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Dienstag, 14. November 2017, 15:03

Hin und Her und Ho Ho Ho

Hallo,

mich würd mal Eure Meinung interessieren.

Letztes Jahr hat mein Ex Weihnachten mit uns gefeiert- Heiligabend waren alle bis auf seine Eltern bei mir und den Kids, am 1. Feiertag war ich gemeinsam mit ihm und den Kids bei seinen Eltern, den 2. Feiertag hat er mit den Kids und mir bei uns verbracht. Ich fands aus mehreren Gründen ziemlich un... ich versuche es möglichst sachlich zu schildern.

Letztes Jahr verlief so:
Heiligabend waren meine Mutter, meine Schwestern mit Kind und Partner und mein Ex bei mir und den Kindern. Er hat abgesehen von der Geschenkübergabe kein Wort geredet und sich in der Sofaecke mit dem Handy beschäftigt. Wir hatten EIGENTLICH abgesprochen, dass wir für ein größeres Geschenk zusammenlegen- er hat dann noch für jedes Kind "eine Kleinigkeit" extra besorgt. Dazu kamen die Geschenke von meiner Familie- es war die totale Paketeflut.
Am ersten Feiertag waren er, die Kinder und ich bei den Schwiegereltern, bei der die nächste Geschenkespringflut kam- ich war die einzige, die den Kindern nichts übergeben hat.
Am zweiten Feiertag hat er dann bei uns mit den Kindern Zeit verbracht- die großen Geschenke zusammengebaut, weil "Papas sowas besser können als Mamas" und anschließend die Flimmerkiste angemacht.
Ich hab mich eigentlich in der Situation ziemlich unwohl gefühlt und nach dem Jahreswechsel auch noch mal mit ihm darüber geredet. Unter anderem haben wir da schon abgesprochen, dass wir uns mit den Geschenken zum einen besser abstimmen wollten und zum andern auch insgesamt weniger holen.
Jetzt naht das nächste Weihnachtsfest und ich hab bei WhatsApp ne Gruppe erstellt, mit ihm, meinen Schwestern und meiner Mama, damit ich nicht jedem sagen muss: "Hol bitte für Kilian das, für Bella jenes" etc., sondern ich habe die Wunschzettel der Kids in die Gruppe gestellt und darüber informiert, was ich gern schenken möchte. Mein Ex kam dann gestern mit dem Foto eines Multifunktionstisches (auf dem man Fussball, Hockey, Dame etc spielen kann) an und meinte, Kilian würde sich den wünschen; ob ich mich da mit beteiligen würde, weil allein zu teuer. Ich hab dann auf die Gruppe und die dort befindliche Wunschliste verwiesen und ihm gesagt, dass Kiki zwar eine Reihe von Wünschen hat, aber definitiv nicht alle erfüllt werden. Und der Tisch ist einfach zu groß- 68x 122 oder so-, er nimmt im Zimmer der Jungs einfach zu viel Platz weg. Versteht mich bitte richtig: mein Ex kann den Tisch gerne kaufen, wenn er will- aber in meiner Wohnung wird das Teil nicht aufgestellt. Das Babybett von Florian ist aus genau diesem Grund weggegeben worden, als der Kleine anderthalb Jahre alt war- seitdem schläft er im Etagenbett, weil das Zimmer sonst zu wenig Spielfläche hat. Nun quengelt mein Ex rum, warum ich ihn denn überhaupt in die Gruppe geholt hätte; ich könne ihm ja einfach sagen, was wir dort besprechen und eigentlich wollten wir ja nicht so viel schenken wie letztes Jahr (damit eine gewisse Auswahl da ist, hab ich die Wunschzettel ungekürzt reingestellt- dass nicht alle erfüllt werden können, sagte ich schon...)


Mir grauts jetzt schon... hab keinen Bock auf eine Wiederholung... und auf sein Geknatsche... und darauf, zu seinen Eltern zu fahren...
Vierblättrige Kleeblätter bringen Glück...

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Dienstag, 14. November 2017, 15:22

Hallo,

scheinbar fühlt sich jeder unwohl bei dem gemeinsamen Gefeiere...ich frage mich, warum ihr das macht? Meint ihr, für die Kinder ist das schön, wenn sich die Eltern unwohl fühlen?

Wegen der Schenkerei:
Warum schenkt nicht einfach jeder das, was er möchte, sinnvoll ist und auch den Wünschen entspricht? Wenn der KV den Tisch kaufen möchte, kann er das ja. Und dann bei sich aufstellen. Wenn er auch keinen Platz - und auch das nötige Geld dafür - nicht hat, muss er halt was anderes schenken. Trennt es doch voneinander.
Dann gibt's kein Gezicke.
Grüsse Tani :wink


Du bist nicht das was Du sagst, sondern das was Du tust!

