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Volleybap

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Freitag, 23. März 2018, 19:02

Das Jugendamt kann selbst nicht aktiv werden, sondern dir (auch nur) einen Rat erteilen bzw. Verfahrensmöglichkeiten erklären:

Möglich wäre, dass du
a) den Vater auftreibst und seine Zustimmung einholst
b) beim Familiengericht dir die alleinige Entscheidungskompetenz einklagst
c)(je nach dem Schulgesetz in deinem Bundesland) auf das Gymnasium verzichtest und das Kind auf die Regelschule (für deine Adresse zuständige Schule) anmeldest. (Klassischerweise ist das die nächstgelegene Gesamtschule. Dort wird eingewiesen wegen der Schulpflicht)

Das Meldeamt kann dir als normaler Bürger nur eine Auskunft über den Wohnsitz von Ex geben, wenn a) der sich überhaupt umgemeldet hat und b) wenn er der Weitergabe der Adresse nicht widersprochen hat. Ein Selbstläufer ist das nicht. Du bist aber nicht verpflichtet, über das bisherige Maß hinaus zu "ermitteln". Behörden haben andere Wege. Das FamGericht könnte, so es eine Notwendigkeit sieht, Ex mutmaßlich einfacher ermitteln (so er Steuern zahlt oder angestellt ist, Sozialgelder bezieht, krankenversichert ist etc., falls er nicht ordnungsgemäß gemeldet ist. Aber die Mühe macht sich ein Gericht nur selten).
Die Adressbesorgung übers Meldeamt kostet in den meisten Bundesländern. ("Auf'm Dorf" hab ich die neue Adresse von der ständig umziehenden Ex aber immer für lau bekommen. )

Fakt ist, dass dir im Falle eines Falles die Zeit knapp wird. Der schule sagen zu können: Ich war auf dem Jugendamt und ich klage jetzt ist sicherlich hilfreich. Nicht dass du etwas Neues dort erfährst, aber für die Schule ist das ein Argument, den Platz offen zu halten. Und für das Gericht ein Hinweis, dass du alle erreichbaren Hebel in Bewegung gesetzt hast. Aber bereits am WE solltest Du einen "Klagetext" vorbereiten. Entweder für den Rechtspfleger (der braucht auch Fakten und Daten) oder fürs das Gericht selbst. (Auch hier die böse Nachricht: Auch die Klage wird kosten. Rechne grob mit 300 Euro (wenn das Gericht den ideellen Streitwert niedrig hält). Die Summe ist in der Regel vorab zu leisten, damit das Gericht die Arbeit aufnimmt.
Liebe Grüße


Bap


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Tara N. Tula (23.03.2018)

32

Montag, 26. März 2018, 14:10

Und wieder ein UPDATE:

Heute war nun der Termin auf dem Jugendamt. Die Dame konnte auch nur herausfinden das KV vor längerer Zeit inhaftiert war, ansonsten hat sie mir nur den Rat gegeben, mich schnellstmöglich an das Familiengericht zu wenden und vorher noch beim Einwohnermeldeamt die Adresse anzufordern. Dort wiederum wurde mir mitgeteilt das KV „von amtswegen her abgemeldet sei und keine neue Anmeldung stattgefunden hat“.

Also bin ich direkt danach zum Gericht gegangen und hab mit Hilfe der Rechtspfleger den Antrag auf Ruhen der gemeinsamen Sorge eingereicht. Ich bekam den Hinweis, dass KV um dies wieder aufzuheben, ebenfalls zum Gericht gehen und die Aufhebung beantragen muss.

So hart es klingen mag, der beste Fall wäre für mich, auch das Gericht kann ihn nicht ausfindig machen und damit hat es sich. Jetzt heißt es aber wieder warten :crazy

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Montag, 26. März 2018, 14:25

Also bin ich direkt danach zum Gericht gegangen und hab mit Hilfe der Rechtspfleger den Antrag auf Ruhen der gemeinsamen Sorge eingereicht.

Versucht jetzt das Gericht, den KV ausfindig zu machen? Hat man Dir genannt, wie lange das dauern könnte? Eigentlich klingt es doch ganz vernünftig, die Sorge ruhen zu lassen, bis der KV explizit beantragt, wieder gemeinsame Sorge ausüben zu wollen. Oder habe ich da jetzt etwas übersehen?
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Montag, 26. März 2018, 14:55

Hallo Tara N. Tula,
So hart es klingen mag, der beste Fall wäre für mich, auch das Gericht kann ihn nicht ausfindig machen und damit hat es sich. Jetzt heißt es aber wieder warten

nun solltest du die Schule informieren ("Anmeldung wird familiengerichtlich geregelt, gehen Sie bitte von einer rechtsgültigen Anmeldung aus"), dich beruhigt zurücklehnen und abwarten. Allzu lange dauern wird das nicht.

