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rocky Weiblich

Schüler

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Samstag, 12. Juni 2010, 10:22

Schwanger und das Beziehungsende absehbar.

Hallo!

Ich brauche einen Rat einen Tipp oder einfach nur mal dieses Forum, um meine Sorgen los zu werden.

Beginnen werde ich am Anfang. Im Januar habe ich erfahren, dass ich schwanger bin. Zu diesem Zeitpunkt war ich mit meinem Freund 10 Monate zusammen. Wir hatten bis dahin eine intakte, sehr schöne Fernbeziehung, zumindest habe ich das so empfunden. Mit dem Tag an dem ich ihm von der Schwangerschaft erzählte, hat sich unsere Beziehung grundlegend verändert.

Am Anfang war er total überfordert, er hat sich zurück gezogen und ich hatte keinen Zugang zu ihm. Ich mußte mich auch erstmal mit dem Gedanken anfreunden, denn ich hätte auf normalem Wege nie schwanger werden können. Also habe ich es als Wunder und Geschenk der Natur angesehen und mit 32 Jahren kann ein Kind ja auch keine Katastrophe mehr sein. Er ist 35 und auch er sollte das so sehen, meine ich. Bis in den April hinein hat man von der Schwangerschaft äußerlich nichts gesehen und mir ging es super gut. Irgendwie hat er das Thema Kind dann erstmal verdrängt. Wir haben uns auch wieder etwas angenähert in dieser Zeit.

Tja und dann fing der Bauch an zu wachsen und ich dachte jetzt wird er sich mit der Situation anfreunden. Und genau das ist das Problem was wir miteinander haben. Ich habe das Gefühl es ist ganz allein mein Ding. Oft habe ich versucht mit ihm zu reden, aber ohne Erfolg. Ich weiß nicht wie ich mich ihm gegenüber verhalten soll. Beziehe ich ihn mit in die Schwangerschaft ein kommt wenig zurück von ihm. Ich zeige ihm Ultraschallbilder, erzähle ihm von den Besuchen beim Frauenarzt, nehme ihn zur Feindiagnostik mit und der Typ zeigt kaum eine Reaktion. Demzufolge werde ich immer verschlossener und teile diese Erlebnisse nur noch mit meiner Familie und Kolleginnen.

Momentan haben wir eine Phase, wo er sich mehr und mehr zurück zieht. Er meldet sich 2-3 Tage garnicht, hat ständig anderes zu tun und verkürzt damit unsere gemeinsame Zeit am Wochenende. Wenn wir dann Zeit zusammen haben, sind wir uns erstmal fremd und wenn wir uns dann wieder angenähert haben, ist das Wochenende vorbei. Hinzu kommt, das er es in seinem Freundeskreis noch niemandem erzählt hat und der Entbindungstermin ist am 30.August. Ich habe das Gefühl er flüchtet vor der Verantwortung die Kluft wird immer größer zwischen uns.

Ich liebe diesen Mann und möchte ihn für mich und mein Kind nicht verlieren. Andererseits kann und will ich auch so nicht bis zum Ende der Schwangerschaft weitermachen. Ich möchte uns eine Chance geben das Experiment Familie zu probieren. Im Babyjahr werde ich vorerst in meiner Heimatstadt wohnen bleiben und im Laufe des Babyjahres wollten wir uns eine gemeinsame Wohnung suchen. Aber macht das alles einen Sinn. Ich habe immer noch die Hoffnung, das er mit der Geburt unseres Sohnes eine andere Sichtweise bekommt. Kann ich das wirklich erwarten? Wir streiten nicht und sind auch nicht bösartig zueinander, aber ich fühle mich einfach vernachlässigt. Beenden will er die Beziehung auch nicht, darauf habe ich ihn schon angesprochen.

Was soll ich nur tun? Kann mir jemand helfen? Bringt eine Auszeit etwas?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »rocky« (12. Juni 2010, 10:22)


Malindi Weiblich

ausgeklingt

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Samstag, 12. Juni 2010, 10:48

Hm, so aehnlich war es bei meinem Ex. Wir haben dann nach der Geburt noch etwas probiert (naja, ich hab probiert... er nicht). Da er offensichtlich nicht klar sagen konnte, dass ihm die Verantwortung fuer ein Kind zuviel ist/er kein Kind (mit mir?) moechte musste ich das mehr oder weniger raten. Ich wuerde deinen Freund ganz klar drauf ansprechen, ob er dieses Kind moechte oder nicht. PS: zum Trost: es gibt aber wohl einige Maenner, die da nicht richtig teilhaben (an der Schwangerschaft), weil es fuer sie erst greifbar wird, wenn das Kind da ist. Das kannst du am besten entscheiden, ob es nur das ist oder mehr.