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Dienstag, 14. November 2017, 15:59

Du machst es dir aber auch wirklich nicht einfach.

Ein Feiertag du & deine Lieben
Ein Feiertag er & seine Lieben

die Kids bekommen einen Amazon Wunschzettel und das letzte wäre eine Whatsapp Gruppe.

Den Spieltisch kann er gerne kaufen - vielleicht steuern seine Eltern etwas dazu - ist seine Angelegenheit und
das Ding kann dann ja auch bei ihm stehen.

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4

Dienstag, 14. November 2017, 16:04

ich denke, dass der gute Wille dahinter (die Kids nicht mit Geschenken überhäufen, und "Gemeinsamkeit" zu zeigen) so, oder so in´s Leere läuft :-(

Du solltest überlegen, ob Du das "so" wirklich möchtest-
einen echten Einfluss auf seine, oder die Geschenkewahl seiner Eltern kannst, und wirst Du sowieso nicht haben :frag

Und, wenn Dir das gemeinsame Feiern (und dann auch noch über drei Tage :ohnmacht: ) nicht gefällt, dann liegt es an Dir, die Regeln zu ändern-

z.B. im Wechsel
ein Jahr Heiligabend bei Dir mit Deiner Familie, und er am ersten Feiertag mit seiner- im nächsten Jahr andersrum....
der zweite Feiertag dann in Ruhe zum Ausruhen und Aufbauen entweder bei Dir, oder bei ihm :brille

bei mir kommt an, dass Du es allen Recht machen möchtest-
erreichst Du das so? und vor allem... wie geht es Dir wirklich damit?
Lieber Gruss

Luchsie

Dein Denken kann aus der Hölle einen Himmel und aus dem Himmel eine Hölle machen.

Wem genug zu wenig ist, dem ist nichts genug. (Epikur)

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Haselmaus

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Mittwoch, 15. November 2017, 10:30

Ich erkenne durchaus Deine gute Absicht. Aber es liest sich etwas chaotisch. Da meine Kinder von beiden Elternteilen aus eine recht große Familie haben, war ich beim ersten "richtigen" Weihnachten etwas geschockt. (Wir waren da noch verheiratet. Es wäre aber auch getrennt nicht anders verlaufen.) Es war einfach viel zu viel. Daher hab ich das bei den Familienmitgliedern angesprochen und auch, dass da die Freude über das einzelne Geschenk untergeht. (Jeder Feiertag endete damit, dass die Geschenke gestapelt wurden und das Kind nur mit dem Papier gespielt hat. Es war schlicht überfordert, zu entscheiden, womit es zuerst spielen will.)

Danach lief es so ab: Kind wurde nach Wünschen befragt und beim Einkaufen beobachtet, was Kind fasziniert. Daraus hab ich einen Wunschzettel zusammengestellt, mit den Preisen daneben. So konnte ich sinnfreie Geschenke auch etwas ausfiltern. Auf Wunsch der Familienmitglieder habe ich die Geschenke auch eingekauft und eingepackt - in verschiedene Geschenkpapiere, damit es nicht einheitlich wird. Diese habe ich dann auf drei Tage aufgeteilt (Heiligabend wir allein mit Kind zu Hause, 1. und 2. Feiertag kamen die Großeltern dran, bei denen dann auch alle anderen geschenkewilligen Verwandten auftauchten bzw. ihre Geschenke dort ließen.) Die Geschenke, die ich gekauft habe, habe ich vorher "ausgeliefert". Das klingt stressiger, als es war, da ich die Geschenke schon frühzeitig eingekauft habe und wir ohnehin regelmäßig bei den Großeltern waren. Die Verwandten haben mir Geld gegeben, von dem der größte Teil auf den Sparbüchern der Kinder gelandet ist. Inzwischen sind meine beiden Kinder volljährig und haben jeweils ein Sparbuch mit einer Summe, die sie für die erste Wohnungseinrichtung o. ä. benutzen können.
Im Forum gängige Abkürzungen:
ABR: Aufenthaltsbestimmungsrecht (kann sich auf das alleinige ABR beziehen) / ASR: Alleiniges Sorgerecht / GSR: Gemeinsames Sorgerecht / SR: Sorgerecht
BU: Begleiteter Umgang oder Betreuungsunterhalt / KU: Kindesunterhalt / UHV: Unterhaltsvorschuss / WM: Wechselmodell / BET: Betreuungselternteil / UET: Umgangselternteil
TE bzw. TS: Threadersteller bzw. Themenstarter / JA: Jugendamt
KV: Kindsvater / KM: Kindsmutter / ET: Elternteil / GE: Großeltern

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Mittwoch, 15. November 2017, 11:07

Mir grauts jetzt schon... hab keinen Bock auf eine Wiederholung... und auf sein Geknatsche... und darauf, zu seinen Eltern zu fahren...

