Hallo zusammen,
wie die meisten ja wissen, war ich lange Zeit (3 Jahre) arbeitslos. Meine ehemaliger Arbeitgeber hatte mich (in Zusammenarbeit mit meiner ehemals besten Freundin) rausgemobbt.
Naja, der Zusammenbruch war damals recht nahe...meine Gesundheit spielte seitdem mir einen Streich nach dem anderen, aber auch das Psychische gab mir fast den Rest (ne beste Freundin, die dafür sorgt, dass man als Alleinerziehende seinen Job verliert).
Nunja, im gleichen Jahr versuchte ich den Weg in die Selbständigkeit, verkaufte Gebrauchtwaren auf Kommissionsbasis bei einem Online-Auktionshaus. Naja, nach nem halben Jahr musste ich aufgeben, da auch wieder meine Gesundheit nicht mitspielte (die zweite Lungenentzündung war auf dem Vormarsch) und auch ein solches Unternehmen in einer kleinen 2Zimmerwohnung zu organisieren, war ich nicht wirklich sinnvoll...war wohl etwas blauäugig (im Nachhinein), aber was versucht man nicht, um der Misére zu entkommen....
Es reihten sich einige mehr oder weniger sinnvolle (eher weniger) Seminare, Kurse, etc. in meinen Lebenslauf ein, ohne dass ich Aussicht auf eine neue Arbeitsstelle hatte. Auf meine unzähligen Bewerbungen kamen, wenn überhaupt etwas kam, lediglich Absagen...in den 3 Jahren hatte ich insgesamt 3(!) Vorstellungsgespräche.
Nun, Anfang des Jahres nahm ich an einer Infoveranstaltung teil...es wurden Leute gesucht für ein neu entstehendes Seniorenzentrum hier im Ort - Pflegekräfte als auch für Hauswirtschaft.
Ich dachte mir zwar "besser wie nix" und "ich greif nach jedem Strohhalm", aber ich konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen, im Pflegebereich zu arbeiten.
Es folgte ein Praktikum bei einem ambulanten Pflegedienst, der mit diesem Seniorenzentrum verbunden ist....und siehe da....ich merkte, dass mir der Bereich nichts ausmachte...gut, fast nichts...denn gewisse Gerüche waren doch recht intensiv...aber ich habe mich immer auf den Menschen konzentriert, der ja auf meine Hilfe angewiesen ist. Umso leichter fiel mir dann auch der "Umgang" mit gewissen schwierigen Situationen.
Und das als ehemalige Bankfachwirtin (mit Wirtschafts-Abi)
Ab 01.10. beginne ich mit meiner Ausbildung bei dem ambulanten Pflegedienst...und in 3 Jahren bin ich dann Altenpflegerin mit bestem Abschluss
Möchte damit nur mal all denjenigen, die langsam die Hoffnung verlieren, sagen "Gebt nicht auf!!!"
Ich hatte auch oft das Gefühl, dass meine Arbeitskraft nicht gebraucht wird, dass ich unnütz sei....meine Gesundheit dümpelte nur noch so vor sich hin, genauso mein Alltag...auch wenn ich meinen täglichen Pflichten in Haushalt und Co nachkam, aber das war auch nix Halbes und nix Ganzes...und irgendwann resigniert man....
Haltet durch....ich habe es geschafft, aus der Arbeitslosigkeit rauszukommen (auch wenn ich dem HartzIV-Niveau nicht entkomme, finanziell betrachtet

)...dann schafft IHR das auch....!!!
Und damit verabschiede ich mich mal halb offiziell in meinen wohl-verdienten Urlaub (sponsort by Oma)
SunnyDay
Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert. (Albert Einstein)