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Benutzer die sich bedankten:

rocky (12.06.2010)

rocky Weiblich

Schüler

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Samstag, 12. Juni 2010, 11:34

Hm, so aehnlich war es bei meinem Ex. Wir haben dann nach der Geburt noch etwas probiert (naja, ich hab probiert... er nicht). Da er offensichtlich nicht klar sagen konnte, dass ihm die Verantwortung fuer ein Kind zuviel ist/er kein Kind (mit mir?) moechte musste ich das mehr oder weniger raten. Ich wuerde deinen Freund ganz klar drauf ansprechen, ob er dieses Kind moechte oder nicht. PS: zum Trost: es gibt aber wohl einige Maenner, die da nicht richtig teilhaben (an der Schwangerschaft), weil es fuer sie erst greifbar wird, wenn das Kind da ist. Das kannst du am besten entscheiden, ob es nur das ist oder mehr.
Danke für Deine Antwort. Leider kann ich ihn überhaupt nicht einschätzen, dafür kennen wir uns zu kurz. Ich denke auch, ich sollte ihm die Chance geben bis zur Geburt durchzuhalten und dann meine Entscheidung erst treffen, wenn sich nichts ändert. Doch das ist schwierig, denn seelisch belastet mich diese Situation. Er meint, er freut sich jetzt aufs Kind, aber er ist eben nicht der Familienmensch. Komischerweise will er aber auch sein Mitspracherecht. Den Kinderwagen haben wir gemeinsam ausgesucht, die Wickelkommode die ich gern hätte gefällt ihm nicht. Mein Wunschname fürs Kind sagt ihm nicht zu. Wenn ihm alles egal wäre, müßte ihn das doch auch nicht interessieren, oder?

Wie hast Du denn die Schwangerschaft mit Deinem Ex überstanden? Seit Ihr Euch aus dem Weg gegangen, hast Du ihn in Ruhe gelassen? Habt Ihr zusammen gewohnt? Hat er jetzt Kontakt zu seinem Kind?

FannyFink

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Freitag, 18. Juni 2010, 15:45

Hallo Rocky,

ich bin in einer ähnlichen Situation wie Du. Seitdem ich schwanger bin, ist die Beziehung zu meinem Freund am Bröckeln. Und ich verstehe es nicht, da wir uns ein Jahr lang super verstanden haben. Wir wissen nicht wie es weitergehen soll. Ich weiß nur, dass ich jeden Tag aufs Neue von der Verzweiflung gepackt werde und keine Lust mehr auf das Kind und das Leben habe. Ich wollte immer eine Familie, nun muss ich da wohl alleine durch.
Ich verstehe Männer, die sich so beschissen verhalten, einfach nicht!!!!! Mein Glaube an die Liebe und die Männer ist dahin.
Ich wünsche Dir noch ganz viel Kraft.

Fanny

energy Weiblich

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Freitag, 18. Juni 2010, 16:08

zum Trost: es gibt aber wohl einige Maenner, die da nicht richtig teilhaben (an der Schwangerschaft), weil es fuer sie erst greifbar wird, wenn das Kind da ist. Das kannst du am besten entscheiden, ob es nur das ist oder mehr.


Bei meinem Mann war das so. Er konnt mit der Schwangerschaft überhaupt nix anfangen, hat sich von mir distanziert und auch gesagt, dass er den wachsenden Bauch schrecklich findet. :kopf :flenn :hä

Und was ist draus geworden? Der beste Vater, den ich mir für meine Kinder wünschen kann! :D

Laß ihn einfach, er braucht seine Zeit - du kannst da nix erzwingen! Tu was dir gut tut, wenn du das Gefühl hast, unter diesen Bedingungen willst du ihn lieber nicht um dich haben, dann nimm dir ne Auszeit. Das muß ja nicht zwangsläufig das Ende bedeuten.

Schwangerschaft ist immer eine Ausnahmesituation - nicht nur für die Frau ;)

:troest und noch eine schöne :schwanger !

Genieß die Zeit

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Benutzer die sich bedankten:

rocky (20.06.2010), grünschnabel (18.06.2010)

rocky Weiblich

Schüler

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Sonntag, 20. Juni 2010, 22:47

Hallo energy!

Danke für die ermutigenden Worte. Die Frage ist, ist er nur der beste Vater für Deine Kinder oder auch wieder der Partner den Du vor der SS hattest. Gefühlsmäßig geht bei so einer Sache ja auch viel kaputt. Die Distanz und Kluft zwischen uns belastet mich seelisch total. Gerade in der SS will man auch mal in den Arm genommen werden oder über den Bauch gestreichelt, ich vermisse diese kleinen Zuwendungen. Eine Auszeit habe ich ihm auch schon angeboten, was bei uns gut machbar wäre, da wir nicht zusammen wohnen, aber das will er nicht. Er hat seit dem 5.1. Zeit gehabt sich mit der Situation auseinander zusetzten, das Leben verläuft nicht immer nach Plan. Wenn mir heute mein Chef kündigt, dann kann ich auch nicht bis zum letzten Arbeitstag warten was passiert. Da kümmert man sich um eine Lösung für das Problem und sucht sich neue Perspektiven. Und das selbe denke ich sollte man auch mit einer unerwarteten SS tun. Verdauen und handeln, das kann doch nicht so schwer sein. Ich mußte das auch.
Männer sind so kompliziert und wir Frauen immer die Starken.

LG rocky