Abgesehen davon, dass wir eine gerichtliche Umgangsregelung haben, nach der die Kinder abwechselnd bei der KM und bei mir sind, finde ich es auch so besser, wenn man getrennt feiert. Warum sich gerade an Weihnachten zusammensetzen, wenn man ansonsten ja getrennt von Tisch und Bett lebt? Eine zwanghaft gemeinsame Feier, bei der man sich krampfhaft versucht, aus dem Weg zu gehen, ist wohl auch für die Kinder nicht schön. Dann lieber entspannt und schön für alle. Was hast Du noch mit ihm bzw. mit seinen Eltern zu tun?

Ich bin davon überzeugt, dass Kinder damit zurechtkommen und hoffe, Du ebenso.
A smile a day sweeps the sorrows away

7

Mittwoch, 15. November 2017, 11:39

Hallo,

scheinbar fühlt sich jeder unwohl bei dem gemeinsamen Gefeiere...ich frage mich, warum ihr das macht? Meint ihr, für die Kinder ist das schön, wenn sich die Eltern unwohl fühlen?

Wegen der Schenkerei:
Warum schenkt nicht einfach jeder das, was er möchte, sinnvoll ist und auch den Wünschen entspricht? Wenn der KV den Tisch kaufen möchte, kann er das ja. Und dann bei sich aufstellen. Wenn er auch keinen Platz - und auch das nötige Geld dafür - nicht hat, muss er halt was anderes schenken. Trennt es doch voneinander.
Dann gibt's kein Gezicke.


:thumbsup: Lass ihn doch schenken, was er möchte... was soll's egal ob Hubschrauber, Pferd oder Barbie oder weiß der Geier was, packe es dann in den Keller oder auf den Müll... ;) Daran verschwende ich keine Gedanken mehr, viel wichtiger ist, dass es wirklich ein harmonisches Fest wird, im Notfall mit Familie etwas kleiner... Dieses zwanghafte "Harmoniegehabe" zu Weihnachten mit Großfamilie ist eh schwer umzusetzen.

Meine Ex-Schwiegereltern interessieren mich "nicht mehr die Bohne", wenn KV mit Tochter hinfährt ist das okay, ich habe keinen Kontakt mehr und würde nicht mal mehr auf die Beerdigung gehen, Tochterkind kann mit KV gern hin...
Alles, was Ihr also von anderen erwartet, dass tut auch Ihnen! Darin besteht das Gesetz und die Propheten Mt 7,12

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Nicole39« (15. November 2017, 11:42)


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8

Mittwoch, 15. November 2017, 13:57

hallo,

ich wuerde es so machen.

heiligabend zusammen feiern-wenn ihr das noch wollt.

1. feiertag, er geht allein mit den kids zu seinen eltern.

2. feiertag, bei dir oder ihm nach absprache.

oder

ihr feiert heiligabend mit deiner family und kids ohne ihn.

1. oder 2. feiertag kann er mit den kids zu den eltern. vielleicht moechte er sie auch beide tage nehmen?

das koennte man jedes jahr im wechsel gestalten.

zu den geschenken.
lass ihn schenken was er moechte. lass ihn rumbocken. es ist ok wenn du kein platz hast fuer das geschenk. das weiss er ja nun.......
vielleicht kannst du die geschenke auf 3. tage verteilen? dann liegt halt am 2. weihnachtstag noch was unterm baum. kinder freuen sich immer ^^
zusammenlegen mit deinen verwandten ist noch besser.

ich pack auch grad wo die kids noch klein waren. immer einen teil aufs sparbuch.
bei uns gibt es auch mal praktische geschenke-die bettwaesche+kuscheldecke vom lieblings-tier/star/wieauchimmer, buecher, fahradzubehoer, rucksack oder cds oder so. nicht nur spielzeug.

ich empfinde das mit der geschenkeflut nicht so als problem. aber meine kids haben kaum verwandte. so gibt es nicht viel. daher kenne ich es auch einfach nicht.
Kinder die geliebt werden, werden erwachsene die liebe schenken koennen.


"In meinem Leben habe ich unzählige Katastrophen erlitten. Die meisten davon sind nie eingetreten."

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »marzipan« (15. November 2017, 14:01)


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