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tegami

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121

Montag, 20. November 2017, 11:57

Hallo @Butterblum,

Die Arbeitswelt verändert sich rasant. Neue Berufe entstehen und die Vernetzung tut ein Übriges. In vielen Berufen muss man umdenken, sowohl der Arbeitnehmer als auch das Management.

Du fragst Dich zurecht, was kann man den Kindern zumuten ? Der Wechsel vom einem zu Hause zum anderen ? Ich frage mich, wie es Kindern, welche zuerst mit beiden Elternteilen gelebt haben und dann nur noch einen verfügbar hatten, zugemutet werden konnte, den anderen Elternteil im Monat nur zweimal zu sehen von Samstag auf Sonntag, wie es lange Standard war ? Wie musste gekämpft werden und wird es immer noch, dass dieses Modell wenigstens auf Freitag bis Montag morgen ausgeweitet wurde und wird.

Neue Partner, Patchwork, all das wird den Kindern auch "zugemutet".

Es geht eigentlich nur darum, alte und veraltete Strukturen aufzubrechen und neue Optionen anzudenken und zwar sind da allen voran die Eltern gefordert und dann Jugendämter, Richter , Sozialarbeiter und der Gesetzgeber .

VG,
tegami

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Lena_1977 (20.11.2017)

122

Montag, 20. November 2017, 12:06

Es geht eigentlich nur darum, alte und veraltete Strukturen aufzubrechen und neue Optionen anzudenken und zwar sind da allen voran die Eltern gefordert und dann Jugendämter, Richter , Sozialarbeiter und der Gesetzgeber .

Genau in dieser Reihenfolge. Wenn (beide) Eltern nicht begreifen, dass es für die Kinder grundsätzlich gut und wichtig ist, Umgang mit beiden Eltern zu haben und gemeinsam nach konstruktiven Lösungen suchen, dann kann weder die Intervention von Jugendämtern, Richtern oder dem Gesetzgeber etwas bewirken. Wenn man als Eltern es nicht schafft, miteinander zu reden, dann muss man eben andere Wege gehen, nach Möglichkeit nicht über Familiengerichte.

Man kann dazu nur an sich selbst arbeiten, dass man nicht jede Schwäche des anderen Elternteils ausnutzt, um seinen Willen durchzudrücken. Angst ist eben immer ein schlechter Ratgeber.
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gtom

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123

Dienstag, 21. November 2017, 18:17

Warten wir erstmal ab wie sich die Neuwahlen entwickeln... ;-)

Die Karten werden ja jetzt wahrscheinlich neu gemischt...

lg Thomas

124

Mittwoch, 22. November 2017, 10:31

Warten wir erstmal ab wie sich die Neuwahlen entwickeln... ;-)

Die Karten werden ja jetzt wahrscheinlich neu gemischt...

lg Thomas
Da wäre es wirklich spannend fraukes Gesicht zu sehen :D
Wobei ich nicht glaube das es soweit kommt SPD und Grüne sind viel zu machtgeil und letztere dürften nach der Vorstellung Probleme haben über 5% zu kommen.

125

Mittwoch, 22. November 2017, 10:44

Warten wir erstmal ab wie sich die Neuwahlen entwickeln...

Ich tippe (auch) eher auf eine Minderheitsregierung, denn Neuwahlen werden keine deutlicheren Koalitionsoptionen ergeben.

Warum eine Minderheitsregierung auch eine Chance sein kann, hat Joachim Wieland in der "Zeit" erläutert.
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Lena_1977 (22.11.2017)

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126

Mittwoch, 22. November 2017, 11:03

Eine Minderheitsregierung ist in der Sache auch nicht viel komplizierter als eine Regierung, die keine Mehrheit im Bundesrat hat. Auch da müssen bei vielen Gesetzesvorhaben Kompromisse geschlossen werden ... Hat ja in den letzten Jahren auch irgendwie geklappt.
Die Minderheitenregierung hat sogar den Charme, dass hier der einzelne Abgeordnete größere Macht hat und nicht so sehr mehr dem Parteienregime unterworfen ist.

Bedeutet auch, dass die Gesetze jeweils tatsächlich mehrheitsfähig sein müssen und eben nicht (zu viele) Geschenke an Lobbyisten enthalten. Damit kommt man nämlich nicht durch.

Schwierig wird es bei "großen Fragen", in denen die Gesellschaft gespalten ist oder zumindest die Parteien gespalten sind. Ob eine große Steuerreform eine Chance hätte?

Es ist doch nicht so, als ob in den letzten Jahren die jeweiligen Koalitionen den ganz großen Wurf gemacht hätten. Auch da gab es Streit und Dinge, auf die man sich nicht einigen konnte, sind einfach nicht entschieden worden. Unterschied zu einer Koalition wäre bei einer Minderheitenregierung jetzt, dass der Konflikt und die Debatte öffentlich ausgetragen werden müsste. Wir alle könnten sehen und hören, was der einzelne denkt und sagt. In den Koalitionen hat der Kuhhandel und die Mauschelei hinter verschlossenen Türen stattgefunden.

So schrecklich, wie manche Politiker die Situation jetzt empfinden oder die journalistischen Politprofis, empfinde ich aus den genannten Gründen die Situation gar nicht. Bezeichnend ist, dass unser jetzt Bundestagspräsident Schäuble da sehr cool bleibt. Und der Bundespräsident deutlich sagt, dass jetzt die Parteien sich einmal aufstellen und beweisen müssen, dass sie wirklich für das Wohl Deutschlands angetreten sind und das im Blick haben.
Mal sehen, wer es kann und macht. Und mal sehen, wie das die Wahlbürger empfinden und bei der nächsten Wahl beurteilen werden.
Für die Demokratie ist die jetzige Situation vielleicht gar nicht schlecht.
Liebe Grüße


Bap


Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

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127

Mittwoch, 22. November 2017, 12:51

Die Gefahr bei einer Minderheitsregierung ist aber, dass da dann viele faule Kompromisse rauskommen und im schlimmsten Fall das Land in seiner Entwicklung 4 Jahre stehen bleibt.