Da in einem der vorhergehenden Beiträge die Kosten angesprochen wurden: Da Du keine Anwalt bemühst, sondern den Rechtspfleger und da der Verfahrenswert für Sorgerecht üblicherweise bei 3000 Euro ist, dürften sich die Kosten im Rahmen halten, vermutlich weniger als 100 Euro und dafür hättest du dann faktisch das alleinige Sorgerecht.

Beste Grüße
FrauRausteiger
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35

Montag, 26. März 2018, 15:23

nun solltest du die Schule informieren ("Anmeldung wird familiengerichtlich geregelt, gehen Sie bitte von einer rechtsgültigen Anmeldung aus"), dich beruhigt zurücklehnen und abwarten. Allzu lange dauern wird das nicht.
Da in einem der vorhergehenden Beiträge die Kosten angesprochen wurden: Da Du keine Anwalt bemühst, sondern den Rechtspfleger und da der Verfahrenswert für Sorgerecht üblicherweise bei 3000 Euro ist, dürften sich die Kosten im Rahmen halten, vermutlich weniger als 100 Euro und dafür hättest du dann faktisch das alleinige Sorgerecht.
ein echtes Schnäppchen wenn man bedenkt was andere dafür hin blättern.
Zum Rest, genau so würde ich es auch machen, das Kind wird schon eingeschult.

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FrauRausteiger (26.03.2018)

36

Montag, 26. März 2018, 15:28

Eine Aussage über die Dauer der Bearbeitung konnte ich nicht bekommen, das wäre vom Richter abhängig und davon ob dieser noch Nachweise o.ä. benötigt.

Ich finde die Variante mit dem „ruhen lassen“ auch super! Die Rechtspflegerin meinte eben auch das so ein harter Eingriff wie gänzlich allein erziehend immer nur sehr schwer erreichbar ist und da der Fall ja nun doch dringend ist, sollte man es lieber so machen, dann geht es im besten Fall ganz zügig durch.

Mit der Schule habe ich schon vor telefoniert und erklärt, was ich jetzt in Angriff nehme. Sie waren dann natürlich auch gleich etwas freundlicher und nehmen nun auch Rücksicht darauf. Ich werde jetzt natürlich nochmal Bescheid geben, dass alles erledigt ist und nun nicht mehr wirklich in meiner Hand liegt, wie lange es dauert.

Die Kosten werden tatsächlich nicht wahnsinnig hoch ausfallen. Ich fülle noch einen Antrag zur Verfahrenskostenhilfe aus und da ich nicht allzu viel verdiene, könnte ich also sogar noch günstiger wegkommen. Aber selbst wenn nicht, meine Familie steht hinter mir, das klärt sich schon alles :)

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FrauRausteiger (26.03.2018), laguso (28.03.2018)

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Freitag, 30. März 2018, 08:51

Ruhen der elterlichen Sorge

Jetzt habe ich noch etwas recherchiert was dieses Ruhen in der Praxis bedeutet und bin natürlich gleich wieder ganz nervös.
Ich habe die ganze Sache jetzt so verstanden: in meinem Fall könnte das Gericht jetzt verfügen das die elterliche Sorge des KV ruht, solange dieser nicht auffindbar ist und dies zur jährlichen Prüfung durch die Rechtspflege ausstellen. Wenn also jetzt in einem Jahr die Rechtspflege feststellt, dass KV wieder einen Wohnsitz hat, wäre der Grund des Ruhens nicht mehr gegeben und das Ruhen wird wieder aufgehoben.
Stimmt das so?
Wird beim Ruhen der Sorge auch immer eine Prüfung festgelegt?
Hat jemand Erfahrungen damit?

