Sie sind nicht angemeldet.


Anmida

Erleuchteter

  • »Anmida« ist weiblich
  • »Anmida« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 838

Registrierungsdatum: 20. Januar 2013

Wohnort: München

Beruf: Verwaltungsbeamtin

Aktivitätspunkte: 9625

  • Nachricht senden

1

Donnerstag, 12. Oktober 2017, 14:18

Tochter setzt sich selbst zu sehr unter Leistungsdruck

Wie schon berichtet, hat meine Tochter nach der 8. Klasse auf die Realschule gewechselt und es in gewisser Weise als Versagen gewertet.

Jetzt ist sie in der 12. Klasse FOS und schreibt im Mai ihr Fachabi, möchte dann aber noch in die 13. Klasse für das normale Abi. Ihr Traum wäre ein Medizinstudium und jeder weiß, wie da der NC ist.....

Dementsprechend setzt sie sich unter Druck und lernt, lernt, lernt.....
Das ist ja einerseits positiv, aber sie ist auf dem Weg, psychisch und physisch an ihre Grenzen zu kommen (Konzentrationsprobleme, sehr gereizt, ständige Müdigkeit....).

Wir waren auch schon beim Kinderarzt und Blutwerte sind normal.

Was kann ich tun?
Hat jemand irgendwelche Tips?

Ich stehe ratlos daneben, weiß nicht, wie ich sie aus der Spirale rausbringen soll und v.a. was ich sage, ist falsch!
Das bringt natürlich erhöhte Konflikte zwischen uns mit sich und die Stimmung ist entsprechend angespannt.
Damit zehrt das Ganze auch an meinen Nerven......

Es hat sich bereits 1 registrierter Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

si_lence (12.10.2017)

2

Donnerstag, 12. Oktober 2017, 16:40

Junior ist in der 11. Montags hat er 10 Ustd. am Stück, die anderen Tage oft bis zur 8.
Ich entlaste ihn. An langen Schultagen darf er entspannen, muss nichts im Haushalt machen. Ich bring ihm sogar Kaffee an den Schreibtisch. :Flowers
Ich bin froh, dass der Groschen bei ihm gefallen ist und er das Abi selber will.

Vielleicht gelingt dir das auch so? Die Tage gab es doch ein Gerichtsurteil bzgl. des NC, ich hab es leider nicht weiter verfolgt. Alternativ kann deine Tochter ihr Abi immer über ein freiwilliges soziales Jahr aufwerten. Außerdem gibt es Aufnahmetests, da hat man auch nochmal eine Chance.
Kommas zu verschenken... :brille

Es haben sich bereits 5 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

FrauRausteiger (12.10.2017), si_lence (12.10.2017), overtherainbow (12.10.2017), Jona (12.10.2017), schauenwirmal (13.10.2017)

3

Donnerstag, 12. Oktober 2017, 17:05

Wie schon berichtet, hat meine Tochter nach der 8. Klasse auf die Realschule gewechselt und es in gewisser Weise als Versagen gewertet.

Jetzt ist sie in der 12. Klasse FOS und schreibt im Mai ihr Fachabi, möchte dann aber noch in die 13. Klasse für das normale Abi. Ihr Traum wäre ein Medizinstudium und jeder weiß, wie da der NC ist.....

Dementsprechend setzt sie sich unter Druck und lernt, lernt, lernt.....
Das ist ja einerseits positiv, aber sie ist auf dem Weg, psychisch und physisch an ihre Grenzen zu kommen (Konzentrationsprobleme, sehr gereizt, ständige Müdigkeit....).

Wir waren auch schon beim Kinderarzt und Blutwerte sind normal.

Was kann ich tun?
Hat jemand irgendwelche Tips?

Ich stehe ratlos daneben, weiß nicht, wie ich sie aus der Spirale rausbringen soll und v.a. was ich sage, ist falsch!
Das bringt natürlich erhöhte Konflikte zwischen uns mit sich und die Stimmung ist entsprechend angespannt.
Damit zehrt das Ganze auch an meinen Nerven......