Außerdem sind Minderheitsregierungen sehr anfällig bei extremen Oppositionsparteien
Dir kann passieren was will, es gibt immer einen der es kommen sah....

Wenn dir mal wieder jemand erzählen will wie der Hase läuft. Er hoppelt.

128

Mittwoch, 22. November 2017, 12:56

Die Gefahr bei einer Minderheitsregierung ist aber, dass da dann viele faule Kompromisse rauskommen und im schlimmsten Fall das Land in seiner Entwicklung 4 Jahre stehen bleibt.

Das liest sich jetzt für mich so, als hättest Du die letzten vier Jahre beschrieben. Diese Gefahren gibt es immer. Bei Regierungen, die gerne aussitzen, sowieso.
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129

Mittwoch, 22. November 2017, 12:57

Neuja und bisher konnte man alles mittels Fraktionszwang durchwinken. Opposition so gut wie nicht vorhanden bzw spürbar. Ich weiß nicht, was da besser ist
Gruß
Marcus

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130

Mittwoch, 22. November 2017, 13:02

Die Gefahr bei einer Minderheitsregierung ist aber, dass da dann viele faule Kompromisse rauskommen und im schlimmsten Fall das Land in seiner Entwicklung 4 Jahre stehen bleibt.

Das liest sich jetzt für mich so, als hättest Du die letzten vier Jahre beschrieben. Diese Gefahren gibt es immer. Bei Regierungen, die gerne aussitzen, sowieso.

Ja, polemisch kann man das auf jede Legistaturperiode beziehen.



Was droht uns denn bei einer Minderheitsregierung?

Die SPD will sich profilieren, wird per se praktisch alles der CDU ablehnen und in Richtung "Schlafwagenpolitik" gehen.

Die Grünen kämpfen jetzt erst recht.

Die FDP hat das gleiche Problem wie die SPD und muss an sein eigenes "Gesicht" denken.
Dir kann passieren was will, es gibt immer einen der es kommen sah....

Wenn dir mal wieder jemand erzählen will wie der Hase läuft. Er hoppelt.

131

Mittwoch, 22. November 2017, 13:48

Zitat

Ja, polemisch kann man das auf jede Legistaturperiode beziehen.
von Merkel ja!
Schröder und Fischer haben Deutschland in ein Billiglohnland verwandelt und dafür gesorgt das wir heute noch ganz offiziell in einem Krieg stehen den die Medien bis heute nicht als solchen Titulieren.
Merkel hat das Dosenpfand ersonnen welches Trittin dann durchsetzen musste.
Weshalb auf Saftflaschen kein Pfand ist wird wohl für immer Ihr Geheimnis bleiben.
Dann die Perioden unter Kohl, der hat auch viel ausgesessen aber 1990 ging nix mehr mit aussitzen da musste er was tun.
Also es gab durchaus Perioden wo was ging, was wir jetzt erleben ist eine Schnecke auf Valium und diese Schnecke bekommt bald noch Zusatzgewichte auf das Häuschen geschnallt ....super!

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132

Mittwoch, 22. November 2017, 14:03


(...)
Weshalb auf Saftflaschen kein Pfand ist wird wohl für immer Ihr Geheimnis bleiben.
(...)

Grundnahrungsmittel.

Sobald Kohlensäure drin ist, ist es ein "Luxusgut".


Auf Wasserflaschen ist Pfand, weil es ein Luxus ist, nicht auf das Wasser aus dem Wasserhahn zurückgreifen zu müssen.
Dir kann passieren was will, es gibt immer einen der es kommen sah....

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133

Mittwoch, 22. November 2017, 14:26

Grundnahrungsmittel.

Sobald Kohlensäure drin ist, ist es ein "Luxusgut".


Auf Wasserflaschen ist Pfand, weil es ein Luxus ist, nicht auf das Wasser aus dem Wasserhahn zurückgreifen zu müssen.
nochmal, was macht das aus ökologischer Sicht für einen Sinn? Das Pfand wude wegen Recycling und Umwelt eingeführt.
ich sehe da kein Unterschied:





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134

Mittwoch, 22. November 2017, 20:35

Ich bin ehrlich gespannt wie es weitergeht.

Das sich die SPD so früh festgelegt hat, könnte denen jetzt ganz böse auf die Füsse fallen wenn sie doch noch mitziehen auch wenn es schon die ersten gibt die wohl für GroKo wären. Generell glaube ich aber dass sich alle Parteien davor hüten werden, dass es zu Neuwahlen kommt. Jeder dürfte Angst haben, schlechter wegzukommen wie beim "ersten Versuch". Außerdem was wäre das für ein Bild, dass die Bürger neu wählen müssen weil man sich nicht einigen kann? Könnte dann auch gut passieren dass die AfD noch mehr Stimmen abgreifen und ob das so gut ist weiß ich auch nicht.

Minderheitenregierung heißt ja zwingend Stillstand, es wird für die Regierung nur unbequemer etwas durchzubringen weil man jeweils nach Mehrheiten suchen muss. Würde aber auch voraussetzen, dass die anderen Parteien nicht konsequent auf stur stellen.

Und was den Pfand angeht: ich versuche dabei erst gar keine Logik zu finden, macht das Leben manchmal bedeutend leichter :-D
Gruß
Marcus

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