FrauRausteiger

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38

Freitag, 30. März 2018, 16:43

Hallo Tara N. Tula,
Also bin ich direkt danach zum Gericht gegangen und hab mit Hilfe der Rechtspfleger den Antrag auf Ruhen der gemeinsamen Sorge eingereicht. Ich bekam den Hinweis, dass KV um dies wieder aufzuheben, ebenfalls zum Gericht gehen und die Aufhebung beantragen muss.

von außen betrachtet scheint die Wahrscheinlichkeit nicht sehr hoch, dass Kindesvater in der Lage sein könnte einen derartigen Antrag zu stellen. Sollte er dazu eines Tages tatsächlich in der Lage sein, dürfte es ihm sehr schwer fallen, einen derartigen Antrag überzeugend zu begründen.

Beste Grüße
FrauRausteiger
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Freitag, 30. März 2018, 23:14

Um die Sorge wieder aufleben zu lassen, reicht der Nachweis des Ex, für Tara erreichbar zu sein, also in der Theorie Sorge ausüben zu können.

"Ruhen der gemeinsamen Sorge" ist gedacht für Auslandseinsätze eines Arbeitnehmers, bei schwerwiegenden Erkrankungen und halt als Hilfsmittel bei gescheiterten Beziehungen und In Auffindbarkeit eines Elternteils. Der Rechtspfleger hier hat es sich einfach gemacht ...
Liebe Grüße


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Tara N. Tula (31.03.2018)

40

Samstag, 31. März 2018, 09:18

Also kurz: sollte KV tatsächlich wieder auftauchen, fange ich wieder bei null an :flenn

41

Samstag, 31. März 2018, 09:33

Dafür muss er von all dem erstmal Kenntnis bekommen und tatsächlich es auch wollen. Sobald das sorgerecht ruht, würde ich so Dinge wie Konten einrichten fürs Kind etc erledigen. Bis zum 18 braucht man wahrscheinlich sowieso nie wieder was.

Wenn wenn wenn ist Zukunftsmusik. Keine Gedanken über ungelegte Eier!!! Du hast mit nem ruhenden sorgerecht erstmal alles, was du gerade brauchst. Kind kann auf wunschschule, was ja der eigentliche Grund war. Asr ist ja jetzt nur ein Zubrot. :thumbsup:

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42

Samstag, 7. April 2018, 11:03

Jetzt habe ich soeben Post vom Gericht bekommen. HILFE!

Nur ein Satz, in dem mir mitgeteilt wird: dem Vater wurde der Antrag zur Stellungnahme zugesandt.

Wie bitte? Bedeutet das, dass sie ihn nun doch gefunden haben? Oder meinen die damit die „öffentliche Zustellung“? Logisch für mich wäre ja, dass man mich informiert, sollte er doch auffindbar sein!?

musicafides

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Samstag, 7. April 2018, 11:44

Es ist normal, dass Anträge der Gegenpartei zur Stellungnahme zugestellt werden. Diese wirst Du dann ebenso zur Kenntnis erhalten. Was würdest Du mit seiner Adresse anfangen wollen? Was irritiert Dich an diesem Vorgehen?
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FrauRausteiger

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Samstag, 7. April 2018, 12:57

Hallo Tara N. Tula,

Wie bitte? Bedeutet das, dass sie ihn nun doch gefunden haben? Oder meinen die damit die „öffentliche Zustellung“? Logisch für mich wäre ja, dass man mich informiert, sollte er doch auffindbar sein!?


es ist offenbar keine Eile geboten, da die Unterschrift nicht sofort benötigt wird. Also tut das Gericht der Form Genüge und bemüht entweder das Einwohnermeldeamt oder andere Möglichkeiten und stellt den Antrag zu. Ob sie ihn tatsächlich gefunden haben? Das kann dir im Moment wohl niemand beantworten. Dem Gericht genügt eine Adresse und ein Briefkasten - unabhängig davon, ob sich Kindesvater dort tatsächlich aufhält.

Wichtig ist aber: Mit der Aufforderung Stellung zu nehmen, wird Kindesvaters Recht auf Gehör umgesetzt. Es würde ihm also schwer fallen, eines Tages eventuell irgendwelche Entscheidungen zu reklamieren weil er keine Kenntnis gehabt haben will.

Da Ihr eine durchaus turbulente und übergriffige Vergangenheit habt und da niemand wissen kann, ob sich sein Zustand gebessert oder verschlechtert hat, solltet ihr in den nächsten Wochen eventuell erhöht achtsam sein bezüglich ungewöhnlicher Vorkommnisse in eurer Umgebung - im gesunden Maße natürlich. Ggfls kann der Weiße Ring hier kompetent beraten.

