründen, die sich eben nicht ändern lassen. Aber wenn sie weiß, dass sie bei Euch willkommen ist, ist es nicht das, was zählt? Wenn sie in der Nähe wohnt, dann könntest Du ja auch mal kurz vorbeischauen ... ich denke, da eröffnen sich bessere Möglichkeiten, als wenn sie bei Euch wohnen bliebe.
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Dienstag, 12. September 2017, 10:26

Wenn sie noch rüstig ist, kann sie ja auch selbst entscheiden, oder? Du kannst ihr dann bei der Umsetzung helfen.

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Dienstag, 12. September 2017, 11:54

TOLL, ruft der Vermieter noch vor dem Termin heute abend an und sagt einfach ab. Meine Mutter war ihm wohl doch zu alt. Schade. Die Suche geht weiter
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Dienstag, 12. September 2017, 14:01

wenn ich es richtig verstanden habe, möchte sie auch gar nicht zu Euch ziehen, oder habe ich das falsch verstanden?

Ich würde es nicht machen-
einen alten Baum verpflanzt man nicht so einfach- und ihr hab ein eigenes Leben!

Es wäre nur jetzt der Punkt für sie zu entscheiden, wo sie denn nun weiterhin leben möchte...
nicht einfach :-(
Lieber Gruss

Luchsie

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Wem genug zu wenig ist, dem ist nichts genug. (Epikur)

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Dienstag, 12. September 2017, 15:16

Betreutes Wohnen ist in der Regel extrem teuer und man hat eigentlich keine nennenswerte Leistungen die erbracht werden.

Also wenn, dann eigene Wohnung. Sollte sich irgendwann die Notwendigkeit eines Pflegegrades ergeben, dann kann man je nach Grad und gewünschter Leistung einen Pflegedienst hinzu ziehen.
LG
Anja

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Dienstag, 12. September 2017, 16:16

Betreutes Wohnen ist in der Regel extrem teuer und man hat eigentlich keine nennenswerte Leistungen die erbracht werden.


Möglicherweise ist es die große Ausnahme, aber da machen wir gerade andere Erfahrungen.
Mein Vater kommt in eine nette Seniorenwohnanlage mit zubuchbaren Leistungen (also betreutes Wohnen) und Anschluss an ein Pflegeheim.
Die Miete ist mit 8Euro / qm sehr günstig - und alles ist barrirefrei und somit auch für die kommenden Jahre akzeptabel.

Was nützt ein Umzug in eine normale Wohnung, wenn ein kleiner altersgerechter Zwischenfall schon den nächsten Umzug erforderlich machen kann ?


:tuschel Und in so einer Anlage kann das Personal auch mit "altersbedingten Besonderheiten" umgehen.

Also: Seniorenanlage suchen und auf Glück hoffen. Ohne Glück geht das alles nicht.


:tuschel "Du kannst neu anfangen, wenn Du mit dem Alten fertig bist"


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Dienstag, 12. September 2017, 17:28

Naja, meine Mutter hatte ein 45qm-Appartment für 700 Euro Miete. Dann kamen die zubuchbaren Leistungen: Notruf: 90 Euro im Monat, Vollverpflegung 700 (!!!) Euro im Monat... dann kam der Pflegedienst, "eigentlich" sollten die Kosten dafür durch die Pfegekasse gedeckt sein, doch meine Mutter hat sich ein paar Leistungen aufschwatzen lassen: plötzlich wurden noch mal 600 (!!) Euro monatlich abgebucht, ach, Putzkraft 1x die Woche auch noch mal 120 Euro im Monat. Ach und Zeitung, Strom und Telefon waren noch mal extra.
So, bei 1500 Euro Rente, was schon viel ist, blieb monatlich eine Minuszahl über.
Und alles haben wir erst nach und nach erfahren. Man muss da höllisch aufpassen. Meine Mutter hat das irgendwie gar nicht verstanden und zu allem "ja" gesagt und brav unterschrieben.

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Dienstag, 12. September 2017, 18:19

45qm-Appartment für 700 Euro Miete


Das ist schon deutlich mehr als hier .....
Und bei den zubuchbaren Leistungen muss halt drauf geachtet werden was notwendig ist, was geht, .... und was nicht geht.
700 Euro für Vollverpflegung ist halt schon ein großer Posten. Luxus oder Notwendigkeit ?


:tuschel "Du kannst neu anfangen, wenn Du mit dem Alten fertig bist"


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Dienstag, 12. September 2017, 18:32

Pflege und oder betreutes Wohnen ist ein riesen Geschäft .
Da geht es um riesen Gewinne.


Wenn die zu betreuende Person nicht entmündigt ist , dann kann es durchaus passieren das da Zusatzleistungen gebucht werden.
Wie will man das verhindern?

Ach ,das ist echt schwer so einen alten Baum egal wohin zu verpflanzen.

Liebe Grüße

Ute

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Dienstag, 12. September 2017, 20:13

Zum Thema Putzkraft muss ich mal noch was los werden.

Ab Pflegegrad 2, stehen einem 125,- € monatlich für Betreuungsleistungen zu. Diese 125,- € kann man sich anders als das Pflegegeld nicht auszahlen lassen. Die Betreuungsleistungen müssen durch eine zertifizierte Person bzw. Unternehmen erbracht werden. Ganz häufig ist es so, dass für diese 125,- € ein Pflegedienst den Haushalt macht und/oder die Einkäufe erledigt.
LG
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Dienstag, 12. September 2017, 21:02

Ich habe in der Pflege gearbeitet und pflege nun seit 15 Jahren meinen Sohn.

Es liegen Welten dazwischen und es liegen noch mal Welten dazwischen, ob ich meine Kind pflege oder meine Eltern.

Ich habe meine schwerkranke Mutter unterstützt soweit es ging , aber diese Stunden sind so viel schwerer gewesen als jede Pflege vorher.Da fehlt die Distanz.
Da schwebt immer ganz viel mit im Raum unverarbeiteter Groll, es aushalten müssen, das die starken Eltern schwach werden , dann die Macken der Eltern, die ihre Rolle nicht verlassen wollen.
Ich weiß nicht, was ich gemacht hätte, wäre mein Vater nicht da gewesen (nicht das er sich gekümmert hätte), er blockierte jede Art von Hilfe durch Pflegedienst etc.

Weil klar kommt da das Gewissen, es ist ein Elternteil, da hilft man doch u.ä.

Doch was hilft es, wenn man irgendwann der Mutter den Hals umdrehen möchte, wenn die Beziehung kaputtgeht, wenn das eigene Leben in die Brüche geht usw.

Was hilft es der Mutter, die sich vielleicht als Anhängsel fühlt, die sich in ihrer Selbstbestimmtheit eingeschränkt fühlt.
Ein Zimmer ist keine Wohnung usw.

Ich weiß es ist eine ganz schwierige Entscheidung für alle.

Früher ,da war das keine Frage, 3 Generationen unter einem Dach etc,das war aber weil die Menschen keine Wahl hatten uind nicht unbedingt freiwillig.

Ich glaube auch, das ein Elternteil nicht bei sich aufnehmen, nicht heisst, man liebt es weniger und ist ein Rabenkind.

Liebe Grüße

Ute

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Mittwoch, 13. September 2017, 01:02

Ich will uns die Distanz bewahren, um die Liebe zu dir zu behalten.

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ich werd es schaffen!!!

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Mittwoch, 13. September 2017, 09:44

Ich will uns die Distanz bewahren, um die Liebe zu dir zu behalten.


Guter Spruch!! :daumen

@Dadefana: Dabei musste ich an Dich und Deinen Sohn denken...

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