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Netzwerk für alleinerziehende Eltern

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Nachrichten

Die Bundesregierung plant, den Mindestfreibetrag bei der Einkommensteuer um ca. 200 Euro für Erwachsene und um 130 Euro für Kinder zu erhöhen. Bisher sind Einkommen bis 13739 Euro im Jahr steuerlich freigestellt. Dann wird mit einer Eingangssteuer von 14 % versteuert.
Hier sind also mit 28 Euro fuer den AE zu rechnen plus 15 Euro für jedes Kind. Voraussetzung: Das Jahreseinkommen erreicht die 14000 Euro.

Die Gesetzesänderung ist kein Geschenk, sondern quasi ein Automatismus: Einkommen dürfen erst ab der Grenze besteuert werden, die man mindestens zum Leben braucht. Diese Zahl wird regelmäßig neu berechnet.
Das Änderungsgesetz wird im Mai in den Bundestag eingebracht. Wann es dann greift, ist noch offen (mutmaßlich 1.1. 2019)

Das damit höhere Nettoeinkommen der Arbeitnehmer hat damit auch "um die Ecke" Auswirkungen auf den Kindesunterhalt. Wo ein Mangelfall vorliegt, sollte genau geguckt werden.

AE-Väter sterben früher

geschrieben von Volleybap am Freitag, 16. Februar 2018, 11:22

Alleinerziehende Väter haben im Vergleich zu alleinerziehenden Müttern und Vätern in einer Beziehung ein doppelt so hohes Risiko, frühzeitig zu versterben. Das ist jedenfalls das Ergebnis einer wissenschaftlichen Untersuchung der Universität Toronto, die in der internationalen Fachzeitschrift The Lancet Public Health veröffentlicht wurde. Die Langzeituntersuchung wurde mit über 40.000 Probanden über einen Zeitraum von über 10 Jahren durchgeführt. Darunter waren über 4500 alleinerziehende Mütter und über 850 alleinerziehende Väter. Im Überwachungszeitraum verstarben knapp 700 der Beteiligten über 40.000 Probanden, die am Beginn der Untersuchung rund 40 Jahre alt waren.

Die Todesrate der alleinerziehenden Väter lag dreimal so hoch wie bei den anderen Probanden. Bei der Bewertung berücksichtigt haben die Wissenschaftler, dass die alleinerziehenden Väter im Schnitt älter als 40 Jahre waren und häufiger an Krebs litten sowie anfälliger für Herzerkrankungen waren. Diese Faktoren herausgerechnet, ergab für alleinerziehende Väter dann die wissenschaftlich fundierte doppelt so hohe Wahrscheinlichkeit, durch die Belastungen als „Alleinerziehender“ frühzeitig zu versterben.
Ursache: Bei alleinerziehenden Vätern wurde eine ungesunde Lebensführung festgestellt. Schlechte Ernährung, Bewegungsmangel, exzessives Trinken, geringe Sozialkontakte sind auffällig.
Zudem würden alleinerziehende Väter, selbst wenn ihnen Erkrankungen und Belastungen bewusst sind, deutlich weniger professionelle Hilfe in Anspruch nehmen als (alleinerziehende) Frauen.

Was die Koalitionsverhandlung zum Thema AE sagt

geschrieben von Volleybap am Mittwoch, 7. Februar 2018, 15:51

Die Ergebnisse der GroKo-Verhandlungen in Bezug auf Alleinerziehende lassen sich recht schnell zitieren, wenn man durch den Entwurf surft:

"Wir bekämpfen Kinderarmut:
Erhöhung und leichtere Beantragung Kinderzuschlag für einkommensschwache Familien und Alleinerziehende. Aufstockung Schulstarterpaket für Schulmaterial von Kindern aus einkommensschwachen Familien.

Wir verbessern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf von erwerbstätigen Eltern, Alleinerziehenden, älteren Menschen und pflegenden Angehörigen durch Zuschüsse für die Inanspruchnahme von haushaltsnahen Dienstleistungen. Gleichzeitig fördern
wir damit legale, sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, insbesondere von Frauen
.
Wir werden prüfen, wie die bei Wahrnehmung des Umgangsrechts zusätzlich entstehenden Bedarfe bei der Leistungsgewährung künftig einfacher berücksichtigt werden können. Damit entlasten wir Alleinerziehende.


Wir unterstützen Familien: Erhöhung Kindergeld um 25 Euro pro Monat und Kind und entsprechende Anpassung Kinderfreibetrag.
Wir verbessern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf: Mehr Geld für Kitaausbau, Entlastung von Eltern bei den Gebühren bis hin zur Gebührenfreiheit.
Steigerung der Qualität in der Kinderbetreuung. Einführung Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung im Grundschulalter bis 2025. Zuschüsse für haushaltsnaheDienstleistungen.
Förderung von Familienfreundlichkeit."

Auf insgesamt 26 Seiten und unter einem eigenen Kapitelpunkt wird über das Thema Familie gesprochen. Bei insgesamt 176 Seiten also deutlich über dem Schnitt.
Die Themen der insgesamt fünf Unterkapitel lassen eher eine gewisse Müdigkeit aufkommen: 1. Familien 2. Kinder stärken - Kinderrechte im Grundgesetz 3. Gleichberechtigung von Männern und Frauen 4. Bekämpfung von Gewalt gegenüber Frauen und Kindern 5. Seniorinnen und Senioren.

AEs sind keinen Unterpunkt wert, aber tauchen immerhin als Begriff 4x auf, wie man oben im Originaltext nachzählen kann.

Nun haben AEs gerade durch den...[Weiterlesen]

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