Beste Grüße
FrauRausteiger
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45

Samstag, 7. April 2018, 14:01

@musicafides
Mich irritiert, dass es ja keine Anschrift gab. Der Grund warum ich zum Gericht musste war ja, dass er nicht erreichbar für mich ist. Daher war die Frage, gibt es jetzt doch eine Adresse? Was ist denn mit dem Einzeiler gemeint? Bedeutet das Schreiben zwangsläufig, dass es nun doch eine Anschrift gibt? Muss ich jetzt irgendetwas tun?
Ich hatte einfach noch nie ein Gerichtsverfahren und habe so absolut gar keinen Schimmer davon, was wie getan wird. Fakt ist aber, wenn er diesen Antrag tatsächlich liest, hat er alles. Handynummer, Adresse und vor allem mehr als genug Gründe, Kontakt zu mir aufzunehmen.

FrauRausteiger, wie immer Danke für die stets hilfreichen und ausführlichen Antworten! :)

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Samstag, 7. April 2018, 18:39

Das Gericht schreibt an die letzte bekannte bzw. die im Melderegister bekannte Adresse. Das wurde weiter oben ja bereits angekündigt. Das muss aus formalen Gründen geschehen. Du bekommst das als Verfahrensbeteiligte mitgeteilt.

Ob das Gericht bereits dem Ex adressmäßig hinterher recherchiert hat, weiß man nicht. Öffentlich aufgerufen hat das Gericht unter der vorliegenden Formulierung im Normalfall nicht. Das würde anders formuliert.
Problem kann sein und solltest du im Blick behalten: Wenn das Gericht nicht konsequent vorgeht, kann viel Zeit ins Land gehen. Da wirst du ggfls. drängen müssen.
Liebe Grüße


Bap


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Samstag, 7. April 2018, 21:01

Danke für die detaillierte Antwort!
Inwiefern kann ich drängen? Reicht es dazu anzurufen und den Bearbeitungsstand zu erfragen, oder muss so etwas schriftlich passieren?

Dada

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Samstag, 7. April 2018, 21:56

Soweit ich weiß wird so ein Poststück, soll es nicht zugestellt werden können, dann öffentlich ausgehängt und gilt somit als zugestellt.
Wenn ich Du wäre, würde ich die alleinige Sorge beantragen und nach dem selber Verfahren handeln.

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Samstag, 7. April 2018, 22:12

Danke für die detaillierte Antwort!
Inwiefern kann ich drängen? Reicht es dazu anzurufen und den Bearbeitungsstand zu erfragen, oder muss so etwas schriftlich passieren?

Anrufen ist bei den meisten Richtern nicht möglich. Du kannst mit dem Hinweis, dass das Kind ja zur Schule angemeldet werden muss, schon ein bisschen Druck machen und um Ansetzung des Termins bitten. Muss / sollte aber über deinen Anwalt gehen.
Liebe Grüße


Bap


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Donnerstag, 12. April 2018, 22:04

Heute hatte ich Post vom verschollenen KV. Er sitzt im Gefängnis und hat mir einen langen Brief geschrieben. Ich würde den Inhalt mal kurz zusammenfassen.

Er freut sich endlich mal was von uns zu hören, auch wenn er den Weg übers Gericht nicht verstehen könnte. Schließlich hätte er ja auch versucht uns vergeblich zu erreichen (wir haben noch ca. ein halbes Jahr da gewohnt und danach hatte ich für 1 Jahr einen Nachsendeauftrag eingerichtet). Er fände es toll, dass Kind sich so entwickelt und würde dort niemals im Weg stehen(er schreibt aber auch nicht, ob er nun Stellung genommen hätte oder eine Unterschrift leisten will oder überhaupt! Nichts zum Gerichtsverfahren). Er unterstellt mir, ich hätte während der Schwangerschaft und danach Drogen konsumiert und er hätte mich deswegen ja auch nie angeschwärzt (diese Unterstellung habe ich schon ganz oft von ihm gehört, mal mehr oder weniger ausgeprägt - nur um das klarzustellen, es stimmt nicht). Außerdem interessiere ihn brennend was ich Kind denn gesagt hätte, wenn Kind nach KV gefragt hätte(nicht, es gab keine Fragen). Er fragt warum ich ihm jetzt auch noch das Sorgerecht nehmen wöllte, nachdem ich schon keinen Kontakt zugelassen hätte (stimmt so auch nicht). Bei ihm wäre alles nun auch auf dem Weg der Besserung, auch wenn es noch ein paar Monate dauern würde ( wie lange denn? Wegen was sitz er und warum geht er davon aus, dass er dieses Mal nicht rückfällig oder wieder kriminell wird?).