Sorry, wollte zitieren, nicht bedanken.

Kai hat schon recht, das "Kind" von anderen Pflichten befreien, wird sicher etwas Druck rausnehmen. Sie ist jetzt 17 oder 18, nicht? Nachdem es ihr Wunsch und ihr Wille ist, würde ich nichts dagegen sagen, jedenfalls nicht, solange nicht ihre Gesundheit gefährdet ist.

Ich selbst habe mir mit 15 nachts um zwei den Wecker gestellt und zwei Stunden gelernt und dann nochmal zwei Stunden geschlafen.

Irgendwie ist es ein Kreuz mit den Kindern. Die einen tun nix, die anderen zuviel. :nixwieweg

Vielleicht kann es helfen, ihr Alternativen aufzuzeigen, falls es dann doch nicht reicht. So weiß sie zumindest, dass sie nicht auch noch dich enttäuscht, sollte sie es doch nicht schaffen.

4

Donnerstag, 12. Oktober 2017, 22:47

Schwierigschwierig. Ein Bekannter aus Studientagen hatte sich auch so unter Druck gesetzt (BWL, seit Vater ist Wirtschaftsprüfer mit Kanzlei, Buchautor, Dozent etc.pp). Das ist schon eine Latte, die er sich da gelegt hatte. Bei ihm hat sich das in Prüfungsangst geäußert. Eine psychologische Betreuung an der Uni hat da wohl sehr geholfen :Hm. War ein langer Weg, aber jetzt darf er sich Dr. Erfolgreich nennen.
Um das mal aufs Jüngere umzulegen: Schulpsychologen? Oder ist das schon wieder übertrieben?
Es ist auch eine Persönlichkeitsfrage, mir selbst nicht ganz fremd :|. Dafür habe ich so einen Nichtstuer hier. Letzte Woche hatte er eine Prüfung verbummelt, ich hab 40 Minuten am Stück gemeckert. Rekord.
Ihr wohnt in Bayern, oder?
Und ja, das mit dem NC habe ich auch gelesen (und auch nicht weiterverfolgt :rotwerd)

Anmida

Erleuchteter

  • »Anmida« ist weiblich
  • »Anmida« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 838

Registrierungsdatum: 20. Januar 2013

Wohnort: München

Beruf: Verwaltungsbeamtin

Aktivitätspunkte: 9625

  • Nachricht senden

5

Freitag, 13. Oktober 2017, 08:41

Danke für die Anworten.

Das mit dem NC hab ich auch gelesen und ihr sofort gezeigt....

Ich entlaste sie soweit es geht, aber ihre Pflicht (putzen am Samstag) will sie sich auch nicht nehmen lassen. Und ich brauche auch etwas Unterstützung, denn ich bin gesundheitlich auch nicht fit.

So Dinge, wie ihr Nervennahrung bringen etc. mache ich auch.

Schulpsychologe fände ich nicht schlecht, aber da würde sie nie hingehen.... dazu müsste sie ja erst mal erkennen, dass sie ein "Problem" hat.

Und das ist ja mit der Haken:
Es sind alle anderen Schuld.... das Schulsystem, die unfähigen Lehrer, der blöde Stoff.....
Sie sieht nicht, dass sie vielleicht eine falsche Struktur hat und viel zu umständlich und perfektionistisch ist.

Wenn es auch "nur" das Lernen wäre.... aber dass sie dann solche Ausraster bekommt, wenn nur irgendeine klitzekleine Kleinigkeit nicht passt.....

Ich war die Woche schon so weit, zu sagen, pack Deinen Koffer und zieh zu Deinem Vater. Dann kannst ja mal schauen, inwiefern er Dich unterstützt und wie es da läuft.
Es komme einfach auch ich an meine Grenzen und weiß nicht, wie ich das Jahr bzw. auch noch das nächste überstehen soll....


