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(K)eine Änderung für AEs bei Hartz-Bezug?

geschrieben von Volleybap am Mittwoch, 22. Juni 2016, 11:56

Heute steht wohl die sog. zweite und dritte Lesung eines Änderungsgesetzes zu Hartz-4 im Bundestag an. Angekündigt ist, dass nicht mehr gesetzlich geregelt werden soll, dass Sozialzahlungen an Umgangstagen gestrichen werden, wie bereits Anfang des Monats berichtet wurde: http://www.tagesspiegel.de/politik/alleinerziehende-hartz-iv-neuregelung-fuer-getrennt-lebende-eltern-ist-vom-tisch/13686504.html. Was und ob etwas dafür kommen wird, ist derzeit noch offen. Im Moment verfahren die Jobcenter ganz unterschiedlich in der Sache. Und das allein ist schon mehr als ärgerlich und absolut ungerecht.

MDR-exakt: Armutsrisiko für Alleinerziehende weiter gestiegen

geschrieben von Volleybap am Donnerstag, 28. April 2016, 07:43

Leipzig (ots) - Das Armutsrisiko für alleinerziehende Eltern ist
laut einer aktuellen Erhebung seit 2005 um 6,6 Prozent gestiegen und
liegt heute bei 41,9 Prozent.

Das berichtete das MDR-Magazin "exakt" am Mittwoch, den 27.4. im MDR FERNSEHEN. Obwohl fast 80 % aller
Alleinerziehenden einen mittleren bzw. höheren Berufsabschluss haben, beziehen rund 600.000 von ihnen Hartz IV. Leidtragende der prekären
Situation sind vor allem Kinder: Knapp eine Million Kinder von Alleinerziehenden leben von Hartz IV.

Die Verbesserung der Situation Alleinerziehender ist zwar erklärtes Ziel im Koalitionsvertrag der Bundesregierung. "Passiert
ist bisher wenig", meint die Expertin für Sozialrecht Prof. Anne Lenze von der Hochschule Darmstadt. Sie hat die Zahlen für eine
Studie der Bertelsmann Stiftung aktualisiert. Im Interview mit "exakt" sagte sie: "Man fragt sich, wie das eigentlich passieren
kann, dass bei einem Problem, was allen bekannt ist, [...] dass es hier trotzdem zu Verschlechterungen kommt. Ich denke, dass das
Leitbild der voll berufstätigen Eltern durchschlägt und [...] dass angenommen wird, sie können voll berufstätig sein neben der
Kindererziehung und das ist etwas, an dem die meisten oder viele Alleinerziehende scheitern."

Als armutsgefährdet gilt, wer weniger als 60 Prozent des mittleren Nettohaushaltseinkommens zur Verfügung hat. Bei Alleinerziehenden mit
einem Kind liegt diese Grenze bei 1.144 Euro.

Verbessert hat sich hingegen die Situation für Paare mit zwei Kindern. Hier ist das Armutsrisiko um 11,7 Prozent gesunken.

Quelle: MDR-Magazin "exakt"

Alleinerziehend bedeutet in knapp jedem zweiten Fall Armut

geschrieben von Volleybap am Mittwoch, 24. Februar 2016, 14:52

Der paritätische Wohlfahrtsverband hat den Armutsbericht 2016 vorgelegt. Arm ist laut Definition des Verbandes, wer im Monat weniger als 60% des mittleren Haushaltseinkommens aller Haushalte hat. Das trifft bei Arbeitslosen zu 58 Prozent zu. Bei kinderreichen Familien zu 20 Prozent. Bei Rentnern zu 16%. Und bei Alleinerziehenden zu 42 Prozent. Konkret liegt die Armutsgrenze bei einer/einem Alleinerziehenden mit einem Kind unter sechs Jahren bei einem monatlichen Haushaltseinkommen von unter Euro 1192,- (während das durchschnittliche Haushaltseinkommen aufgrund der Gesamtbevölkerung bei 1987 Euro liegen würde).

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