Ich weiß eigentlich immernoch gar nicht was ich darüber denken soll und bin dankbar für alles was eventuell von euch kommt.

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Freitag, 13. April 2018, 08:26

Wirklich was zum Thema beitragen kann ich nicht, aber ich wünsche dir viel Kraft und Ausdauer. :sonne

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Tara N. Tula (13.04.2018)

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Freitag, 13. April 2018, 08:39

Na, super.

Jetzt bleibt dir nur zu hoffen das er angehalten wird, die Unterschrift zu leisten.

Ich schwanke zwischen - gar nicht beantworten - oder sehr sachlich/sarkastisch.

Vielen Dank für deinen Brief und die Bekanntgabe der Adresse (die kannst du jetzt auch der UVG Kasse melden).
blabla Bereitschaft zur Unterstützung des Kindes ist es dringend erforderlich die Unterschrift (Antrag nochmal beifügen) bis xx.xx.xxxx
an meine Adresse zu senden - das Verfahren wird dann sicher eingestellt.

Wünsche dir für deine Entwicklung und blabla...

auf Sorgerecht und Drogen würde ich nicht eingehen.
Alternativ würde ich gucken ob es einen Sozialdienst im Knast gibt und den um Vermittlung und Unterschrift ihres Klienten bitten.

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Mittwoch, 13. Juni 2018, 07:49

Liebe Mitglieder,

ich habe heute kein Problem und möchte eigentlich nur erzählen wie meine Geschichte aus- und weiterging. Außerdem möchte ich mich bei allen bedanken, die mir Ihre Meinung gesagt und mich damit unterstützt haben. DANKE.

KV hatte mir ja aus dem Gefängnis geschrieben. Ich habe auf diesen Brief nicht reagiert und es hat sich rausgestellt, dass das auch gut so war, denn kurz darauf hat KV sich einen Anwalt genommen. Es hat dann 5 lange Wochen gedauert, bis deren Stellungnahme draußen war. Kurz deren Inhalt: Über das Ruhen der Sorge für die Zeit der Inhaftierung könne man sprechen, der Schulwahl wird zugestimmt, alles andere möchte KV nicht. Es gab keine Gewalt, alles war supi und ich bin die böse, die immer völlig grundlos Kontakt vereitelt hat.


Dieses Schreiben hab ich genommen und bei der zukünftigen Schule eingereicht (alles geschwärzt außer den Teil mit der Zustimmung zur Schulwahl). Das haben sie als rechtgültige Anmeldung akzeptiert und zum offiziellen Termin wurde mein Kind an der Wunschschule angenommen!


Zeitgleich mit der Stellungnahme wurde ein Gerichtstermin festgelegt. Alle Beteiligten (auch Kind) sollten erscheinen. Ich habe mir in der Zwischenzeit auch einen Anwalt genommen und mit dessen Hilfe nochmal Stellung bezogen. Dann kam auch schon der gefürchtete Gerichtstermin.
Der Richter war furchtbar nett und die Organisation war einwandfrei! JA und Richter haben Kind „befragt“ und erst als Kind mit den Großeltern das Gebäude verlassen hat, wurde KV mit Polizeischutz und Handschellen in den Verhandlungsraum geführt.


Die ganzen Details der Verhandlung würde ich jetzt mal weglassen, sonst schreibe ich morgen noch ;)


Es wurde das Ruhen der Sorge beschlossen. Meine größte Angst, dass dieses Urteil dann einfach wieder aufgehoben wird, sobald KV draußen ist, hat sich nicht bewahrheitet! Auflage für KV ist in jedem Fall das Absitzen der Strafe und erfolgreich abgeschlossene Drogentherapie. Der Richter hat aber klar und deutlich gesagt, dass das allein nicht ausreichend ist. KV kennt das Kind nicht und Kind kennt den KV nicht, daher kann KV auch keine Entscheidungen bezüglich des Kindes treffen. Außerdem gibt es keine Elternebene und solange die nicht da ist, kann auch kein gemeinsames Sorgerecht ausgeübt werden.

Da er bis mindestens 09/2019 weggesperrt bleiben wird, kann ich auch bis mindestens dahin ruhig weiterleben und glücklich sein! :)

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