Guten Abend zusammen,
ich möcht mal an dieser Stelle anmerken, dass momentan über diese "Herdprämie", also das Betreuungsgeld diskutiert wird, weil es der Staat nicht hinkriegt, ausreichend Kitaplätze bis 2013 zu organisieren. Also müssen die doch auch irgendwie publicity für die Mutter, die Geld und Karriere aufgibt, um sich um die lieben kleinen zu kümmern, machen. Es muss verlockend sein, daheim zu bleiben. Und wir wissen wohl alle, wie verlockend es tatsächlich ist, in einem Land wo das halbe Jahr Winter ist, tagein tagaus nur zu Haus auf dem Teppich zu sitzen, Schränke einzuräumen, die postwendend wieder ausgeräumt werden und auf penibelste Hygiene zu achten, bis sich gegen abend (denn es ist wohl nur, trotz Herdprämie, in solchen Haushalten möglich) der Partner von der Arbeit heimbewegt und ein wenig Schwung in den Laden bringt...
Was ich damit sagen will ist, sämtliche Artikel in diese Richtung sollten ein wenig kritisch gesehen werden, da sie alle aktuell sind. Davor war noch alles super, als noch alle arbeiten sollten, damits mit der Wirtschaft bergauf geht... Ich glaube, dass mehr als 10% der Kitas toll sind. Weit mehr. Vielleicht nicht immer die ganze Einrichtung, aber die großartigen Pädagogen sind breit gestreut und die meisten Eltern sind doch nur zufrieden, wenns ihren Kids dort gut geht und sie gerne hingehen. Wie die Leut das machen, dass die Kinder sich da wohlfühlen, ist doch dann zweitrangig (da ich nicht glaube, dass sie überall mit Schokolade bestochen werden, um zu Haus zu erzählen, dass es dort schön ist

). Sozialkompetenz ist meines Erachtens auch wichtiger als diese ewige Bildungsdebatte. Und dies zu vermitteln gelingt in Kitas einfach besser, als zu Haus auf dem Teppich.
Liebe Grüße Caro