Vor drei Jahren war sie mal länger bei einer Therapie..... aber die Dame hat das eigentliche Problem nicht erkannt und ich konnte es ihr auch bei den Elterngesprächen nicht verdeutlichen wie wichtig das ist. Sie meinte immer nur, dass anderes jetzt im Vordergrund steht und das nicht so wichtig sei. Ich sehe das aber anders....
Es fällt so schwer zuzuschauen, wie sie sich fertig macht!

Dazu kommt, dass sie null Freizeit hat (bzw. sich nimmt), um etwas zu unternehmen. Sie geht noch dreimal die Woche zum Sport und ansonsten ist sie alleine zu Hause... entweder lernen oder sich erholen.... das kann es mit 17 doch nicht sein???

6

Freitag, 13. Oktober 2017, 09:24

Sie geht noch dreimal die Woche zum Sport und ansonsten ist sie alleine zu Hause... entweder lernen oder sich erholen.... das kann es mit 17 doch nicht sein???


Ist das deine oder ihre Ansicht?

Du wirst sie nicht zwangsweise ändern, sie muss das selber erkennen. Sie muss aber auch für sich selber entscheiden dürfen, was sie will, wohin sie will.

Bei den Ausrastern würde ich ihr deutlich sagen, dass sie ihre Wut und ihren Frust nicht an mir auszulassen hat. Soll sie ihr Kopfkissen totboxen...ganz klar. Da musst du dich abgrenzen.
Kommas zu verschenken... :brille

Es haben sich bereits 3 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Marsupilami (13.10.2017), FrauRausteiger (13.10.2017), schauenwirmal (13.10.2017)

7

Freitag, 13. Oktober 2017, 09:56

Wie wäre es, wenn du ihr ein gutes Buch über lernen und zeitmanagement (selbstmanagement) besorgst?

Im Studium wird es nämlich nicht besser.

Mein Bruder war übrigens genauso und hat sich so ein 1,0 Abi erkämpft. Ich war (leider) nicht ganz so ehrgeizig und habs nur auf 2,9 geschafft. Im Nachhinein hat es mich geärgert, dass ich nicht 100% gegeben habe. Wenn Sie trotz aller Mühe also kein 1,0 schafft, dann ist das ärgerlich, aber nichts im Vergleich zu dem Gefühl, was man hat, wenn man nicht alles gegeben hat und deswegen den Traumberuf nicht erlernen darf.

Ausraster würde ich allerdings auch nicht akzeptieren. Sie muss lernen effektiv zu sein. Qualität schlägt auch beim lernen Quantität.

Lg

8

Freitag, 13. Oktober 2017, 10:28

Wenn der NC nicht reichen sollte, könnte sie aber doch auch über Wartesemester Medizin studieren?
Ich hab mein Abi mit 3,1 gemacht, dann eine Ausbildung in der Krankenpflege gemacht. Das Studium, das ich im Anschluss absolviert habe (nicht Medizin), hatte einen NC von 1,4.
Hast du mit ihr mal über die Alternativen gesprochen? Gerade bei Medizin gibt es ja Ausbildungen, die einem das spätere Studium erleichtern können - und dann dort für eine Entzerrung sorgen (eine Freundin von mir hat beispielsweise Pharmazie studiert und meinte, dass die PTAs die einzigen gewesen wären, die es in der Regelstudienzeit gepackt hätten in ihrem Jahrgang).
Liebe Grüße
Jul

*Alles passiert zu seiner Zeit*

Anmida

Erleuchteter

  • »Anmida« ist weiblich
  • »Anmida« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 838

Registrierungsdatum: 20. Januar 2013

Wohnort: München

Beruf: Verwaltungsbeamtin

Aktivitätspunkte: 9625

  • Nachricht senden

9

Freitag, 13. Oktober 2017, 11:28

Natürlich hab ich ihr alle verschiedenen Möglichkeiten aufgezeigt..... Wartesemester, Ausbildung etc.

Und wegen nur daheim sein und lernen, das mag schon sein, dass das nur ich so extrem sehe und sie selber es nicht schlimm findet.
Aber so blöd es sich anhört... die Jugend kommt nicht wieder.... man sollte in dem Alter unbeschwert durchs Leben gehen und es genießen.....

Werbung © CodeDev